Führung: Neue Mitarbeiter vor O-Bus.

Führung: Der Start als neuer Mitar­beiter bei den Stadt­werken Solingen

Nils von der Crone

Unser Autor:

Führung für neue Mitar­beiter

Die Stadt­werke Solingen bieten uns neuen Mitar­beitern jährlich im Rahmen ihres Einar­bei­tungs­kon­zepts eine inter­es­sante Führung an. Ich selber habe an dieser Führung etwa ein halbes Jahr nach Beginn meines Jobs teilge­nommen.

Besichtigt werden zahlreiche Standorte und Abtei­lungen des Stadt­werke-Konzerns mit seinen Bereichen Versorgung, Verkehr und Netze. Organi­siert und durch­ge­führt werden diese Führungen von den Kolle­ginnen und Kollegen aus der Perso­nal­ab­teilung und dem Facility Management. Aufgrund der vielen Stationen und Locations findet diese Einfüh­rungs­ver­an­staltung an insgesamt 1,5 Tagen im gesamten Solinger Stadt­gebiet statt. Die Kollegen hatten hierfür Autos gemietet, um uns als Gruppe durch das Stadt­gebiet zu fahren. Dabei bekommt man spannende Einblicke hinter die Kulissen der Stadt­werke und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das tolle an der Führung ist, dass man auch Bereiche und Abtei­lungen kennen­lernt, mit denen man ansonsten weniger zu tun hat.

Wasser­labor

Unsere erste Station war das Wasser­labor an unserem Hauptsitz in der Beetho­ven­straße. Etwa ein Duzend neue Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter haben sich hier morgens zur Führung getroffen. Der Leiter des Labors und seine Mitar­bei­te­rinnen haben uns über die Arbeiten in einem zerti­fi­zierten Wasser­labor infor­miert. Dazu gehörte beispiels­weise die Präsen­tation von Verfahren zur Wasser­analyse. Einer unserer neuen Kollegen hat die Labor­mit­ar­beiter hierbei tatkräftig unter­stützt und bei der Analyse geholfen.

Verkehrs­be­trieb

Unsere nächste Station war, bei bestem Herbst­wetter, das Betriebs­ge­lände des Verkehrs­be­triebs in der Weiden­straße. Dort wurden uns der Betriebshof sowie die Hallen (Werkstätten und Lager) präsen­tiert. Hier stehen u. a. die bekannten Solinger O-Busse und warten auf ihren Einsatz bzw. werden gewartet. Insgesamt können hier fast 100 Busse parken, die von 200 Fahre­rinnen und Fahrern im Stadt­ge­biete bewegt werden. Dabei legt die Flotte etwa 4,5 Mio. km pro Jahr zurück. Die O-Busse machen mehr als die Hälfte der Busflotte aus und sind seit 2009 komplett emissi­onsfrei mit sauberem Ökostrom unterwegs. Neben den aktuell im Einsatz befind­lichen Bussen stehen hier aber auch histo­rische Busse des Obus-Museums.

Stadtwerke Solingen - Bus in Werkstatthalle
O-Bus mit Stromabnehmer
Verkehrsbetrieb Solingen - Reifenlager
Verkehrsbetrieb Solingen - Betriebsgelände
O-Bus auf Betriebsgelände Solingen
Historischer O-Bus Solingen

Gasstation Tunnel­straße

In der Tunnel­straße in Ohligs befindet sich eine Gasstation der Stadt­werke. Hier gelangt das Erdgas von unseren Liefe­ranten zu den Solinger Haushalten. So wird hier z. B. dem, eigentlich geruchs­neu­tralen, Erdgas ein Duftstoff beigemischt und die Gasmenge gemessen, welche vom Liefe­ranten bezogen wird. Der Duftstoff „stinkt absichtlich“, damit im Falle eines Gasaus­tritts das Gas bemerkt wird. Die techni­schen Anlagen sind hier jeweils doppelt instal­liert. Daher kann bspw. bei der Wartung einer Anlage eine andere Anlage genutzt werden ohne das die Erdgas­lie­ferung unter­brochen wird.

Gaskugel Ohligs
Gasstation Tunnelstraße
Gasstation Solingen Ohligs - Tunnelstraße

Siedlung Weegerhof

Nach der Besich­tigung der Verkehrs­be­triebe ging es in die Siedlung Weegerhof in Solingen Höhscheid. Dort haben die Stadt­werke Solingen zusammen mit dem Spar- und Bauverein Solingen ein hochef­fi­zi­entes Block­heiz­kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung gebaut. 540 Wohnein­heiten werden durch diese Anlage mit Wärme und Warmwasser versorgt.

