Solingen Gräfrath

Ein Tag in Solingen Gräfrath

Steffen Wintgen

Unser Autor:

Der Stadtteil Solingen Gräfrath ist einen Ausflug wert. Hier wird für Groß und Klein einiges geboten. Ob ein Cafébesuch am histo­ri­schem Markplatz, Tieren in der Fauna oder ein Besuch in einem der Museen: Jeder kommt hier auf seine Kosten.

Die Geschichte von Solingen Gräfrath

Der Stadtteil Gräfrath ist mit seinen ca. 19.000 Einwohnern der kleinste Stadt­bezirk Solingens. Im Norden gelegen, durch die Itter und die Wupper begrenzt, liegt es neben Haan und Wuppertal. Nahe dem schönen Lichtturm ist in Gräfraht mit 276 NHN der höchste Punkt Solingens.

Die erste bekannte urkund­liche Erwähnung von Gräfrath stammt aus dem Jahre 1135. Dort wurde Gräfrath noch als „villa Greveroide“ betitelt. Das bekannte Kloster wurde am 31. Juli 1187 gegründet und acht Jahre später wurde dort die erste Stifts­kirche gebaut. 1402 erhob Herzog Wilhelm I von Jülich-Berg den Ort zur Freiheit, der davor im Besitz der Grafen von Berg lag.

Reich­tümer erlangte der Ort vor allem durch das Handwerk (Härterei, Schmiede, Schlei­ferei und Schwert­fe­gerei). Die Handwerker hatten durch die Lage an den zahlreichen Bächen eine Grundlage für ihre Schlei­fer­kotten und Mühlen. Auch ein Sägewerk, das bis zum 20. Jahrhundert stand, fand seine Heimat am Eschbach.

Im 17. Jahrhundert erlitt der Ort derbe Rückschläge, durch Krieg, Plünde­reien und eine Pestepi­demie (1655 – 1666). Besonders schwer traf den Ort ein Brand am 27. Dezember 1686, welcher nur 26 Häuser unbeschädigt ließ und 400 von 500 Bewohnern obdachlos hat werden lassen. Weitere Brand­ka­ta­strophen geschahen im Jahre 1698 und 1717. Durch den Neuaufbau erhielt der Ort das bis heute prägende Stadtbild des 18. Jahrhun­derts. Die ersten Stadt­rechte erhielt Gräfrath am 15. Mai 1856. Durch die Indus­tria­li­sierung in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhun­derts erfuhr die Stadt einen enormen Aufschwung. Im Jahr 1929 wurden Gräfrath, Wald, Höhscheid und Ohligs in die Stadt Solingen einge­meindet.

Histo­ri­scher Ortskern

Der histo­rische Ortskern liegt in einer Talsohle zwischen der Roßkamper Höhe und dem Gräfrather Parkfriedhof. Durch seine mittel­al­ter­liche Grund­struktur und seine vielen Fachwerk­häuser im bergi­schem Stil ist der Ortskern ideal für einen entspannten Ausflug mit der Familie. Im kultu­rellen Zentrum steht der zentrale Markt­platz am Fuße des Kloster­berges mit der Pfarr­kirche. Hier laden zahlreiche Cafés und Restau­rants zu einem Besuch ein. Bei einer entspannten Mahlzeit, einem Kaffee oder Eis kann man dem 1952 nachge­bauten Brunnen lauschen und das histo­rische Umfeld auf sich wirken lassen. Durch seine ca. 90 Baudenk­mälern rund um den Markt­platz zählt der Ort zu den 59 ausge­wählten Ortskernen NRWs.

Und sonst …

Im Tierpark Fauna lassen sich ca. 500 Tiere aus 116 verschie­denen Arten bestaunen, teilweise füttern und hautnah erleben.

Tierpark Fauna

Weiterhin lassen sich – besonders mit Kindern – die Museen in Gräfrath erkunden: u. a. das Deutsche Klingen­museum, das Gräfrath Museum und das Kunst­museum.

Gräfrather Museum
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