Sengbachtasperre Luftaufnahme

Sauberes Talsperren-Wasser ohne Arznei­mittel-Rückstände wie Gadolinium

Michael Esser

Unser Autor:

Das sind mal richtig gute Nachrichten: Solinger Trink­wasser, das aus der Sengbach-Talsperre gewonnen wird, ist nach unseren aktuellen Unter­su­chungen frei von medizi­nisch genutztem Gadolinium und damit auch von anderen proble­ma­ti­schen Rückständen.

Gadolinium: Bestandteil von Kontrast­mitteln für MRT-Aufnahmen

Solingen entwi­ckelt sich gegen den Trend, und in diesem Fall freue ich mich darüber: Obwohl seit Jahren bundesweit häufig Arznei­mit­tel­rück­stände im Trink­wasser gefunden werden, ist das in unserer Klingen­stadt nicht der Fall. Denn neuesten Unter­su­chungen zufolge, die in unserem Trink­was­ser­labor in den vergan­genen Tagen durch­ge­führt wurden, sind in den Zuflüssen zur Sengbach-Talsperre kein Gadolinium sowie andere proble­ma­tische (Arzneimittel-)Rückstände mensch­lichen Ursprungs enthalten. Das bestätigt zum wieder­holten Mal die gute Trink­was­ser­qua­lität in unserer Stadt.

Schon im Jahr 2014 hatte die Zeitschrift „Ökotest“ das Trink­wasser aus 69 deutschen Städten auf Gadolinium unter­suchen lassen und dabei für Solingen glück­li­cher­weise keinen Nachweis von Gadolinium erbracht. Gadolinium zählt zu den Seltenen Erden und kommt in der Natur chemisch gebunden in bestimmten Mineralien vor. Außerdem wird Gadolinium zu medizi­ni­schen Zwecken in Form eines wasser­lös­lichen Komplexes als Kontrast­mittel bei radio­lo­gi­schen Unter­su­chungen verwendet. Vielleicht hast auch du dich – wie jährlich Tausende Bundes­bür­ge­rinnen und -bürger – schon einmal einer Magnet­re­so­nanz­to­mo­grafie-Unter­su­chung (MRT) unter­zogen? Bei diesem bildge­benden Verfahren kommen häufig Gadolinium-basierte Kontrast­mittel zum Einsatz, weil so unter­schied­liches Gewebe im MRT-Bild sichtbar gemacht werden kann.

Solingen: Kein Gadolinium oder sonstige Arznei­mittel-Rückstände im Trink­wasser

Hat das Kontrast­mittel – und damit auch das Gadolinium – nach der Unter­su­chung seine „Arbeit“ in deinem Körper erledigt, verschwindet es aller­dings nicht einfach, sondern wird über den Urin ausge­schieden und kann so ins Abwasser gelangen. Da Gadolinium-basierte Kontrast­mittel so konzi­piert sind, dass sie den mensch­lichen Körper lediglich „durch­laufen“ und schnell wieder ausge­schieden werden, können sie aufgrund dieser Eigen­schaften nicht in Klärwerken oder in der Uferfil­trat­schicht von Flüssen abgebaut werden. So fließen sie mit dem gerei­nigten Abwasser ungebremst in Flüsse und Seen, aus denen häufig Trink­wasser gewonnen wird.

Doch wir Solin­ge­rinnen und Solinger können ganz entspannt bleiben: Erfreu­li­cher­weise gibt es an den Zuflüssen zur Sengbach-Talsperre keine Abwas­ser­ein­flüsse. Deshalb konnte und kann im Solinger Trink­wasser auch kein Gadolinium nachge­wiesen werden. Und nicht nur das: Das Fehlen von Gadolinium zeigt auch, dass unser Trink­wasser nicht von sonstigen Arznei­mit­tel­rück­ständen belastet ist. Denn durch Abwas­ser­ein­flüsse können neben Gadolinium auch andere Arznei­stoffe in Wasser­re­ser­voire gelangen, die durch mensch­liche Körper­ausschei­dungen oder durch unsach­ge­mäßes Entsorgen medizi­ni­scher Abfälle in der Toilette ins Abwasser gelangt sind.

Fazit: In solchem Trink­wasser, in dem sich aufgrund nicht vorhan­dener Abwas­ser­ein­flüsse keine menschlich verur­sachten Gadolinium-Rückstände befinden, sind auch keine sonstigen Human­pharmaka vorhanden.

Gewässer schützen und abgelaufene Arznei­mittel umwelt­ge­recht entsorgen

Damit unser Solinger Trink­wasser immer sauber bleibt, entnehmen und analy­sieren wir in unserem akkre­di­tierten und vom Land NRW bestellten Trink­was­ser­labor unter anderem regel­mäßig Proben aus den Bächen, die zur Sengbach­t­al­sperre fließen, der Sengbach-Talsperre und aus verschie­denen Wasser­auf­be­rei­tungs­stufen im Wasserwerk. Dazu gehören auch regel­mäßige Kontroll­un­ter­su­chungen im Hinblick auf mögli­cher­weise vorhan­denes Gadolinium.

Wenn du dazu beitragen willst, dass unser Trink­wasser seine ausge­zeichnete Trink­was­ser­qua­lität frei von proble­ma­ti­schen (Arzneimittel-)Rückständen behält, solltest du Tabletten, Kapseln, Säfte, Salben oder Tropfen, die du nicht mehr benötigst oder die abgelaufen sind, niemals in die Toilette oder in den Ausguss schütten. Gib sie einfach bei der Schad­stoff­sam­mel­stelle auf dem Gelände des Müllheiz­kraft­werks, Sandstraße 16a, ab. Dort werden sie sicher und umwelt­schonend entsorgt. Die Umver­pa­ckungen aus Pappe oder Karton gehören aller­dings in die Altpapier-Sammlung, Kunst­stoff- oder Metall­ver­pa­ckungen in die Wertstoff-Tonne oder den Gelben Sack.

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