Naturseife selbst gemacht

Natur­seife selbst gemacht: Gut für Gesundheit und Umwelt

Kerstin Griese

Unser Autor:

Hände­wa­schen ist das Gebot der Stunde. Was aber tun, wenn die Seife überall ausver­kauft wäre? Deshalb habe ich auspro­biert, wie man Seife aus natür­lichen Zutaten einfach selbst machen kann. Hier ist mein Lieblings-Rezept für die Herstellung einer Natur­seife.

Viren­killer Seife

Gründ­liches Hände­wa­schen mit Seife, mindestens 20 Sekunden lang, schützt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nachweislich vor der Anste­ckung mit dem Corona-Virus. Denn die fettlös­liche Hülle der Corona-Viren wird durch Seife aufgelöst und zerstört.

Für Leute wie mich, die nicht in Kranken­häusern, Arztpraxen oder Alten­heimen arbeiten und deshalb nicht permanent in direkten Kontakt zu gefähr­deten Personen oder schon infizierten Menschen kommen, ist ein regel­mä­ßiger Einsatz von Desin­fek­ti­ons­mitteln deshalb nicht nötig. Regel­mä­ßiges Hände­wa­schen mit Seife reicht völlig aus. Und Seife lässt sich aus wenigen Zutaten schnell selbst herstellen. So bin ich letzte Woche, als mein eigener Seifen­vorrat aufge­braucht war, ins Internet gegangen und habe nach passenden Seifen-Rezepten gesucht.

Ohne Mikro­plastik und Tierver­suche: Du selbst bestimmst, was drin ist

Selbst gemachte Natur­seife hat gleich mehrere Vorteile: Aller­gie­aus­lö­sende Duftstoffe, hormonell wirksame Substanzen, Mikro­plastik, Palm- und Erdöl – viele unserer alltäg­lichen, konven­tionell herge­stellten Pflege­pro­dukte enthalten Inhalts­stoffe, die den mensch­lichen Organismus und/oder die Umwelt schädigen können oder deren Gewinnung klima­schädlich ist. Dagegen enthält meine selbst gemachte Seife nur das, was ich selbst hineingebe. Wie ich festge­stellt habe, muss das gar nicht viel sein – ein paar wenige, ökolo­gisch und gesund­heitlich vollkommen unbedenk­liche Substanzen reichen, um daraus eine gute, haut- und umwelt­ver­träg­liche Seife herzu­stellen. Und das ganz ohne Tierver­suche.

Ein weiteres Plus: Die Inhalts­stoffe aus meinem Lieblings-Rezept für feste Seife bekommst du auch in jetzigen Krisen­zeiten in Super­märkten, Drogerien und Reform­häusern. (Übrigens ist die Seife keineswegs nur zum Hände­wa­schen, sondern auch zum Duschen und Haare waschen einsetzbar.)

Nach dem Gebrauch kann feste Seife in einer Seifen­schale oder in getrock­netem Zustand in einem kleinen Sisal­säckchen mit Aufhän­ge­schlaufe im Bad aufbe­wahrt werden. Es ist für wenig Geld unter anderem in Drogerien erhältlich. So punktet feste Seife auch in Sachen Verpa­ckung. Zum Mitnehmen für unterwegs eignen sich recycelbare Weißblech-Seifen­dosen.

Rezept für Natur­seife

Mein Lieblings­rezept für natür­liche Honigseife:

Zutaten

  • 1 Stück Kernseife (bekommst du in der Regel auch jetzt noch in den meisten Drogerien)
  • 1 EL Bienen­honig
  • 1 EL Mandelöl

Zubereitung

  1. Raspelt die Kernseife mit der Küchen­reibe zu Seifen­flocken und schmelzt sie dann langsam bei niedriger Hitze im Wasserbad. Rührt die Seife dabei immer wieder um und gebt ab und zu etwas heißes Wasser hinzu, damit die Masse nicht zu fest wird.
  2. Gebt nun den Honig und das Mandelöl in die geschmolzene Masse. Rührt alles gut um, bis sich alle Zutaten vermischt haben.
  3. Füllt die flüssige Honigseife in verschiedene Silikon-Förmchen (Ich habe die vom Backen genommen, daraus lässt sich die Seife später am besten entnehmen) und lasst sie aushärten. Fertig!

Viel Spaß beim Sieden euer Natur­seife und bleibt gesund!

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