Happy Man

Richtig Heizen – Nacht­ab­senkung kann Heizkosten sparen

Tim Krause

Unser Autor:

„Männer machen keine halben Sachen!“ Davon ist mein guter Schul­freund Paul überzeugt. Voller Zuver­sicht beschließt er deshalb nach dem ersten Kälte­ein­bruch dieses Winters die Heizkosten zu verringern. Seine Heizungs-Bedie­nungs­an­leitung empfiehlt unter anderem eine Nacht­ab­schaltung, wenn sein Haus das zulässt. Ob die nächt­liche Absenkung der Raumtem­pe­ratur um etwa 5° bis 8° Grad Celsius tatsächlich einen Kosten­vorteil für ihn bringt, ist deshalb nicht von Pauls männlicher Entschluss­kraft abzuleiten, sondern von der Bauart seines Hauses und der Dauer der Tempe­ra­tur­ab­senkung.

Je schlechter die Isolierung desto effizi­enter die Nacht­ab­senkung

Senkst du die Heizungs­tem­pe­ratur in einem schlecht isolierten Haus für mehrere Stunden ab, erreichst du damit insbe­sondere nachts einen spürbar gerin­geren Heizener­gie­ver­brauch. Denn ohne gute Isolierung fließt die Wärme schnell zur kühlen Gebäude-Außen­seite ab und geht an die kalte Umwelt verloren. Fällt die Raumtem­pe­ratur von 20°C auf 17°C, ergibt sich eine Heizenergie-Einsparung von rund fünf bis zehn Prozent gegenüber einer durch­gän­gigen Beheizung. Das gilt selbst dann noch, wenn die Energie einbe­rechnet wird, die am Morgen zum Aufheizen des Hauses benötigt wird. Wichtig ist aber ein gutes Timing, damit das Haus auch immer dann warm ist, wenn du es benötigst.

Wenig Sparpo­tenzial im gut gedämmten Neubau

Je weniger massiv das Gebäude errichtet wurde und je besser die Wärme durch die Wände nach außen gelangt, desto mehr lassen sich Heizkosten durch eine Nacht­ab­senkung verringern. Die Kehrseite der Medaille: Wer einen Neubau mit einer massiven Bauweise und moderner, optimierter Heizungs­technik besitzt, kann mit einer Nacht­ab­schaltung wenig Energie sparen. Besser geeignet sind in diesem Fall die schon seit einigen Jahren erhält­lichen intel­li­genten Heizungs­steue­rungen. Sie testen und lernen selbst­ständig, wie sich der Gebäu­de­körper in Bezug auf eine Absenkung der Tempe­ratur verhält, speichern diese Werte und sorgen so für eine ideale Heizungs­re­gelung.

Schimmel-Alarm bei zu starker Raum-Auskühlung

Möchtest du mit einer Nacht­ab­schaltung Heizenergie effizient nutzen, solltest du die Raumtem­pe­ratur im Winter nicht zu stark absenken. Wird es im Zimmer zu kalt, konden­siert die Luftfeuch­tigkeit der kühlen Raumluft und schlägt sich als Feuch­tigkeit am Mauerwerk nieder. Die Folge: Schim­mel­bildung. Und Pilze mag Paul nur auf dem Jäger­schnitzel!

„Problem­zonen“ im Haus? Thermo­grafie-Angebot nutzen

Wer unser Gebäu­de­ther­mo­grafie-Angebot nutzt, bekommt schnell und günstig einen Überblick, wo an seinem Gebäude sogenannte Wärme­brücken vorhanden sind. Wärme­brücken können unange­nehme Folgen haben, denn an den betrof­fenen Bauteilen ergeben sich niedrigere Tempe­ra­turen als im restlichen Raum. Das führt zu einem höheren Energie­ver­brauch, verur­sacht Probleme mit Feuch­tigkeit in und an den Bauteilen und kann schließlich zu Schim­mel­bildung führen. Thermo­gra­fische Kameras nutzen Infra­rot­technik und machen auf diese Weise vorhandene Wärme­brücken an Hausfas­saden sichtbar.

Auch Paul weiß jetzt Bescheid. Seit unserer thermo­gra­fi­schen Unter­su­chung kennt er die „Problem­zonen“ seines Hauses ganz genau und spart jetzt dank der Nacht­ab­senkung Heizkosten. Schließlich machen Männer keine halben Sachen …

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