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Homeoffice Reloaded

Kerstin Griese

Unser Autor:

Der Lockdown zieht sich weiter ins neue Jahr hinein, somit bleiben auch die Stadt­werk­einnen und Stadt­werker – überall da wo es geht – im Homeoffice. Wir wollten wissen, ob sich gegenüber dem Frühjahr was verändert hat.

Was sagen die Kollegen?

Im Bereich Versorgung haben ca. 85% der Mitar­beiter die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten und nutzen dieses Angebot auch fast durch­gängig. Ähnlich sah es im Frühjahr aus. Damals haben wir bei Lucia, Marc, Julia und Martin schon einmal vorbei­ge­schaut, wie es ihnen im Homeoffice geht. Jetzt haben wir noch mal nachgefragt:

Lucia Greco

„Nun leben wir seit fast einem Jahr mit der Pandemie. Schon im März 2020 wurden wir erstmals ins Homeoffice geschickt. Seit Anfang November sind wir jetzt wieder im Homeoffice. Mittler­weile haben sich meine Katzen daran gewöhnt, dass ich ständig zu Hause bin. Zum Glück schlafen sie auch ein paar Stunden am Stück, sodass ich in Ruhe meine Arbeit erledigen kann. Aber natürlich kommt es auch ab und zu vor, dass die Katze während einer Video­kon­ferenz vor die Kamera will. ;D Die Kollegen freut es jedes Mal! Die Zusam­men­arbeit mit den Kollegen klappt reibungslos, die digitalen Prozesse hat mittler­weile so gut wie jeder verin­ner­licht und die Arbeit im Homeoffice ist inzwi­schen zur Norma­lität geworden. Ich bin gespannt, ob wir uns jemals wieder an den persön­lichen Kontakt, wie er vor Corona üblich war, gewöhnen können.“

Marc Nunkesser

„Ich hätte nie gedacht, dass mir mein täglicher Stau auf der A1/A46 fehlen könnte. Norma­ler­weise schaffe ich drei Hörbücher im Monat allein beim Autofahren. Jetzt keines. Das HomeOffice ist ja ganz nett, wenn man einen vollen Kühlschrank in der Nähe mag, aber ganz grausam, wenn man zeitgleich versucht, die operative IT aus dem Unter­nehmen heraus­zu­schälen und in das Saarland zu verlegen. Und der volle Kühlschrank schlägt sich auf der Waage gewaltig nieder. Auch in einer direkt verbun­denen Welt mit unfassbar schnellen Bits und Bytes vermag die direkte mensch­liche Beziehung noch immer Berge zu versetzen, die Mails, Calls, Tweets und Chats niemals auch nur anheben können. Ich selbst habe auch eine mögli­cher­weise verkürzte „Zündschnur“ – war ja auch Sylvester. Den ganzen Tag eine Frau, die IT-Professor ist und einen neunmal­klugen Dreijäh­rigen um sich zu haben ist manchmal sehr fordernd. Wenn dann der 25. gleich­zeitige Termin reinrauscht, dann passiert schon mal, dass ich das Weite suche. Wald um die Ecke. HomeOffice hat auch eine Natur-Seite. Auch bei den Kollegen merkt man blankere Nerven. Manch ein sonst beson­nener Kollege lässt sich so auch schnell mal zu einer unschönen Mail im großen Vertei­ler­kreis hinreißen. Das kenne ich so nicht. Das mag ich so nicht. Es irritiert mich immer wieder, auch wenn ich manche Verän­derung ja auch bei mir feststelle. Da hilft nur leider auch keine Impfung. Da braucht es Persön­lichkeit und persön­liche Momente. Dann klappts auch wieder mit allen Kollegen. In der IT wird es nicht langweilig. Wir treiben unser großes Outsourcing-Projekt voran, so das Teams, Telefon und Mailserver rauchen. Auch da droht hier und da sicher nochmal Ärger und Ungemach. Wir werden unser Bestes geben, aber 180 Server, 550 mobile Endgeräte, 600 PC´s (Laptops und Festrechner), WLAN, Netzwerk, Vor-Ort-Support und, und, und. Da braucht es so manchen Karton, um das zu packen und hier und da fällt auch mal etwas hin. Macht keiner mit Absicht. Ach ja. Noch eins. Einen aktiven Fall von Corona hatten wir in der IT. Dabei bleibt es auch. Denn die IT hat keine Lust (mehr) auf Viren, egal ob in DNA/RNA oder Bits&Bytes.“

Martin Voss

„Was ist anderes als im Frühjahr? Für mich ein großer Vorteil ist, dass wir in der Zwischenzeit in ein Haus umgezogen sind. Dort habe ich ein eigenes Arbeits­zimmer. Und meistens bin ich da sogar ungestört! Kein Vergleich zu unserer kleinen Wohnung damals. Da hatte ich mir in einem 15qm-Zimmer, welches gleich­zeitig das Schlaf­zimmer war, einen Schreib­tisch einge­richtet und öfter mal Besuch von meiner Tochter Lotta. Aber gelegentlich schleicht sie sich auch jetzt noch ein, um zu sehen, ob ich „schon wieder telefo­niere“. Vor kurzem sind wir bei den Stadt­werken von Skype auf Teams umgestiegen. Beide Programme laufen jetzt noch parallel. Das führt manchmal zu der Situation, dass man in Teams in einer Video­kon­ferenz steckt und gleich­zeitig per Telefon angeklingelt und per Skype angetextet wird. Dies wird mit der endgül­tigen Abschaltung von Skype dann hoffentlich auch besser! 😉 Teams wird inzwi­schen auch unter den Kollegen rege genutzt. Es ist insgesamt viel einfacher, per Teams zu telefo­nieren, als das Handy raus zu kramen. Ich bin schon gespannt, ob im Büro die normalen Telefone überhaupt noch benutzt werden.“

Julia Nachtigall

„Im zweiten Lockdown ist für mich vieles anders geworden, aber einiges ist auch gleich geblieben. Der Kontakt mit den Kolle­ginnen und Kollegen über Teams und E-Mail, das ist ja nichts Neues mehr und klappt weiterhin sehr gut. Von zuhause zu arbeiten ist für mich mittler­weile zum Normal­zu­stand geworden und die Besuche im Büro sind eine willkommene, aber seltene Abwechslung. Man merkt die Krise auch bei der eigenen Familie stark, meine Schwester ist nur noch zuhause im Online-Unter­richt und meine Mutter arbeitet hart als Alten­pfle­gerin mit Infek­ti­ons­risiko. Doch es gibt trotzdem etwas zu feiern: auch mit Online-Unter­richt, Lernen mit meinen Klassen­ka­me­raden über Teams und auch zahlreichen Unter­richts­aus­fällen, habe ich meine Abschluss­prüfung erfolg­reich abgelegt! Jetzt warte ich ganz gespannt auf den Beginn meines „richtigen“ Arbeits­leben, nun da ich kein Azubi mehr bin. Das alles hat (mal mehr mal weniger gut) im Lockdown geklappt und auch alles weitere wird sich finden, da bin ich mir sicher.“

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