Siedlung Weegerhof (Solingen, Herbst 2017)

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Sengbach­t­al­sperre

Nach der Mittags­pause sind wir weiter zur Sengbach­t­al­sperre gefahren. Diese Talsperre ist eine der ältesten Trink­was­ser­tal­sperren in Deutschland. Die Staumauer ist über 40 m hoch und wirkt, sowohl von oben als auch von ihrem Fuß, sehr imposant inmitten der Bergi­schen Wälder. Exklusiv durften wir auch einen der beiden Türme von innen besich­tigen sowie die Mauer am Fuß durch einen Tunnel betreten. Durch diesen Tunnel wird das Wasser aus der Talsperre durch große Rohrlei­tungen zum Wasserwerk zur Aufbe­reitung geleitet. Zudem befinden sich in dem Tunnel wichtige Messin­stru­mente zur Überwa­chung.

Sengbachtalsperre: Staumauer
Sengbachtalsperre: Wasserfläche
Sengbachtalsperre: Turm
Sengbachtalsperre: Tunnel

Wasserwerk Glüder

Weiter ging es zum Wasserwerk Glüder. Hier bereiten mehreren Filter­an­lagen das Wassers aus der Talsperre auf. Die Filter sind u.a. mit Filtersand und Kalzi­um­kar­bonat gefüllt, der regel­mäßig erneuert wird und besonders hohe Quali­täts­an­for­de­rungen erfüllen muss. Einer der Filter­be­hälter war zum Zeitpunkt der Führung leer und wurde von uns von durch eine Öffnung von Innen betrachtet. Das gefil­terte Wasser wird dann von Glüder aus nach Solingen in entspre­chende Wasser­speicher gepumpt und gelangt von dort zu den Solinger Haushalten.

Vor Ort in Glüder befindet sich auch eine Leitwarte, in der ganztägig die Prozesse überwacht und gesteuert werden. „Beobachtet“ werden die Mitar­beiter in der Leitwarte von zahlreichen Fischen in einem großen Aquarium.

Wasserwerk Glüder - Halle innen
Wasserwerk Glüder - Wasserspiel
Wasserwerk Glüder - Turbine
Wasserwerk Glüder - Wasserspiel
Wasserwerk Glüder - Fahne Stadtwerke Solingen
Wasserwerk Glüder - Aquarium
Wasserwerk Glüder - Filterhalle
Wasserwerk Glüder - Halle außen

Leitwarte

Am zweiten Tag startete die Führung für neue Mitar­beiter in der Leitwarte/Entstördienstzentrale der SWS Netze Solingen GmbH. Die Leitwarte ist jeden Tag rund um die Uhr mit mehreren Personen besetzt. Sollte einmal ein Problem mit Strom, Gas oder Wasser in der Stadt eintreten, werden diese von hier aus bearbeitet. Die entspre­chenden Kolle­ginnen und Kollegen veran­lassen dann entspre­chende Maßnahmen. Dazu gehört, dass sie sich z. B. auch mit Rettungs­kräften oder Stadt­werke-Mitar­beitern vor Ort abstimmen und ihre Kolle­gen­innen und Kollegen der Bereit­schaft alarmieren.

Dank redun­danter Systeme und einer Notstrom­ver­sorgung kann die Leitwarte bspw. auch bei einem Strom­ausfall oder anderen Zwischen­fällen weiter­ar­beiten. Auf zahlreichen Monitoren verfolgen die Mitar­beiter alle aktuellen Daten zu Strom, Wasser und Gas. Kommt es zu einer Abwei­chung bestimmter Werte, gibt es in der Leitwarte ein akusti­sches und optisches Signal. Auf den Monitoren werden die entspre­chenden Details zum Alarm darge­stellt.

Ein riesiges Aquarium in der Mitte des Raums dient zur Verbes­serung der Luftqua­lität im Raum. Die Luft wäre ansonsten aufgrund der zahlreichen techni­schen Geräte unangenehm trocken. Im Übrigen gibt es hier einen „Wettstreit“ zwischen den Mitar­beitern der Leitwarte und im Wasserwerk: Welches Team darf das größere Aquarium sein Eigen nennen?

Tiefgarage: Kabel­ortung und Kabel­mess­wagen

In der Garage der Stadt­werke haben uns die Kollegen der Netze Solingen ihren Kabel­mess­wagen zur Ortung defekter Kabel vorge­stellt. Anhand einer eindrucks­vollen Simulation haben sie uns einen Kabel­defekt vorge­führt. Der Defekt äußert sich dadurch, dass es an der schad­haften Stelle des Kabels blitzt und laut knallt. Beides ist norma­ler­weise nicht wahrnehmbar, weil die Kabel ca. 80 cm unter der Erde verlegt sind. Den Knall macht man sich jedoch zu Nutze, um eine defekte Kabel­stelle zu orten. Dabei hilft u. a. ein sehr sensibles Boden­schall­mi­krofon, welches wir selber auspro­bieren durften. Entspre­chend lassen sich durch diese Methode Zeit und Geld sparen und die von dem defekten Kabel Betrof­fenen müssen nicht unnötig lange auf die Reparatur der Kabel warten.

Kabeldefekt: Simulation der Netze Solingen
Kabelmesswagen der Netze Solingen

Unsere Führung endete hier. Vielen Dank an alle Mitar­beiter, die uns diese Führung ermög­licht haben.

Stadt­werke Solingen als Arbeit­geber

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