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Ausbil­dertalk: Mark Ebert, Ausbilder für Anlagen­me­cha­niker (w/m/d) für Rohrsys­tem­technik

Miriam Dieckerhoff

Unser Autor:

Unsere Azubis und dual Studie­renden kennt ihr vermutlich bereits aus diversen Blogar­tikeln. Um euch zu zeigen, wer noch alles hinter dem „Team-Ausbildung“ steckt, habe ich mich mit unseren Ausbildern zusam­men­ge­setzt.

Mark Ebert (Anlagenmechaniker, SWS Netze Solingen)

Miriam Dieckerhoff: Mark, wie sieht denn bei dir ein typischer Arbeitstag aus?
Mark Ebert: Ich mache ja eigentlich zwei Jobs: Einmal als Leiter der Baube­auf­tragten und einmal als Ausbilder. Das ist möglich, weil die Kollegen aus den Abtei­lungen, in denen wir ausbilden, ein gutes Team bilden. Mein Tag startet damit, dass unsere Azubis morgens zu mir ins Büro kommen. Das ist mir wichtig, damit ich mit den Azubis in Kontakt bleibe. So bekomme ich mit, wie es ihnen geht oder ob etwas vorge­fallen ist, z. B. in der Berufs­schule. Außerdem weiß ich immer, woran sie gerade arbeiten. Denn nach dem morgend­lichen Treffen gehen sie in die jeweilige Ausbil­dungs­ab­teilung, wo der entspre­chende Kollege sie übernimmt. Die Dauer der Ausbildung je Abteilung variiert von zwei bis sechs Wochen. Das schreiben wir in einem Ausbil­dungsplan fest. Bei der Planung berück­sich­tigen wir, wo gerade inter­es­sante Aufgaben sind und wie weit unsere Azubis schon sind. So starten die neuen Azubis erstmal im Werk und gehen dann für drei Monate in die Ausbil­dungs­werk­statt. Anschließend durch­laufen sie die anderen Abtei­lungen, wie die Repara­tur­ab­teilung, die Abtei­lungen Wartung & Entstör­dienst, Anlage­technik, Zähler­ab­teilung oder Lecksuche. Bei der Lecksuche sind die Azubis in der Regel im Sommer, weil sie dann die Gasleck­suche mitmachen können. Überhaupt sind wir durchaus flexibel: Wenn es irgendwo inter­es­sante Themen gibt, dann nehmen wir die Azubis mit. Das ist aller­dings mit Corona schwie­riger geworden, weil wir unsere Fahrzeuge nicht mehr mit drei Personen besetzen können. Da finden wir aber indivi­duelle Lösungen.

Miriam Dieckerhoff: Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Mark Ebert: Mir macht einfach die Arbeit mit jungen Menschen Spaß, denn dabei bleibt man selbst jung. Man bekommt eine ganz andere Perspektive auf die Welt, wenn man die durch die Augen der Azubis sieht. Außerdem finde ich es toll, zu sehen, wie sich die jungen Leute entwi­ckeln und wenn ich sie dabei unter­stützen kann. Und ich habe immer wieder mit anderen, unter­schied­lichen Menschen zu tun.

Miriam Dieckerhoff: Was zeichnet denn für dich einen guten Auszu­bil­denden aus?
Mark Ebert: Er muss wollen! Das ist das A und O. Außerdem ist mir Ehrlichkeit sehr wichtig! Es kann ja auch mal was schief­gehen. Da will ich dann keine Ausflüchte hören, sondern dass jemand zu seinen Fehlern steht. Und Teamfä­higkeit! 90% unsere Aufgaben können nur im Team erledigt werden. Deshalb ist das so wichtig.

Miriam Dieckerhoff: Was ist deiner Meinung nach das Besondere an einer Ausbildung bei den Stadt­werken?
Mark Ebert: Bei uns ändert sich der Arbeits­platz fast jeden Tag: Unsere Azubis sind in ganz Solingen unterwegs und wissen nicht wo sie morgen oder übermorgen sind. Und wenn eine Störung kommt, dann muss man von einer Minute auf die andere alles umplanen. Da muss man schon flexibel sein. Dafür wird es nie langweilig.

Miriam Dieckerhoff: Wie unter­stützt du, wenn es für den Azubi in der Schule oder im Betrieb mal nicht so rund läuft?
Mark Ebert: Ich bin jetzt seit einem Jahr als Ausbilder tätig. In der Zeit hat es nirgendwo gehakt: Schulisch läuft alles rund. Im Betrieb muss man die Azubis schon mal fordern. Aber grund­sätzlich finden wir für alles eine Lösung. Auch hier ist die Teamarbeit extrem wichtig: Ohne meine Kollegen kann ich keine Ausbildung durch­führen.

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