Der Bergische Theaterwettbewerb 2018

„Heimat“? – Der Bergische Theater­wett­bewerb im Rahmen der 21. Walder Theatertage

Lucia Greco

Unser Autor:

Die Stadt­werke Solingen und die Walder Theatertage arbeiten schon seit über zehn Jahren eng zusammen, um das kultu­relle Engagement in Solingen zu fördern und weiter­zu­bringen. Einen Teil unseres Sponso­rings umfasst der Bergische Theater­wett­bewerb. Bereits zum 21. Mal fand Ende April der dreitägige Bergische Theater­wett­bewerb der Walder Theatertage im PZ der Friedrich-Albert-Lange-Gesamt­schule in Solingen statt.

Wenn ich Stich­worte „Theater“ oder „Walder Theatertage“ höre, dann muss ich sofort an meine Schulzeit zurück­denken: Von der 5. bis zur 13. Klasse besuchte ich die Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen Wald und jedes Jahr war unter anderem der Bergische Theater­wett­bewerb ein riesen Highlight für uns (und nicht nur, weil wir uns die Stücke ansehen durften, anstatt zum Unter­richt zu gehen!).

Von der Schülerin zum Jurymit­glied

Jedes Jahr aufs Neue traten zahlreiche Theater­gruppen an: Ob aus Solingen oder nächster Umgebung – der Teilneh­mer­an­drang war riesig und die Wettbe­werbstage voll mit inspi­rie­renden, lustigen und wunder­schönen Stücken, an denen wir Schüler immer begeistert teilnehmen durften. Nun – vier Jahre nach meiner Schul­laufbahn (Ja, die Zeit vergeht.) durfte ich aus einem anderen Blick­winkel an dem Wettbewerb teilnehmen – nämlich als Jurymit­glied.

Heimat als Auffüh­rungs­thema

Als ich gefragt worden bin, ob ich mit in der Jury sitzen will, war das natürlich aufregend. Vor ein paar Jahren noch als kleine Schülerin im Publikum und nun auf dem Jurysitz mit Bewer­tungs­mappe (zwar immer noch klein, aber ihr wisst was ich meine) – das war natürlich eine ganz besondere Heraus­for­derung, die ich mir aber nicht nehmen ließ. Deshalb sagte ich auch zu und nahm an dem letzten Wettbe­werbstag von dreien teil. Die Auffüh­rungen standen unter dem Thema „Heimat?“. Ich war richtig gespannt, wie die Gruppen das inter­pre­tieren und umsetzen. Schließlich gibt dieses Schlagwort einen großen Freiraum für kreative Entfaltung.

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Back to the Roots

Auf dem Schul­ge­lände angekommen fühlte ich mich, als wäre ich nie weg gewesen – alles sehr vertraut und heimisch (passend zum Thema). Die letzten Proben liefen und die Technik wurde auch noch einmal final gecheckt. Herr Wirtz und Frau Joseph, die beiden Haupt­or­ga­ni­sa­toren (beide sind jedes Jahr mit Leib und Seele dabei) begrüßten mich sehr herzlich. Auch ehemalige Lehrer traf ich, mit denen ich das ein oder andere Wort wechselte. Dann traf ich auf die anderen Jurymit­glieder: Die Jury bestand aus Theater­re­gis­seuren, Schau­spielern und Journa­listen die schon seit Jahren die Auffüh­rungen der Stücke bewer­teten und sich bestens auskannten. Ich habe mich sehr gefreut, mit dabei sein zu dürfen.

30 Schul- und Jugend­theater

An den drei Tagen haben insgesamt 30 Schul- und Jugend­thea­ter­gruppen teilge­nommen. Davon habe ich zehn Auffüh­rungen gesehen. Und ich muss sagen: Chapeau! Von den Klassikern, lustigem Kinder­theater, engli­schen Dramen bis hin zu selbst­in­sze­nierten Stücken – es war für jeden etwas dabei! Die Schüle­rinnen und Schüler aller Alters­klassen haben ganze Arbeit geleistet und waren mit Herzblut dabei. Auf der Bühne standen kleine Schau­spieler, die sich sichtlich wohl auf der Bühne fühlten und mit strah­lenden Augen das Publikum unter­halten wollten. Liebe Teilnehmer: das ist gelungen!

Meine erste Wahl?

Wenn man mich fragen würde, welches Stück mir am meisten gefallen hat, könnte ich mich gar nicht entscheiden. Zwischen William Goldings moderner Insze­nierung von „Herr der Fliegen“, über die klassische „Zauber­flöte“ bis hin zur lustigen Bewegungs­auf­führung „Ein Stück ist ein Stück ist ein Stück“ – jeder hat das Beste rausgeholt. Schneller als man gucken konnte ging es nach unter­hal­te­samen Theater­stunden (Für mich sechs, für die anderen ganze 21) in den etwas unange­neh­meren Teil für uns über: Die Auswahl der Gewinner, welche am 30. Juni feierlich auf der Theatergala im Theater- und Konzerthaus verkündet werden.

Stadt­werke Solingen-Sonder­preis für Origi­na­lität

Natürlich sind wir mit einem eigenen Preis dabei: Wir verleihen jedes Jahr beim Bergi­schen Theater­wett­bewerb den Sonder­preis für die origi­nellste Produktion in Solingen. Hier geht es darum, etwas so Neues und so Ungewöhn­liches zu erarbeiten, dass es wieder witzig ist und in den Köpfen der Zuschauer verweilt. Gar nicht mal so einfach. Aber eine Theater­gruppe hat es dieses Jahr geschafft. Wer das ist? Das verrate ich natürlich noch nicht. Wir haben lange disku­tiert und es ist uns sichtlich schwer gefallen, eine Entscheidung zu treffen. Schließlich hat jedes Stück seinen eigenen künst­le­ri­schen Stempel von den Schülern erhalten. Aber schließlich sind wir auf ein faires Ergebnis gekommen und sind gespannt auf die strah­lenden Gesichter bei der Sieger­ehrung.

Fotoga­lerie: „Der Bergische Theater­wett­bewerb 2018“

Der Bergische Theaterwettbewerb 2018
Der Bergische Theaterwettbewerb 2018
Der Bergische Theaterwettbewerb 2018
Der Bergische Theaterwettbewerb 2018

 

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