Kuscheltier in Waschmaschine

Energie­spartipp: Strom sparen mit bedarfs­ge­rechten, energie­ef­fi­zi­enten Geräten

Andreas Hugo

Unser Autor:

Große Haushalts­geräte verbrauchen viel Energie: Etwa die Hälfte des Strom­ver­brauchs deutscher Haushalte wird durch Wasch­ma­schine, Kühlschrank & Co. verur­sacht. Wer Strom sparen will, sollte deshalb auf die Energie­ef­fi­zienz und Größe seiner Geräte achten.

Hohe Energie­ef­fi­zienz von E-Geräten: Gut für Klima und Geldbeutel

Haushalts­geräte („Weiße Ware“)

Viele große Haushalts­geräte, sogenannte Weiße Ware, arbeiten heute deutlich effizi­enter als vor zehn oder zwanzig Jahren: Verbrauchten Geschirr­spül­ma­schinen im Jahr 1990 durch­schnittlich 490 Kilowatt­stunden (kWh) pro Jahr, benötigen die effizi­en­testen neuen Geräte im Schnitt weniger als 200 kWh. Dennoch ist der Anteil, den Kühlschrank, Wasch­ma­schine oder Trockner am Gesamt­strom­ver­brauch eines deutschen Haushalts stellen, nach Angaben des Umwelt­bun­des­amtes immer noch hoch. Es lohnt sich also, moderne und energie­ef­fi­ziente Geräte zu nutzen und die Geräte­größe dem eigenen Bedarf anzupassen.

Energie­ef­fi­zi­enz­label

Möchtest du dein Elektro­gerät wirtschaftlich und sparsam betreiben, gibt dir das Energie­ef­fi­zi­enz­label darüber Auskunft, wie hoch der Jahres­strom­ver­brauch des Geräts tatsächlich ausfällt. Heute besitzen die effizi­en­testen Geräte die Energie­ef­fi­zi­enz­klasse A+++. Vor allem durch verschärfte gesetz­liche Vorgaben der EU sind viele ineffi­ziente Neugeräte vom Markt verschwunden. Noch bis zum Jahr 2010 konnten Kühl- und Gefrier­geräte mit den Energie­ef­fi­zi­enz­klasse C und D gekauft werden, seit 2014 darf der Handel dagegen nur noch Geräte vertreiben, die mindestens der Klasse A+ entsprechen. Wenn du ganz genau wissen möchtest, ob dein Kühlschrank in die Kategorie „sparsam“ oder „Kosten­falle“ gehört, kannst du unseren Online-KühlCheck nutzen.

Energie­spar­rechner und Strom­ver­brauchs­mess­geräte nutzen

Wer noch weitere „heimliche Strom­fresser“ ausfindig machen und durch effizi­entere Neugeräte ersetzen möchte, dem helfen verschiedene Online-Energie­spar­rechner auf der Stadt­werke-Homepage oder ein Strom­ver­brauchs­mess­gerät. Kunden können es kostenlos bei den Stadt­werken Solingen ausleihen. Das Messgerät wird einfach zwischen das Elektro­gerät und die Steckdose geschaltet und gibt Auskunft über die Leistungs­auf­nahme (Watt) und den Strom­ver­brauch (kWh) des Geräts.

Simpel aber effektiv: Geräte­größe dem Bedarf anpassen

Geräte­größe

Neben der Energie­ef­fi­zienz spielt auch die Größe des Geräts eine wichtige Rolle beim Strom­ver­brauch. Die Geräte­größe sollte dem Bedarf angemessen sein – was einfach klingt, kann tatsächlich viel Geld einsparen und kommt außerdem dem Klima­schutz zu Gute.

Kühlschrank

So ist ein Kühlschrank mit 100 bis 160 Litern Inhalt für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt völlig ausrei­chend. Jede weitere Person benötigt etwa 50 Liter mehr.

Wasch­ma­schine

Auch die Wasch­ma­schine sollte an deine indivi­du­ellen Bedürf­nisse angepasst sein. Maschinen, die zwar ein A+++-Energieeffizienzlabel haben, aber ein großes Fassungs­ver­mögen von 8 bis 9 Kilo, sind nur dann effizient, wenn sie voll beladen sind. Denn je größer die Trommel, desto höher sind auch die Wasser- und Strom­kosten. Für Familien eignen sich in der Regel größere Trommeln mit 7 bis 8 Kilo Fassungs­ver­mögen, denn bei drei und mehr Personen-Haushalten werden diese meist problemlos voll. Für Paar- und Single-Haushalte, bei denen gar nicht so viel Schmutz­wäsche anfällt, reicht häufig eine Wasch­ma­schine mit 5 bis 6 Kilo Fassungs­ver­mögen. Das spart Energie, Wasser und Wasch­mittel.

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