Mehrfachsteckdosenleisten

Strom­ver­brauch messen und vergleichen: So geht´s

Tim Krause

Unser Autor:

„Männer verfahren sich nicht. Sie kreisen ihr Ziel ein!“, dachte ich letzten Sonntag. Schon seit letztem Herbst hatte ich vor, endlich meinen Strom­ver­brauch zu überprüfen. Draußen war es schon ab 16.00 Uhr dunkel, alle Zimmer meines Hauses waren erleuchtet und gefühlte dreißig Elektro­geräte verrich­teten brav ihren Dienst. Was das wohl alles kostet? Ich holte meine Strom­rechnung vom letzten Jahr aus dem Akten­schrank und machte mich daran, mein Ziel nicht nur einzu­kreisen, sondern ganz genau zu erfassen.

Strom­ver­brauch überprüfen und vergleichen

Wenn du Strom sparen willst, solltest du zunächst einmal wissen, wieviel Strom der eigene Haushalt verbraucht. Alle Infor­ma­tionen dazu findest du in deiner Jahres­ab­rechnung. (Du benötigst Hilfe zum Verständnis deiner Strom­rech­nungen? Hier findest Du eine detail­lierte Rechnungs­er­läu­terung.) Mit dem Rechnungs-Check allein ist es aber nicht getan, denn die reinen Verbrauchs­zahlen sagen nichts darüber aus, ob du – gemessen an vergleich­baren Haushalten – viel oder wenig verbrauchst. Zum Vergleich hat die Verbrau­cher­zen­trale den „Strom­spiegel für Deutschland 2017“ (PDF) veröf­fent­licht. Hier kannst du deinen jährlichen Strom­ver­brauch mit bundes­weiten Werten – aufge­schlüsselt nach Gebäu­detyp, Art der Warmwas­ser­be­reitung und Haushalts­größe – vergleichen.

Heimliche Strom­fresser: Strom­ver­brauchs­mess­geräte helfen bei der Suche

Als ich meine Verbräuche mit der Tabelle aus dem Strom­spiegel verglichen habe, hat sich mein Verdacht bestätigt: Mein Strom­ver­brauch liegt deutlich über dem Mittelwert! Um meine heimlichen Strom­fresser nicht nur einzu­kreisen sondern konkret zu finden, habe ich ein Strom­ver­brauchs­mess­gerät genutzt. Unsere Kunden können das übrigens kostenlos bei den Stadt­werken Solingen ausleihen. So ein Strom­ver­brauchs­mess­gerät wird einfach zwischen ein Elektro­gerät und die Steckdose geschaltet und gibt Auskunft über die Leistungs­auf­nahme (Watt) und den Strom­ver­brauch (kWh) des Geräts. Alle Elektro-Geräte mit 230 V Wechsel­stro­m­an­schluss können so getestet werden. Bei mir war der zehn Jahre alte Kühlschrank der Übeltäter: Er verbraucht fast die doppelte Menge, die ein modernes Gerät benötigt. Das weiß ich so genau, weil ich den Online-KühlCheck der Stadt­werke genutzt habe. Nach einem Klick auf „Altge­rä­te­Check“ erhielt ich nach der Eingabe des Herstellers, Baujahrs und der Typen­be­zeichnung meines alten Kühlschranks einen konkreten Vergleich, wieviel Kilowatt­stunden (kWh) und CO2-Emissionen ich pro Jahr mit einem neuen, vergleich­baren Gerät mit der besten Energie­ef­fi­zi­enz­klasse A+++ sparen kann. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und bin gleich zum Fachhändler meines Vertrauens gefahren.

Der KühlCheck ermög­licht aber auch, den Strom­ver­brauch, die CO2-Emissionen und die sogenannten Vollkosten (errechnen sich aus der Summe der Anschaf­fungs- und Strom­kosten) eines ganz bestimmten Neugeräts mit denen ähnlicher Neugeräte zu vergleichen. Hast du kein altes Gerät wie ich, möchtest aber einen möglichst sparsamen neuen Kühlschrank anschaffen, dann wähle den Menüpunkt „Neuge­rä­te­Check“ aus.

Willst du auch in Zukunft weniger Strom verbrauchen? Dann findest du im Internet unter „Energie­be­ratung“ viele Tipps und nützliche Ratschläge sowie Ansprech­partner. Ganz nach meinem Motto: Ziel erfasst, Treffer, versenkt!

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