Mann mit Drucker in den Händen im Büro

Energie­sparen im Büro – so geht´s

Andreas Hugo

Unser Autor:

Verbrauchst du auch zu viel Energie in deinem Büro? Kein Wunder, denn in vielen Arbeits­räumen laufen eine Menge Strom­fresser wie PC, Server, Drucker, Kopierer & Co. auf Hochtouren. Kein Grund den Drucker gleich aus dem Büro zu werfen.

Regel­mäßig abschalten

Wusstest du, dass sich der jährliche Strom­ver­brauch einer Großstadt wie Hamburg – rund 3,5 Mrd. Euro – einsparen ließe, wenn alle kleinen und mittleren Unter­nehmen Europas den Stand-By-Betrieb ihrer Compu­ter­ar­beits­plätze abschalten würden? Insbe­sondere bei Desktop-PCs und Monitoren kann der Standby-Modus für erstaunlich hohen Strom­ver­brauch und somit Kosten sorgen, weil die Geräte auch im scheinbar ausge­schal­teten Zustand weiter mit Strom versorgt werden.

Mein Tipp: Mit einer schalt­baren Stecker­leiste kannst du den PC und andere elektro­nische Geräte komplett vom Strom trennen und so unnötigen Strom­ver­brauch vermeiden. Übrigens macht es sich auch auf deiner Strom­rechnung bemerkbar, wenn der Router im Dauer­be­trieb ist. Selbst wenn du kein WLAN verwendest, verbraucht ein Router permanent Strom. Deshalb: Router und WLAN am besten nach Feier­abend abschalten.

Darf es auch ein Netbook sein?

Laptop, Tablet oder Desktop-PC – was verbraucht weniger Energie? Den entschei­denden Unter­schied zwischen den Geräten macht ihre technische Ausstattung und ihr Strom­ver­brauch. Wenn du beruflich nicht viel unterwegs bist und die meiste Zeit an einem statio­nären Computer arbeiten, dabei online sein und regel­mäßig Texte verar­beiten möchtest, dann ist für dich wahrscheinlich ein Desktop-PC mit Basis-Ausstattung optimal. Aller­dings handelt es sich dabei auch um die am wenigsten strom­spa­rende Variante.

Stellst du die gleichen Anfor­de­rungen, möchtest das Gerät aber auch unterwegs oder an anderen Orten nutzen, dann eignet sich ein Laptop besser für dich. Ein Laptop mit einem durch­schnitt­lichen Strom­ver­brauch von bis zu 30 Watt ist grund­sätzlich auch wesentlich energie­ef­fi­zi­enter als ein Desktop-PC.

Doch was ist sind passende, möglichst energie­ef­fi­ziente Geräte für jemanden, der nur wenig Texte schreiben, aber per E-Mail erreichbar und in sozialen Netzwerken aktiv sein möchte? Für diese Anwen­dungen eignen sich Netbooks oder Tablets am besten. Netbooks sind kleinere Laptops mit weniger Speicher­ka­pa­zität, gerin­gerer Grafik­leistung, etwas langsa­meren Prozes­soren und einer kompak­teren Tastatur. Wegen ihrer gerin­geren Leistung und Kapazität ist der Strom­ver­brauch von Netbooks deutlich geringer als der von Laptops und Desktop-PCs.

Wenn du (Fach-)Bücher und Zeitungen lieber digital liest, aller­dings kaum Texte schreiben musst, dann reicht für dich wahrscheinlich ein Tablet aus. Tablets sind die energie­ef­fi­zi­en­testen (Mini-)Computer und verbrauchen am wenigsten Strom. Mein Tipp: Einfach mit einer Bluetooth Tastatur nutzen, um Texte zu schreiben.

Papier­loses Büro bevorzugt

Musst du das wirklich ausdrucken? Diese Frage solltest du dir regel­mäßig im Laufe deines Arbeits­tages stellen. Denn in vielen Büros arbeitet der Drucker immer noch viel zu viel. Die Folge sind Papier­berge, die obendrein auch noch Platz im Akten­schrank wegnehmen. Dabei bietet die digitale Kommu­ni­kation heute eine breite Palette komfor­tabler Verwal­tungs- und Archi­vie­rungs-Tools und auch deine Daten können sicher auf der Festplatte oder online gespei­chert werden. Auf diese Weise kannst du den Papier- und Strom­ver­brauch senken.

1:0 für LEDs

Strahlt die Sonne mit deiner Bürobe­leuchtung um die Wette? Das muss nicht sein. Es lohnt sich, auf die Bürobe­leuchtung zu achten und die vorhan­denen Lampen je nach Tages­licht-Einfall tatsächlich an- und wieder auszu­schalten, anstatt auf Dauer­be­leuchtung zu setzen.

Leuchten direkt an Arbeits­plätzen, z. B. auf dem Schreib­tisch, können zusätzlich Strom sparen, da sie in der Regel eine geringere Leistung als Decken­lampen haben und dadurch weniger Energie verbrauchen.

Außerdem solltest du Energiespar- oder LED-Leuchten im Büro verwenden, da sie weniger Energie als Glühbirnen benötigen und zusätzlich über eine bessere Licht­aus­beute verfügen. Bei Glühbirnen dagegen wird Energie in Wärme umgewandelt, so dass sie deutlich mehr Strom verbrauchen als Energie­spar­lampen oder LED-Leuchten. Wenn du mehr über die Vorteile von LEDs und Energie­spar­lampen findest du Infos im dazuge­hö­rigen Blogar­tikel, den mein Kollege Tim Krause vor einiger Zeit geschrieben hat.

Verant­wortung übernehmen – für Kosten und Umwelt

Energie­sparen lohnt sich und fordert das Engagement aller Kolle­ginnen und Kollegen. Schließlich sollten wir uns der Verant­wortung für die bei unserer Büroarbeit entste­henden Kosten und gleich­zeitig für den Umwelt­schutz bewusst sein – egal ob im Homeoffice oder Großraumbüro.

Mit einem Strom­mess­gerät, das du bei den Stadt­werken Solingen ausleihen kannst, kannst du den Energie­fressern in deinem Büro ganz konkret auf die Spur kommen und die Situation dementspre­chend verbessern. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern schont auch die Umwelt.

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