Wandern mit Familie

Wandern im Bergi­schen Land

Steffen Wintgen

Unser Autor:

Das Bergische Land lädt mit seinen wunder­schönen Landschaften zum Wandern ein. Dabei kann man in der freien Natur alleine oder gemeinsam mit Familie und Freunden die Seele baumeln lassen. Wir geben Tipps, wo es sich am schönsten wandern lässt!

Wege für Wander­profis und Neulinge

Ob erfah­render Wanderer oder absoluter Neuling: Im Bergi­schen Land gibt es viele Wander­routen, die sich lohnen. Dem Wanderer begegnen im Bergi­schen Land weite Wiesen, Wälder, abgelegene Täler, brausende Bäche, Talsperren und kleine Dörfer mit ihren typischen Fachwerk­häusern. Auf dem Weg können vielen heimat- und indus­trie­ge­schicht­liche Museen, Schlösser, Burgen und Kirchen erkundet werden. Außerdem laden charmante Restau­rants und Cafés zu einer Erholungs­pause ein.

Die Bergi­schen Streifzüge

Die 24 „Bergi­schen Streifzüge“ eignen sich hervor­ragend für einen Halbtages- oder Tages­ausflug mit der Familie. Viele von ihnen sind als Rundwan­derwege angelegt. Die 4 bis 16 km langen histo­ri­schen, natur­kund­lichen, litera­ri­schen oder techni­schen Themen­wan­derwege bieten, mit Hilfe von Infotafeln und Erleb­nis­sta­tionen, eine Menge Abwechslung. Dabei bietet sich die Gelegenheit Spannendes über Natur, Geschichte und Kultur der Region zu erfahren.

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Wandern mit der Maus

Hervor­zu­heben sind hierbei die fünf Famili­enwege auf denen die Kinder von der Maus (aus der Sendung mit der Maus) begleitet werden. Die für die Kinder konzi­pierten Wanderwege und Infor­ma­ti­ons­tafeln bringen auch den Kleinsten die Freude am Wandern näher. Sie können z. B. am Baumweg in Morsbach Holzstücke mitein­ander vergleichen, am Energieweg in Gummersbach auf einer Sonnenbank testen, wie stark die Sonne Stein und Holz erwärmt, oder am Obstweg in Leich­lingen Gedichten lauschen.

Obstweg Leichlingen

Fernwan­derwege

Wem die Bergi­schen Streifzüge zu kurz sind, kann mit Hilfe einiger Verbin­dungswege zu den Fernwan­der­wegen, die Touren verlängern. Oder er kann gleich auf die Fernwan­derwege ausweichen. Im Bergische Wanderland sind vor allem zwei Quali­täts­fern­wan­derwege hervor­zu­heben:

  • Der „Bergische Weg“ verläuft auf 258 km von Essen durch das Bergische Land nach Königs­winter.
  • Der „Bergische Panora­ma­steig“ bietet 244 Km Rundweg.

Der Bergische Weg

Der „Bergische Weg“ führt auf seinem über 100 Jahre alten Wanderweg vom Ruhrgebiet durch die Natur­parks Bergi­sches Land und Sieben­ge­birge bis nach Königs­winter am Rhein und ist in 14 Etappen (11,6 bis 28,7 km lang) unter­teilt. Die Strecke verläuft vom Balde­neysee in Essen durch das „Neanderland“, durch die Bergi­schen Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen sowie den Rheinisch-Bergi­schen Kreis bis zum berühmten Drachenfels. Der vom Deutschen Wander­verband als „Quali­tätsweg Wander­bares Deutschland“ ausge­zeichnete Weg bietet mit seinen landschaft­lichen und kultur­ge­schicht­lichen Höhepunkten viele Reise­ziele, wie das Neanderthal Museum, den Müngs­tener Brückenpark, den Alten­berger Dom sowie den Drachenfels. Die Strecke ist in beide Richtungen durch­gängig und verfügt über Zuwege, die eine Verbindung zum „Bergi­schen Panora­ma­steig“ ermög­licht und mithilfe von blauen Wegezeichen markiert ist.

Bergischer Weg (Schild)

Der Bergische Panora­ma­steig

Der „Bergische Panora­ma­steig“ beginnt und endet in Engels­kirchen-Ründeroth (ca. 40 km von Köln entfernt) und liegt somit in einer der abwechs­lungs­reichsten Mittel­ge­birgs­land­schaften Deutsch­lands. Der Rundgang erstreckt sich über eine 244 km lange Strecke mit zwölf Etappen (16,3 bis 24,6 km lang) durch den Naturpark Bergi­sches Land. Auf dem Weg passiert der Wanderer die Täler der Agger, Wupper und andere kleinere Bäche, sowie überwäl­ti­gende Misch­wälder, Wiesen und Talsperren. Seinen Namen verdankt der Wanderweg seinen für die Region typischen Höhen­zügen mit ihren phantas­ti­schen Panora­ma­blicken. Auf dem Weg kann man jedoch nicht nur die Schönheit des Bergi­schen Landes genießen, sondern auch viele lohnens­werte Pausen einlegen. Unter anderem laden das Bergische Freilicht­museum, verschiedene Tropf­stein­hohlen und der Affen- und Vogelpark zu einer Pause ein. Auch kleinere Museen, Denkmäler oder Kirchen sind einen Besuch wert. Genauso wie der „Bergische Weg“ ist der „Bergische Panora­ma­steig“ in beide Richtungen durch­gängig und durch markierte Zuwege leicht erreichbar.

Der Klingenpfad

Der Klingenpfad führt rund um das Solinger Stadt­gebiet – 75 Kilometer lang und voller Abwechslung. Es geht auf und ab durch die Wupper­berge, immer wieder am Ufer der Wupper und an kleinen Bachläufen entlang, auf ebener Strecke durch die Ohligser Heide, durch reizvolle und an vielen Stellen geschützte Natur. Unterwegs gibt es viel zu entdecken: alte Kotten, idyllische Hofschaften, sehens­werte Orte. 75 Kilometer sind natürlich zu viel für einen Tag, deswegen ist der Weg in neun Etappen aufge­teilt. Der jeweilige Start­punkt ist mit dem Auto oder Bus zu erreichen. Zu Fuß oder mit dem Bus geht es zum Abschluss auch wieder zurück zum Ausgangs­punkt.

Wander­Ex­press

Um zu den Start­punkten zu gelangen oder am Ende des Tages wieder nach Hause zu kommen, bietet sich der Wander­Ex­press an. Der Express verkehrt am Wochenende und verbindet sehens- und erwan­derns­werte Orte. Er verbindet Schloss Burg und die Müngs­tener Brücke samstags, sonn- und feiertags im Stundentakt mitein­ander. Um 11:59 Uhr startet der Bus in Müngsten, fährt über Krahenhöhe, Stadt Wald und Burger Bahnhof zum Schloss Burg und erreicht Schloss Burg um 12:20 Uhr. Die Rückfahrt von Schloss Burg aus startet um 12:24 Uhr, ebenfalls im Stundentakt.

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