Vorsatz: Ändere dein Passwort

Ändere-dein-Passwort-Tag: Passwörter und wie man sie sich am besten merkt

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Heute, am 01.02.2018, ist der „Ändere-Dein-Passwort-Tag“. Ich glaube, jeder kennt dieses ungute Gefühl und die Nervo­sität, wenn man nach einem Urlaub seine Passwörter wieder eingeben muss: „Welches war es noch gleich? Das müsste es sein … Nee, doch nicht. Vielleicht den Buchstaben groß und da noch ein Ausru­fe­zeichen? … Oder doch das andere?!“

Diese Gedanken sind mir auch schon oft durch den Kopf geschossen – und ich bin mir ziemlich sicher: da bin ich nicht alleine! Aber wie soll man sich die ganzen Passwörter nur merken? Mit jedem Regis­trieren werden es immer mehr und dann soll man die Passwörter auch möglichst alle drei bis sechs Monate ändern. Also einfach das Alte vergessen und sich das Neue merken. Nur bloß nicht das falsche Passwort in den geistigen Papierkorb schmeißen, denn da bleibt es in der Regel nämlich für immer. Dazu kommen dann auch noch die Beson­der­heiten, aus denen das Passwort bestehen muss: Groß- und Klein­schreibung, Zahlen und Sonder­zeichen und mehr als acht Zeichen und erst ab mindestens zehn Zeichen gelten sie als sicher. Dabei unbedingt beachten: Keine einfachen Eckdaten wie Geburtstage von Verwandten, Namen von Haustiere oder einfache Ziffern-/Tasten­folgen nehmen.

Wir haben ein paar Tipps, um Passwörter zu entwerfen, die sicher und dabei noch einfach zu merken sind.

Langes Grund­passwort finden

Durch Ersetzten mit Zahlen und ergänzen durch Sonder­zeichen, kann man dieses Grund­passwort sicher machen. Hier einige Methoden, um ein Grund­passwort zu erstellen und sich zu merken:

  1. Einen einpräg­samen Satz überlegen. Das kann auch ein Satz aus einem Buch, Film oder Hörspiel sein.
  2. Satz verkürzen: Für das Passwort nimmt man von jedem Wort aus diesem Satz den ersten, zweiten oder den x-ten Buchstaben und fügt diese zusammen. Beispiel: Aus dem letzten Satz von Franz Kafkas Roman „Der Prozess“: „Es war, als sollte die Scham ihn überleben“ wird das Passwort: EwasdSiue (Das Ü wird hier mit ue darge­stellt, da nicht alle Passwort­ab­fragen die Umlaute annehmen).
  3. Zahlen hinzu­fügen: Entweder zwischen die Buchstaben setzen, z.B. immer nach zwei Zeichen eine Zahl: Ew5as0dS2iu9e. Hierbei muss man sich also nur noch merken, wo man den Satz nachlesen kann, der wievielte Buchstabe genommen wurde und an welcher Stelle die Zahlen stehen. Oder es werden ganze Buchstaben durch Zahlen ersetzt. Dabei werden die Buchstaben durch Zahlen ersetzt, die dem Buchstaben optisch ähneln. Diese Methode ist aller­dings weitver­breitet und den Personen mit böswil­ligen Absichten durchaus bekannt. Aus unserem Grund­passwort könnte dieses Passwort werden: EwasdSiue -> Ew42dS1u3.
  4. Für jede Website ein eigenes Passwort vergeben: Das Passwort kann auf die Websites, wo man sich anmeldet, angepasst werden. So kann man z.B. für Amazon das Kürzel aMz einbauen und dann durch Sonder­zeichen noch unter­stützen: Ew42?aMz#dS1u3.

Passwörter notieren?

Es gibt natürlich immer die Möglichkeit sich die Passwörter zu notieren und sich nicht auf die eigenen Esels­brücken zu verlassen. Dabei aber unbedingt darauf achten, dass kein anderer Zugriff darauf hat. Alter­nativ könnte man Gedan­ken­stützen aufschreiben, aus denen andere nicht das Passwort herleiten können. In unserem Beispiel Ew42?aMz#dS1u3 wäre diese Gedan­ken­stütze: „Kafka, Ort, ersetzen“. So lässt sich erkennen, dass wir einen Satz aus einem Roman Kafkas genommen, die Website mittig eingebaut und die kleinen Buchstaben ersetzt haben. Wir müssen uns also nur merken, dass der Roman „Der Prozess“ mit seinem letzten Satz verwendet wurde und welche Sonder­zeichen an welcher Stelle stehen.

Passwort-Software

Es gibt natürlich auch Programme, die als Passwort­ma­nager dienen. Hierbei muss man aber aufpassen, dass die Programme wirklich geschützt und vertraulich sind. Denn wenn dort einmal eine Sicher­heits­lücke ist, das Master­passwort für das Programm nicht mehr sicher ist oder vergessen wurde, sind auch alle anderen Passwörter weg.

Die sicherste Variante ist und bleibt also der eigene Kopf. 😉

Autor: Paulina Gagaik, duale Studentin Wirtschafts­in­for­matik

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