Mann vor Heizkörper

Heizkörper-Austausch – wann lohnt es sich?

Jakob Wieland

Unser Autor:

Es gibt gute Gründe, vorhandene Heizkörper gegen neue zu tauschen – so wie bei meinem Kumpel Felix. Woran du erkennen kannst, dass du deine alten Heizflächen ersetzen solltest und was dabei wirklich wichtig ist, habe ich für dich zusam­men­ge­fasst.

Ursachen­for­schung in der Nachbars­wohnung

Eigentlich wollten wir bei Felix Silvester feiern. Er rief mich jedoch an und erzählte mir, dass die Heizung bei ihm ausge­fallen wäre. Ich bin sofort hinge­fahren und hab mir die Heizung mit ihm angeschaut. Die gemeinsame Ursachen­for­schung in seiner Wohnung offen­barte schließlich mehrere verrostete Stellen an den Heizkörpern; an einer Stelle hatte sich sogar schon ein kleines Leck gebildet. Der Fall war klar: Die Heizkörper mussten dringend ausge­tauscht werden.

Heizungs­anlage und Heizkörper müssen zusam­men­passen

So klar, wie bei meinem Kumpel, ist die Lage aller­dings selten. Häufig resul­tiert ein Heizkör­per­aus­tausch aus einer neuen Heizungs­anlage oder anderen Sanie­rungs­maß­nahmen: Planst du zum Beispiel den Austausch deiner Heizungs­anlage, wirst du dich sicherlich für eine energie­spa­rende Variante entscheiden, die mit geringen Vorlauf­tem­pe­ra­turen auskommt. Das kann zum Beispiel eine moderne Gasbrenn­wert­heizung oder eine Wärme­pumpe sein. Ältere Heizkörper sind aber eher klein und benötigen daher hohe Vorlauf­tem­pe­ra­turen. Entweder betreibst du dann die Anlage mit ineffi­zient hohen Vorlauf­tem­pe­ra­turen oder die Heizkörper werden nicht richtig warm. Deshalb solltest du beim Austausch der Heizanlage in der Regel auch die Heizkörper austau­schen.

Überdi­men­sio­nierte Heizkörper austau­schen

Auch nach einer energe­ti­schen Haussa­nierung, bei der die Gebäu­de­hülle zum Beispiel durch neue Fenster oder eine Dämmung eine bessere Qualität erhalten hat, kann sich die Inves­tition in neue Heizkörper lohnen. Denn durch die Sanierung sinkt die sogenannte Heizlast, also die Energie, die eine Heizungs­anlage abgeben muss, um ein Gebäude angenehm warm zu halten. Nach der Sanierung sind alte Heizkörper deshalb oft überdi­men­sio­niert und können durch kleinere ersetzt werden. Wurden die Heizkör­per­ni­schen gedämmt, kann es ohnehin sein, dass die alten Heizkörper gar nicht mehr hinein­passen. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch die Optik eine wichtige Rolle: Moderne Heizkörper sehen eben einfach schicker aus als manche älteren Modelle.

Heizkörper-Austausch: Ein Fall für Profis

Du hast dich für einen Heizkörper-Austausch entschieden und fragst dich nach dem richtigen Zeitpunkt dafür? Natürlich spürst du den kurzen Heizungs-Ausfall, wie er für einen Heizkörper-Austausch nun einmal notwendig ist, am wenigsten im Sommer. Doch wenn du jetzt im Winter vorplanst, können die Arbeiten bereits in den ersten wärmeren Frühlings­tagen beginnen.

Ein Heizkörper-Austausch sollte ohnehin von einem erfah­renen Instal­lateur durch­ge­führt werden, um mögliche Probleme oder Schäden auszu­schließen. Außerdem kann dieser dich optimal bei der Auswahl der passenden Heizkörper beraten. Egal ob Platten-, Glieder-, Röhren- oder Design-Heizkörper: Beim Heizkörper-Kauf kommt es auf die Energie­ef­fi­zienz, aber auch auf die Größe, Wärme­über­tragung und auf das Design an.

Und was die Kosten betrifft: Wenn die neuen Heizkörper nötig werden, weil du eine neue Erdgas- oder Ölheizung in Betrieb genommen hast, kannst du dafür sogar bei der Kredit­an­stalt für Wieder­aufbau (KfW) einen finan­zi­ellen Zuschuss oder bei deiner Hausbank ein günstiges KfW-Darlehen beantragen.

Felix hat inzwi­schen übrigens mit dem Vermieter gesprochen. Das Leck wurde geflickt und er wird im Sommer neue Heizkörper bekommen. Wir haben Silvester dann kurzerhand bei mir gefeiert.

Euer Jakob

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