E-Auto an Wallbox Zuhause laden

E-Auto zuhause laden: Die Hinter­gründe

Christian Olbrisch

Unser Autor:

Nie war es so attraktiv, ein E-Auto zu kaufen. Gerade erst hat die Bundes­re­gierung u. a. höhere Kaufzu­schüsse und einen deutlichen Ausbau der Ladein­fra­struktur beschlossen. Aber wie läuft das eigentlich mit dem Laden zuhause?

An der Steckdose nur Notladen

Einen Stromer an einer normalen 230-Volt-Haushalts­steckdose aufladen – das geht tatsächlich. Aller­dings wird dieses Verfahren nicht umsonst „Notladung“ genannt, denn die Haus-Elektro-instal­lation ist in der Regel nicht auf eine erhöhte Dauer­be­lastung über sechs bis acht Stunden (Ladezeit je nach Fahrzeug­bat­terie-Leistung) ausgelegt. Du nimmst mit dieser Art des Ladevor­gangs also ein erhöhtes Sicher­heits­risiko in Kauf.

Wallbox ermög­licht effizi­entes und verläss­liches Aufladen zuhause

Ein wesentlich effizi­en­terer und vor allem verläss­licher Weg ist das Aufladen deines E-Autos an einer privaten Ladestation in der (Tief-)Garage oder im eigenen Carport – an der sogenannten Wallbox. Diese wird mit unter­schied­lichen Ladeleis­tungen angeboten. Die Wallbox wird – ähnlich wie ein Elektroherd – an einen Stark­stro­m­an­schluss (Dreipha­sen­wech­sel­strom) mit 400 Volt angeschlossen. Die mögliche Ladeleistung entspricht dann3,7 bis 22 kW . An gewerb­lichen Strom­in­stal­la­tionen sind sogar größere Leistungen möglich. Entscheidend dafür, wie hoch die Ladeleistung einer Wallbox tatsächlich ist, ist die Menge an grund­sätzlich noch freien Strom-Kapazi­täten am Hausan­schluss des jewei­ligen Gebäudes. Dies wird besonders dann inter­essant, wenn sich gleich zwei oder drei E-Auto-Besitzer eine Tiefgarage teilen und gleich­zeitig laden wollen. Dann teilt sich die Leistung auf alle drei Wallboxen auf. Hier macht es Sinn, über die Einrichtung eines Ladema­nage­ments nachzu­denken.

Drei Strom­phasen – nicht für alle!

Können alle drei Strom­phasen genutzt werden, lassen sich Ladeleis­tungen von 11 kW (16 A), 22 kW (32 A) und 43 kW (63 A) erreichen. Was vorteilhaft ist, denn je höher die Ladeleistung der Wallbox, desto kürzer ist die Ladezeit. Doch nicht alle E-Autos können dreiphasig laden. Autos wie der Opel Ampera-e oder der Nissan Leaf sind dafür ausgelegt, nur eine Strom­phase nutzen zu können. Für diese Fahrzeuge ist eine Einschränkung proble­ma­tisch, die es an deutschen Hausan­schlüssen gibt: Zur Vermeidung sogenannter Schief­lasten dürfen einphasig aufla­dende Autos nur maximal 20 A laden, selbst wenn die Wallbox theore­tisch eine höhere Ladeleistung bieten könnte. Das führt zu langen Ladezeiten: So lädt ein Opel Ampera-e an hiesigen Wallboxen bis zu 20 Stunden.

Alles klar! Und jetzt?

Du hast dich entschieden und möchtest eine Wallbox instal­lieren lassen? Dann solltest du zuerst bei den Netze Solingen nachfragen, wie es um die Kapazi­täten deines Hausan­schlusses bestellt ist. Die konkrete Instal­lation einer Wallbox sollte unbedingt von einer Elektro­fach­kraft ausge­führt werden. Auch wir von den Stadt­werken bieten Wallboxen an, beraten bei techni­schen Fragen und kümmern uns darum, dass diese instal­liert werden. Schau auch in unserem Blogar­tikel zum Thema Wallbox vorbei.

Übrigens: Die Auswahl des geeig­neten E-Fahrzeugs sollte sich auch nach der Ladeka­pa­zität richten, die deine private Wallbox ermög­licht.

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