Reisen mit dem Elektroauto müssen geplant werden

Lisa Nohl

Unser Autor:

Nach dem eigent­lichen Sommer­urlaub war unsere Testfa­milie aus Aufderhöhe noch eine Woche in Ratzeburg unterwegs – natürlich mit Ihrem Elektroauto INONIQ. Das Fazit fällt weitest­gehend positiv aus, denn „die Langstrecken waren dank guter Infra­struktur entlang den Autobahnen ziemlich entspannt zu fahren“, resümiert Famili­en­vater Ulrich Waasem. „Aller­dings sollte man bei einem Urlaub mit einem reinen E-Auto nichts dem Zufall überlassen – Lademög­lich­keiten und die notwendige Anzahl der Ladestopps müssen recht­zeitig vorher geplant werden.“

Manchmal muss man impro­vi­sieren

Unsere Familie hatte im Vorfeld ihre Hausauf­gaben gemacht und sich vor dem Reise­an­tritt online genau über die vorhan­denen Ladesta­tionen entlang ihrer Reise­route infor­miert. Bei vielen Ladevor­gängen konnten sie auch ganz unkom­pli­ziert mit der Klingen-TankE-App (demnächst TankE-Netzwerk-App) abrechnen.

Aber Vorsicht: „Natürlich muss man beim Laden auch mal mit Überra­schungen rechnen“, sagt Herr Waasem. Die wenige Meter vom Hotel in Ratzeburg entfernte Ladesäule auf dem Rathaus­vor­platz war zum Beispiel eines Morgens aufgrund eines aktuellen lokalen Events nicht mehr zugänglich.

Ein weiteres Problem sind die unberechtigt auf E-Auto-Parkplätzen stehenden Fahrzeuge mit Verbren­nungs­motor, welche die Ladesäulen bzw. die Parkflächen entspre­chend blockieren. Und das ist leider keine Seltenheit, die Elektro­mo­bi­lität muss vor allem beim Kampf um den besten Parkplatz oft hinten anstehen.

Wenn sich alle an die Regeln halten, ist entspanntes Parken und Laden aber gut möglich, betont Ulrich Waasem: „Die nur für E-Autos vorge­se­henen Park- und Ladeflächen sind meistens in den besten Innen­stadt- oder Einkaufs­lagen und sehr praktisch, sofern sie denn nutzbar sind“.

Kofferraum überzeugt

Bei einer Reise kommt es natürlich immer auch auf die Größe des Koffer­raums an, vor allem bei einer fünfköp­figen Familie wie den Waasems. Aber der IONIQ weiß zu überzeugen: „Klar mussten wir uns zu fünft gepäck­tech­nisch etwas einschränken, aber es passt schon eine Menge rein in den Wagen“, freut sich Papa Waasem. Auch dem Rest der Familie hat der Urlaub im Elektroauto Spaß gemacht.

Zeitin­tensive Ladestopps

Nur eins nervt die Testfa­milie: Die häufi­geren und durchaus zeitin­ten­si­veren Ladestopps auf längeren Strecken, die man mit einem reinen Elektroauto eben einplanen muss. Das geht mit einem klassi­schen Verbrenner derzeit noch etwas entspannter. Trotzdem: „Zum Glück ist die Infra­struktur an den Autobahnen sehr gut und es gibt überall Schnell­la­de­sta­tionen, an denen der Hyundai zumindest in rund 40 Minuten wieder voll geladen ist.“. Und die Zeit kann man dann ja nutzen, um aufs Klo zu gehen, in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder gemütlich zu frühstücken. Hat auch was oder?

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