Mann mit Föhn

Wohlfühloase Badezimmer: Tipps zum Energie sparen

Andreas Hugo

Unser Autor:

Beim Thema Energie­sparen in den eigenen vier Wänden denken viele zuerst an ihr Wohnzimmer oder die Küche. Doch auch in kleineren Räumen wie dem Badezimmer gibt es einige Möglich­keiten zur Optimierung, die Porte­monnaie und Umwelt zu Gute kommen.

Richtig lüften

Was ist der größte Energie­ver­braucher in jeder Wohnung und jedem Eigenheim? Richtig, die Heizung. Wenn du in deinem Badezimmer Energie sparen und damit unnötige Kosten vermeiden möchtest, solltest du also mit der Heizung beginnen. Damit es im Bad immer angenehm warm ist, liegt die durch­schnitt­liche Raumtem­pe­ratur dort in der Regel etwas höher als in den restlichen Räumen. Durch das Duschen, Hände­wa­schen, Baden etc. herrscht aber auch eine höhere Luftfeuch­tigkeit als im Rest der Wohnung. Daher sollte ein Badezimmer besonders häufig und intensiv gelüftet werden. Damit durch den Luftaus­tausch aber nicht unnötig viel Energie verloren geht, ist es wichtig, auf gekippte Fenster zu verzichten. Viel besser ist das Stoßlüften, und zwar regel­mäßig mit weit geöff­neten Fenstern für einen kurzen Zeitraum. So tauscht sich die Raumluft innerhalb weniger Minuten vollständig aus, ohne dass die Wände dabei zu sehr auskühlen. Bei einem innen­lie­genden Bad ohne Fenster geht das natürlich nicht. Deshalb sind in solchen Badezimmern in der Regel Venti­la­toren eingebaut. Zum Lüften solltest du den Venti­lator kurz bei geöff­neter Zimmertür laufen lassen. Auf diese Weise wird die Feuch­tigkeit über das Venti­la­tor­ge­bläse aus dem Bad nach draußen geblasen – entweder direkt durch die Außenwand oder über einen Abluft­schacht.

Kleine E-Geräte: Nicht im Stand-by-Modus laufen lassen

Was gibt es nicht alles für Elektro­geräte rund um Hygiene, Gesundheit, Wellness & Co. zu kaufen: Von der elektri­schen Zahnbürste und dem Fön bis hin zum Fußspru­delbad, Gesichts­so­larium, Wärme­lampe und noch vieles mehr. Kein Wunder also, dass eine Wellnessoase, die ausgiebig genutzt wird, ihren Preis hat. Denn nicht alles, was für Körper und Wohlbe­finden angenehm ist, ist es auch für den Geldbeutel.

Möchtest du in deinem Badezimmer weniger Energie verbrauchen und damit dein Porte­monnaie und gleich­zeitig auch die Umwelt schonen, solltest du deine Elektro-Klein­geräte im Blick behalten. Du solltest möglichst vermeiden, sie ständig im Stand-by-Modus laufen zu lassen. Ist der Rasierer vollständig aufge­laden? Dann vom Ladegerät trennen und auch das Ladegerät vom Stromnetz nehmen. Alle Geräte mit Lithium-Ionen-Batterien, zum Beispiel elektrische Zahnbürsten, sollten ohnehin die vier ersten Male erst dann wieder neu aufge­laden werden, wenn sie vollständig entladen sind. Nur so bieten die Batterie-Zellen ihre volle Speicher­ka­pa­zität und stellen diese zur Verfügung.

Zur Nutzung mehrerer E-Geräte eignen sich auch Steck­do­sen­leisten mit Kippschalter. So hast du besser im Blick, ob wirklich nirgendwo noch der Standby-Betrieb läuft, da so alle Geräte gemeinsam an der Strom­ver­sorgung angeschlossen sind.

Glühbirnen gegen LEDs tauschen

Gute und ausrei­chend helle Beleuchtung ist besonders im Badezimmer wichtig, denn Rasieren oder Schminken kann in einem Raum mit schumm­rigem Licht nicht wirklich gut gelingen. Deshalb empfehle ich den Einsatz von LEDs. Denn Glühbirnen verbrauchen den Großteil ihrer Energie für ungenutzte Wärme. LEDs sind nicht nur wesentlich verbrauchs­ärmer als Glühbirnen, sondern haben auch eine deutlich höhere Lebens­dauer.

Wer mehr zu den verschie­denen Leucht­mitteln, insbe­sondere den LEDs, wissen möchte, kann den Blogbeitrag meines Kollegen Tim Krause lesen, den dieser vor einiger Zeit dazu geschrieben hat.

Auf elektrische Handtuch­trockner verzichten

Wer einen elektri­schen Handtuch­trockner im Bad hat, weiß oft gar nicht, dass dieser sehr energie­in­tensiv ist. Warum also die Handtücher nicht einfach auf einen warmen Heizkörper oder draußen am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im (Gemeinschafts-)Garten aufhängen? Dort trocknen sie bei schönem Wetter auch viel schneller und werden stärker durch­lüftet als im feuchten Bad.

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