Goupil G4

Wir testen den Goupil G4

Christian Olbrisch

Unser Autor:

Wir fahren mit 45 km/h über unser Freilager. Der Wagen schüttelt meine Kollegin Kerstin und mich ordentlich durch. Wir sitzen im Elektro­trans­porter Goupil G4. Das kompakte Nutzfahrzeug ist ein Franzose und vielleicht die künftige Berei­cherung für unseren Fuhrpark.

Spurbreite: 1,021 Meter

2013 verschmolzen die Marken bzw. Hersteller MEGA/AIXAM und Goupil in den Polaris-Konzern. Dieser stellt die Goupil Nutzfahr­zeuge – neben dem G4 gibt es noch den kleineren G1 und den größeren G5 – her. Dabei ist der G4 eine Verschmelzung aus dem Fahrwerk des Goupil und der Kabine des MEGA/E-Worker.

Das Ergebnis ist ein durchaus sympa­thi­sches kleines Fahrzeug mit riesigen Augen und extrem kleiner Spurweite (etwas über ein Meter). Es kann mit unter­schied­lichen Aufbauten bestückt werden und fährt maximal 50 km/h. Für den Verkehr auf dem Werks­ge­lände kann der Wagen per Knopf­druck auf maximal 20 km/h gedrosselt werden.

Wir fahren die Variante mit der offenen Ladefläche und werden ordentlich durch­ge­schüttelt. Das soll laut Aussage von Jan Arlitt, von der Wolfgang Printz GmbH, die als Händler den Kunden­kontakt steuern, mit Beladung aller­dings besser sein. Er verweist auch darauf, dass normale Auto-Stoßdämpfer im Goupil verbaut seien.

In der Kabine ist es eher überschaubar und kuschelig – das gesamte Auto ist nur 1,30 Meter breit. Mit meinen 1,96 Metern muss ich mich doch ziemlich in die Sitze falten.

Zuladung bis zu 1.200 kg

Die Reich­weite des Goupil liegt je nach Batterie (Traktions-Batte­rie­packs mit 8,6/11,5/15,4 KWH sowie Lithium-Batte­rie­packs mit 7,2 oder 12 KWH Leistung) und Außen­tem­pe­ratur zwischen 40 und 100 km. Ausrei­chend für den üblichen Einsatzort des Nutzfahr­zeuges: viele sind auf Fried­höfen, auf dem Werks­ge­lände oder für Liefer­dienste unterwegs.

Um die Batterie zu schonen, erwärmt bei Außen­tem­pe­ra­turen von unter 5°C eine einge­baute Heizung den Akku. Dieser kann auch per Haushalts­steckdose geladen werden. Dazu wird dem Wagen ein entspre­chender Adapter beigelegt.

Ladekabel vom Goupil G4

Trotz seiner überschau­baren Größe (Länge: 3,582 Meter) können beim Goupil G4 bis zu 1.200 kg zugeladen werden. Der Goupil beschleunigt E-Motor typisch. Beim Bremsen muss man aller­dings ordentlich Kraft aufwenden. Auch die Lenkung ist für Pkw-Fahrer eher unüblich: Das Steuer fühlt sich an wie im LKW und muss mit großen Bewegungen bedient werden.

Video zur Testfahrt

Hier das Video zu unserer Testfahrt mit dem Goupil G4:

Testfahrt vom Elektro­trans­porter Goupil G4

Fazit zum Goupil G4

Und nehmen wir den Goupil G4 jetzt in unseren Fuhrpark auf? Leider nicht: Für den Goupil gibt es nämlich keinen Airbag und damit ist er für uns nicht einsetzbar. Außerdem sprachen die schlechten Sitzbe­din­gungen und die schlechte Federung gegen den Einsatz. Die Suche nach geeig­neten E-Nutzfahr­zeugen geht also weiter.

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