Wallbox der Stadtwerke Solingen

Wachsendes Interesse an Wallboxen

Unser Autor:

Bei eurer Nachbarin hängt seit neustem so ein rundes Ding mit Kabel und Stecker am Carport und ihr wisst nicht, was das ist? Immer mehr Eigen­heim­be­sitzer lassen Wallboxen instal­lieren – auch Menschen, die (noch) kein E-Auto fahren.

Fear of missing out?

Ob beim Grillfest, beim Essen­gehen mit Freunden oder beim Sport: Immer öfter werde ich von Freunden oder Bekannten gefragt, ob sie sich nicht eine Wallbox instal­lieren lassen sollten. Inter­essant ist, dass ich auch von Personen gefragt werde, die selbst gar kein E-Auto fahren. Hinter­grund ist die Sorge, dass unsere Kolle­ginnen und Kollegen bei den Netzen Solingen mit dem Ausbau des Strom­netzes nicht recht­zeitig hinter­her­kommen. Das würde bedeuten, dass ihr beim Erwerb eines E-Autos unter Umständen erstmal ohne Wallbox dastehen würdet. Viele Freunde und Bekannte wollen deshalb schon heute vorsorgen. Zudem kann man derzeit vom Fördertopf der KfW profi­tieren und 900 Euro Förderung pro Ladepunkt erhalten. Aber der Reihe nach!

Wallboxen: Große Nachfrage, aber das Netz schaffts

Wir verkaufen seit 2019 Wallboxen für das Laden von E-Auto zuhause. Die Nachfragen haben in den letzten Jahren angezogen. Bei den Netzen Solingen sind in diesem Jahr bisher sogar schon doppelt so viele Anfragen wie 2020 angekommen. Klar ist also: Der Bedarf ist da und er wird immer größer. Das Stromnetz ist jedoch kein Engpass! Alle Wallboxen bis 11 KW müssen bei den Netzen Solingen angemeldet, große Wallboxen bis 22 KW müssen von den Netzen Solingen genehmigt werden. Meine Kollegin Orudj Arshad, die für diesen Prozess zuständig ist, verspricht aber: „11 KW Wallboxen gehen auf jeden Fall! Bei 22 KW Wallboxen prüfen wir standard­mäßig den Hausan­schluss. Bei Mehrfa­mi­li­en­häusern und Durch­lauf­er­hitzern kann es mal eng werden.“ In solchen Fällen geben die Netze Solingen die 22 KW Wallbox nur mit Auflagen frei, z. B. mit einem verpflich­tenden Lademanagement:


Deshalb kann die Bearbeitung solcher Anträgen auch mal drei Wochen dauern. Neben dem Hausan­schluss wird bei Geneh­mi­gungs­an­trägen für 22 KW Wallboxen standard­mäßig auch die betroffene Trafo­station überprüft. Aber das Stromnetz hat diesbe­züglich noch nie Probleme gemacht!

11 Kilowatt reichen meist aus

Im Durch­schnitt legt ein Auto in Deutschland Tag für Tag ca. 40 Kilometer zurück. Die dafür nötige Energie lässt sich bei E-Fahrzeugen in einer Dreivier­tel­stunde nachladen. Dafür ist eine 11 kW-Wallbox vollkommen ausrei­chend. Zusätzlich hat eine 11 kW-Wallbox den Vorteil, dass die niedrigere Ladeleistung auch noch den Akku – also das teuerste Bauteil im E-Wagen – schont.

Netze Solingen: Von Anfang an involviert!

Orudj Arshad verweist mich bezüglich des Netzes noch an Ihren Kollegen Frank Engel. Der erzählt mir: „Routi­ne­mäßig prüfen wir einmal im Jahr unsere Trafo­sta­tionen auf Auslastung. Anschließend wird entschieden, wo es im Netz Handlungs­bedarf für Ausbau oder Erneue­rungen gibt. Auch das perma­nente Monitoring bauen wir immer weiter aus. Deshalb ist unser Netz sicher. Aber gegenüber früher ist die Entwicklung natürlich viel dynami­scher geworden.“ Übrigens: Bei Neubau­pro­jekten sind die Netze Solingen von Anfang an invol­viert und legen den Bedarf entspre­chend der Prognosen aus.

KfW-Förderung

Im Juni 2021 ging ein Schreck­moment durch die Reihen der Wallbox­käufer: Der KfW-Fördertopf mit 500 Millionen Euro war leer. Wer auf die Inter­net­seiten der KfW kam, wurde von einem entspre­chenden Hinweis begrüßt. Glück­li­cher­weise konnte im Juli Entwarnung gegeben und ein neuer Fördertopf mit 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. 900 Euro Zuschuss gibt es derzeit für den Kauf und die Instal­lation und das pro Ladepunkt von der KfW. Voraus­setzung: die Wallbox ist intel­ligent steuerbar, hat 11 kW Ladeleistung und steht auf der Liste der förder­fä­higen Ladesta­tionen. Außerdem muss sie mit 100 Prozent Ökostrom betrieben werden. So wie unser Wallbo­xan­gebot: der Stromat von Alcona.

Die Engpässe liegen woanders

Ein Engpass ganz anderer Art sind die aktuellen Liefer­schwie­rig­keiten. Gerade die intel­li­genten Wallboxen, die man für ein Ladema­nagement benötigt, haben Liefer­fristen von mehr als 20 Wochen. Hier ist es also durchaus sinnvoll, beizeiten seine Wallbox zu bestellen und anzumelden oder geneh­migen zu lassen, damit man das neue E-Auto auch direkt am Haus laden kann.

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