Gesundheitstag der Azubis

Gesund­heitstag der Azubis

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Am Dienstag fand, in Zusam­men­arbeit mit der Bergi­schen Kranken­kasse und dem Solinger Sportbund, wieder der alljähr­liche Gesund­heitstag der Azubis statt. Neben Sucht­prä­vention und Medien­nutzung, ging es auch um das Thema „richtiges“ Zocken.

Sucht? Was haben wir damit zu tun?

Das haben wir uns auch gefragt. Aber wir haben es auf uns zukommen lassen und wurden eines Besseren belehrt. Neben den Drogen, die einem sofort in den Sinn kommen, gibt es auch „moderne“ Süchte, mit denen auch wir Azubis täglich zu tun haben. Als die Worte Social Media fielen, war allen Azubis sofort klar, dass das ein Thema ist, was uns alle betrifft. Und auch bei der Frage, „Wer zockt eigentlich?“, gingen einige Hände in die Höhe.

Was war neu? Was haben wir gelernt?

Als uns verschiedene Drogen genannt wurden und wir diese nach unserem Empfinden nach „Gefähr­lichkeit“ ordnen sollten, waren auf vielen Gesichtern Frage­zeichen zu erkennen. Da jeder zwar schon einmal von diesen Drogen gehört hatte, doch die Frage „Was ist das eigentlich, und welche Droge ist jetzt gefähr­licher?“ von den anwesenden Sucht­be­ratern aufge­klärt werden musste. Zum Beispiel wurde uns erklärt, dass Zigaretten auf einer Skala von 1-10 – in Bezug auf die Abhän­gigkeit – eine 8 darstellen und auf einer Stufe mit Heroin steht. Das ließ den ein oder anderen Raucher der Gruppe blass werden. Des Weiteren wurde uns mit Hilfe von einer Animation erklärt, was Alkohol mit uns anstellt und das eine Alkohol­er­krankung von ersten Anzeichen bis zum Klinik­auf­enthalt im Durschnitt acht Jahre dauert.

Sucht: Nicht nur Heroin & Co.

Auch Spiel­sucht ist eine Sucht, von der viele junge Menschen betroffen sind. Überall wird man mit Glücks­spielen konfron­tiert. Ob es Lotto, Spiel­au­to­maten in Kneipen oder Rubbellose, die man zum Einkauf bekommt, sind. Mit einem Würfel­spiel wurde uns gezeigt, wie viel Spaß Glücks­spiele machen und wie gefährlich diese sind. Egal wie fair das Spiel auch scheint: Der Spieler zieht immer den Kürzeren, sprich, er hat immer die gerin­geren Chancen zu gewinnen. Denn wir wissen doch alle, dass es wahrschein­licher ist vom Blitz getroffen zu werden, als im Lotto zu gewinnen. Außerdem wurde uns erklärt, dass eine Suchter­krankung von vielen verschie­denen Faktoren abhängig ist. Zum einen von der Droge selbst, wie schnell diese abhängig macht und wie gefährlich diese ist. Zum anderen auch von dem sozialen Umfeld, das einen umgibt und der eigenen Persönlichkeit.

Gesundes Zocken, geht das überhaupt?

Ob es Compu­ter­spiele, Konsolen oder doch eine Runde Candy­Crush auf dem Handy ist; ab und zu tun wir es alle. Das ist auch gar nicht schlimm, jedoch sind dabei einige Dinge zu beachten:

  • Zuerst das richtige Sitzen. Insbe­sondere sollte der Schreib­tisch auf die eigene Köpermaße angepasst sein. Daneben sollte man Armlehnen, Fußstützen und Handbal­len­auf­lagen nutzen. Es ist ebenfalls wichtig, die Sitzpo­sition ständig zu verändern und nicht in der gleichen Position für Stunden zu verharren. Auch solle man zwischen­durch einmal aufzu­stehen und sich bewegen. Als Grundsatz gilt „Sitz aktiv und dynamisch.“
  • Beim Spielen mit dem Handy, ist ebenfalls zu beachten, dass man das Smart­phone nicht zu weit nach unten hält. Neigt man den Kopf zu sehr nach unten, wird dem Nacken zu viel Gewicht zugemutet.

Kommu­ni­kation: wie ich erkenne, wann und ob ich süchtig bin?

Ein Anzeichen ist, wenn man nur noch in einer fiktiven Welt lebt und das soziale Umfeld vernach­lässigt. Ein weiteres Anzeichen ist, wenn man weder zur Schule noch zur Arbeit geht und Ausreden erfindet, um zu Hause zu bleiben und zu spielen. Als mögliche Orien­tierung Es gilt als Leitsatz: „Andere merken zuerst, wenn das Spiel­ver­halten Ausmaße annimmt, die nicht mehr normal sind.“

Und was hat das alles mit dem Berufs­leben zu tun?

In der Arbeitswelt gibt es viele verschiedene Faktoren, die einen beein­flussen und eine Sucht verur­sachen oder verschlimmern können. Hat man zu viel Stress oder wird auf der Arbeit gemobbt, kann das zu Druck führen, den man im schlimmsten Fall mit Drogen zu unter­drücken versucht. Ander­seits kann auch Unter­for­derung ein Grund für Drogen­miss­brauch sein. Deswegen ist es wichtig, dass Unter­nehmen und Kollegen bei Anzeichen nicht weggucken, sondern handeln und den Betroffen ansprechen und Hilfe anbieten. Oder wie die Stadt­werke Solingen es handhaben: Offen darüber zu sprechen und dem ganzen z. B. mit Seminaren zum Thema Sucht­prä­vention entgegenzuwirken.

Eure
Ann-Kathrin und Filip

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