Lisa Nohl mit Deutschlandfahne

Deutschland vs. Schweden – Die Stand­ort­be­stimmung

Lisa Nohl

Unser Autor:

Was ich vom letzten Spiel unserer Deutschen gehalten habe, wisst ihr ja schon aus dem letzten Bericht („Deutschland vs. Mexiko – Satz mit X“). Nicht viel. Das war einfach nix, mal abgesehen von der letzten Viertel­stunde. Morgen steht der nächste Gegner an, die Schweden wollen uns fordern. Ich habe mir das Spiel gegen Südkorea angeguckt und ich denke, dass sie das auch wirklich könnten. Sie haben ihr Auftakt­spiel zwar knapp, aber absolut verdient gewonnen. Nur die ersten Minuten waren etwas holprig, da musste sich das Team erst noch einfinden. Was da aber schon deutlich wurde: Anders als Deutschland stand Schweden in der Defensive wirklich stabil. Danach wurde es spiele­risch auch in der Offensive besser und vor allem über Standards häufig gefährlich. Es war kein Sahne­stück, dafür aber effektiv. Wer fragt da nach Abpfiff schon nach schönem Fußball?

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Wie können wir Schweden knacken?

Das wird nicht leicht für unsere Jungs, vor allem, wenn die Einstellung wieder so zu wünschen übrig lässt. Ich gehe nicht davon aus, dass Südkorea gegen Mexiko gewinnt, was gleich­zeitig bedeutet, dass schon unser zweites Gruppen­spiel den Charakter eines Endspiels hat. Die Skandi­navier spielen ähnlich körper­betont wie Mexiko, sind durchaus giftig. Deutschland muss da besser in die Zweikämpfe kommen. Bedeutet: Anders als im ersten Spiel ausnahms­weise mal eng am Gegner stehen und die Zweikämpfe auch mal annehmen! Das wäre der defensive Part. Nach vorne müssten sie mit Tempo in die Räume kommen und Konter vermeiden. Dann bekommt Schweden durchaus Probleme. Umso wichtiger ist in dem Spiel dann auch wieder die Präzision in den Pässen, die wir bisher eigentlich konnten, die in den letzten drei Spielen aber teilweise wirklich mangelhaft war. Was das zur Folge hat, haben wir ja gegen Mexiko gesehen: Ballverlust im Mittelfeld, durch mangelnde Schnel­ligkeit nicht in der Lage, den Konter zu unter­binden, Gegentor. Ups.

Best never rest

Hach, was habt ihr euch da einen sexy Slogan für diese Weltmeis­ter­schaft ausge­dacht. Statt Sieges­willen gab’s dann aber nur Schlaf­müt­zen­fußball vom Feinsten. Das muss sich ändern. Findet auch Mats Hummels, der nach der Niederlage trocken meinte: „Wir müssen jetzt zwei Spiele gewinnen, sonst war’s das mit der WM“. Ach was! Also Jungs, hängt euch rein! Es muss nicht immer schön sein, sondern effektiv. Ich erwarte eine Trotz­re­aktion, Kampf und vor allem HERZ!

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