Martin Voss im Home Office

Homeoffice im Doppelpack und obendrein mit Tochter

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Mittler­weile bin ich fast fünf Wochen im Homeoffice. Die Kinder­krank­heiten der IT sind längst ausge­merzt, es hat sich eine gute Arbeits­at­mo­sphäre entwi­ckelt und meine Frau, meine Tochter und ich haben uns daran gewöhnt, immer zusammen zu sein.

Arbeiten mit gleich­zei­tiger Kinder­be­treuung

Während ich für die Stadt­werke arbeite, führt meine Frau als Lehrerin aktuell eine Art „Digital­un­ter­richt“ durch, was leider auch moderner klingt, als es in Wirklichkeit ist.

Durch den Umstand, dass ich aktuell nicht mehr von Düsseldorf nach Solingen pendele, spare ich natürlich eine Menge Zeit. Also nur Vorteile? Im Gegenzug merke ich aller­dings auch: Arbeiten und gleich­zeitig Tochter hüten (gerade zwei Jahre alt geworden) ist eigentlich ein Ding der Unmög­lichkeit. Zehn bis 15 Minuten konzen­triertes Arbeiten sind das Maximum, wenn meine Tochter eine gute Phase erwischt. Aber in der Regel kann man sich nicht darauf verlassen. Somit haben wir unseren Arbeitstag aufge­teilt: Ich arbeite von ca. 7.00 bis 16.00 Uhr, während meine Frau unsere Tochter betreut. Sobald ich fertig bin, tauschen wir die Rollen und meine Frau setzt sich an ihren PC, damit am nächsten Morgen jeder Schüler seine indivi­duell korri­gierten Aufgaben auf dem Tisch hat.

Volle Aufmerk­samkeit erwartet

In der ersten Woche, in der gleich­zeitig meine Homeoffice-Phase begann und die Kita geschlossen wurde, wunderte sich unsere Tochter schon etwas, einfach zuhause zu bleiben. Sie hat es aber nach kurzer Irritation mit Begeis­terung aufge­nommen: immerhin waren jetzt beide Eltern zuhause und das heißt ja nun einmal gaaaannnnnzz viel Aufmerk­samkeit! Dass jeweils immer nur einer von uns beiden für sie verfügbar war, hat sie dann weniger begeistert. Und auch jetzt noch, nach einigen Wochen, kommt sie gerne zwischen­durch gern mal ins Büro an meinen Schreib­tisch gestolpert, um zu „arbeiten“. Das heißt konkret, sie sitzt auf meinem Schoß, ich öffne Excel, sie kann ein wenig rumklicken und ich zeige ihr Farben und Formen und was Excel so alles kann. Bei dieser Frühför­derung sollte sie spätestens mit drei Jahren die Formeln alleine beherr­schen können 😉

Telefon­ge­spräche mit Kind

Falls sie dann gerade auf meinem Schoß sitzt und ich einen Anruf bekomme, verhält sie sich in der Regel ganz ruhig. Nur nach ein paar Minuten kommt ein aufmerk­sam­keits­er­hei­schendes „Papa, Papa“. Das ist dann der Moment, in dem sie das Zimmer wieder verlassen muss. Was sie meistens nicht so toll findet.

Übrigens, das habe ich noch gar nicht erwähnt, meine Tochter heißt Lotta. Sie fühlt sich in der Corona-Krise recht wohl in Ihrem Lotta-Leben. Irgendwie schön zu sehen, wie unbeschwert sie der Krisenzeit so viel Positives abgewinnt 🙂

Viele Grüße

Euer Martin

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