Weltvegetariertag in der Kantine der Stadtwerke Solingen

Weltve­ge­ta­riertag am 1. Oktober

Azubi

Unser Autor:

Im Durch­schnitt isst ein Deutscher 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr – das bedeutet, 1.000 Tiere werden im Laufe des Lebens für jeden Fleisch­esser geschlachtet. Unsere Auszu­bil­dende Laura hat sich dazu am Weltve­ge­ta­riertag ihre Gedanken gemacht.

Der Trend geht weg vom Fleisch: Mehr als 10% der Menschen in Deutschland ernähren sich vegeta­risch und täglich kommen etwa 2.000 Vegetarier dazu. Heute am Weltve­ge­ta­riertag liegt es mir daher am Herzen, euch die Vorteile einer fleisch­losen Ernährung näher zu bringen und ein paar Mythen aufzu­decken! 🙂

Umwelt

Wer auf Fleisch verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt­schutz! Fleisch­konsum schadet der Umwelt in vielen Aspekten: Klima­wandel, Ressour­cen­ver­schwendung und Arten­sterben. Durch die Fleisch­in­dustrie werden immer mehr Ressourcen der Erde im Rekord­tempo aufge­braucht. Die Massen­tier­haltung fördert die Abholzung der Wälder, da immer mehr Fläche für die Erzeugung von Tierkraft­futter benötigt wird und trägt durch die Verdau­ungs­pro­dukte der Tiere zur globalen Erwärmung bei.

Gesundheit

Wer sich vegeta­risch ernährt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Pflanz­liche Nahrungs­mittel enthalten kein Chole­sterin, weniger gesät­tigte Fettsäuren und keine sogenannten Purine, die zu Ablage­rungen in Gelenken führen können. Wissen­schaft­liche Unter­su­chungen haben gezeigt, dass Vegetarier seltener an Krank­heiten wie Bluthoch­druck, Herz- und Gefäß­er­kran­kungen, Überge­wicht sowie Magen- und Darmer­kran­kungen leiden. Vegetarier, die auf gesunde und vollwertige Lebens­mittel achten, ernähren sich gesünder!

Fakt: Würden alle Menschen in Deutschland auch nur einen fleisch­losen Tag in der Woche einlegen, so müssten pro Jahr rund 140 Millionen Tiere weniger geschlachtet werden.

Ein Grund mehr, heute am Weltve­ge­ta­riertag auf Fleisch zu verzichten und damit anzufangen, in Zukunft an einem Tag in der Woche keine Fleisch­pro­dukte zu konsu­mieren. Wer das bereits tut, sich vegeta­risch oder sogar vegan ernährt: Weiter so! 🙂

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Mythen über Vegetarier

Diese Mythen über Vegetarier stimmen übrigens nicht:

1. „Fleisch ist als Eiwei­ß­quelle unver­zichtbar“

Natürlich ist Fleisch ein super Eiweiß­lie­ferant, kann aber genauso gut durch pflanz­liche Alter­na­tiven wie Hülsen­früchte, Getreide, Nüsse und Gemüse komplett ersetzt werden!

2. „Pflanzen haben auch Gefühle, genauso wie Tiere

Neue Studien zeigen tatsächlich, dass Pflanzen Umwelt­reize wahrnehmen und darauf reagieren – ein vergleich­bares Schmerz­emp­finden wie Menschen oder Tiere haben sie aller­dings nicht!

3. „Vegetarier essen Soja und zerstören damit die Regen­wälder“

Die Haupt­ur­sache des steigenden Anbaus von Soja ist nicht die zuneh­mende Nachfrage nach Soja-Produkten, sondern der wachsende Fleisch­konsum. 80% der weltweiten Sojaernte wird zu Viehfutter verar­beitet!

4. „Wer auf Fleisch verzichtet, ist weniger leistungs­fähig beim Sport“

Wer als Vegetarier auf eine gesunde und ausge­wogene Ernährung mit ausrei­chender Nährstoff­zufuhr achtet, der kann genauso leistungs­stark sein.

5. „Menschen sind von Natur aus Fleisch­fresser“

Der Urmensch brauchte das Fleisch, um sein großes Gehirn zu entwi­ckeln. Aber unser heutiger Körper hat nichts mehr mit der Gruppe der Fleisch­fresser gemeinsam. Der Mensch besitzt keine Klauen oder lange, scharfe Zähne und ist damit viel eher mit den Pflan­zen­fressern verwandt.

Eure Laura Kreutner (Auszu­bil­dende Indus­trie­kauffrau)

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