Installation von Solar-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern in Solingen

Solar-Anlagen auf Mehrfa­mi­li­en­häusern

Stefan Stüllein

Unser Autor:

Beamten-Bauverein ermög­licht umwelt­be­wusstes Wohnen an der Nibelungenstraße/Guntherstraße

Solingen wächst: 2017 waren es 162.450 Einwohner. Neu-Solinger kommen vor allem aus teuren Nachbar­städten. Für die vergleichs­weise günstigen Wohnungen sorgen die Wohnungs­bau­ge­nos­sen­schaften, z. B. der Beamten-Wohnungs­bau­verein Solingen eG.

Umwelt­freund­liche Strom­erzeugung als maßgeb­licher Teil einer nachhal­tigen Sanierung

Das rund 800 Wohnungen umfas­sende Angebot der Genos­sen­schaft ist für Zuzügler genauso wie für Solinger inter­essant. Die Geschäfts­führung des Vereins, dessen rund 1.300 Mitglieder übrigens schon lange nicht mehr nur Beamte sind, sondern aus allen Berufs­gruppen stammen, legt großen Wert auf ein quali­tativ gutes und auch ökolo­gisch-nachhal­tiges Wohnen. So wurde erst vor wenigen Jahren die Siedlung Nibelungenstraße/Guntherstraße einer General­sa­nierung unter­zogen. Im Verlauf der Sanierung wurden unter anderem vier Photo­vol­ta­ik­an­lagen (kurz: PV-Anlagen) zur Strom­erzeugung auf dem Dach der Wohnblöcke und eine Luft-Wärme-Pumpe zur kosten­güns­tigen Versorgung der Wohnungen mit Wärme instal­liert. Wir von den Stadt­werken Solingen sorgen außerdem dafür, dass aus dem Leitungsnetz der Siedlungs­häuser nur Strom aus regene­ra­tiven Energien kommt.

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Qualität setzt sich durch

„Qualität setzt sich immer durch“, fasst Karin Spiewak-Berg, die Vorstands­vor­sit­zende und Geschäfts­füh­rerin der Genos­sen­schaft, ihre Motive für die aufwändige Sanierung der Siedlung Nibelungenstraße/Guntherstraße zusammen. „Wir möchten gute Mieter langfristig binden und für neue Mieter attraktiv sein, deshalb kam für uns keine Standard-Sanierung infrage“, erklärt Karin Spiewak-Berg.

Wohnbe­dürf­nisse im 21. Jahrhundert

Die vier Wohnblöcke der Siedlung mit einer Gesamt­wohn­fläche von 4.800 m² wurden 1951 erbaut. Energie­kosten spielten zur damaligen Zeit kaum eine Rolle, es ging schlichtweg darum, ein Dach über dem Kopf zu haben. Heute ist der Bedarf ganz anders. Daher entschieden Vorstand und Aufsichtsrat des Beamten-Wohnungs­bau­vereins, die betrof­fenen Wohnblöcke durch eine energe­tische Sanierung auf Kfw-Effizi­enhaus 100-Standard zu bringen und zusätzlich 1.800 m² neuen, hochwer­tigen Wohnraum sowie neue Stell­flächen zu schaffen.

Solar-Anlagen betreiben Wärme-Pumpen

Die Solar­module der vier PV-Anlagen auf den Dächern der Häuser Gunther­straße 12-44 erbringen heute insgesamt eine Leistung von rund 34,75 Kilowatt Peak, die für den Betrieb der Luft-Wasser-Wärme­pumpen bzw. Sole-Wasser-Wärme­pumpen genutzt werden. Erzeugter Solar­strom, den die Wärme­pumpen nicht für ihren Betrieb verbrauchen, wird ins öffent­liche Netz einge­speist und von den Stadt­werken entspre­chend vergütet. An Tagen, an denen der Solar­strom­pro­duktion nicht ausreicht, um die Wärme­pumpen mit Betriebs­strom zu versorgen, beliefern die Stadt­werke die Siedlungs­ge­bäude zusätzlich mit Strom aus 100% regene­ra­tiven Energien. Damit werden die Häuser vollständig CO2-neutral betrieben. „Das Wenige, das wir zur Verhin­derung des Klima­wandels beitragen können, wollen wir auch tun“, betont Geschäfts­füh­rerin Karin Spiewak-Berg. „Im Rahmen der Neuge­staltung der Grünflächen haben wir außerdem Obstbäume gepflanzt, damit besonders die Kinder der Mieter noch etwas Natur zum Anfassen und Essen haben.“

Strom aus regene­ra­tiven Energien begeistert die Mieter

Das Engagement ihrer Genos­sen­schaft hat auch die Mieter der Mehrfa­mi­li­en­häuser an der Nibelungenstraße/Guntherstraße von Anfang an positiv gestimmt: „Obwohl wir im Bestand saniert haben, die Mieter also während der umfang­reichen Sanie­rungs­ar­beiten weiter in ihren Wohnungen gewohnt haben, waren alle besonders von der Idee mit dem Ökostrom begeistert“, erzählt Karin Spiewak-Berg. „Die Mieter haben den Handwerkern sogar geholfen, sie mittags mit Kaffee versorgt – es war ein sehr schönes Mitein­ander.“ Auf eine Feststellung legt sie ganz beson­deren Wert: „Die Finan­zierung der Sanierung wurde durch die Schaffung von neuem Wohnraum maßgeblich unter­stützt. Die Mieter mussten nach der Sanierung nicht mehr Miete zahlen als vorher, denn wir wollen im Sinne einer Genos­sen­schaft auch in Zukunft attrak­tiven, aber dennoch bezahl­baren Wohnraum anbieten.“

Solar-Anlage auf Mehrfamilienhaus in Solingen (Guntherstraße)

Für mich ist das ein gelun­genes Beispiel dafür, wie auch Solar-Anlagen auf Mehrfa­mi­li­en­häusern sinnvoll einge­setzt werden können. Wenn du deinen Strom auch selbst produ­zieren möchtest, schau dir doch mal unser Rundum-Sorglos-Paket Hausge­macht an.

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