Mieter­strom

Was ist Mieterstrom?

Mieterstrom, auch Quartiersstrom genannt, ist lokal erzeugter Solarstrom. Er wird gewerblichen oder privaten Mietern dezentral angeboten und nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Beim Mieterstrom entfallen, im Gegensatz zum "normalen" Strom, alle mit dem Transport der Energie verbundenen Kosten. Zusätzlich gibt es für den Betreiber der Anlage eine Förderung für jede erzeugte Kilowattstunde ("Mieterstromzuschlag").

Als Vermieter mit Mieterstrom Geld verdienen!

Mieterstrom wird nun auch für Vermieter attraktiv, weil Vermieter eine Förderung für erzeugten Strom erhalten ("Mieterstromzuschlag").

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Wie berechnet sich der Mieterstromzuschlag?

Der Mieterstromzuschlag orientiert sich an den Einspeisevergütungen, welche im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) festgelegt sind, abzüglich eines Abschlags. Zudem ist er von der Größe der Solaranlage abhängig, sie darf maximal 100 Kilowatt betragen. Ferner darf die als Mieterstrom genutzte Energie nicht durch ein öffentliches Netz geleitet werden. Der restliche erzeugte Strom wird allerdings ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet.

Warum sollte ich als Vermieter jetzt investieren?

Der Mieterstromzuschlag sinkt im Laufe der Zeit. Je mehr Solaranlagen in Betrieb genommen werden, desto niedriger wird er. Je eher Vermieter also in Mieterstrom investieren, desto höher sind ihre Zuschläge.

Was müssen Vermieter als Anlagenbetreiber beachten?

Der Mieterstromvertrag darf nicht an den Mietervertrag gekoppelt werden. Zudem sieht das Gesetz eine Preisobergrenze für Mieterstrom vor.

Wie profitieren Mieter?

Mieterstrom soll den Mietern zu attraktiven Konditionen angeboten werden, d.h. der Strompreis muss mindestens zehn Prozent unter dem Tarif des Grundversorgers liegen. Mieter profitieren also von niedrigeren Mietnebenkosten und beteiligen sich aktiv an der Energiewende. Dabei haben Mieter noch immer die Wahl, ob sie ihren Strom vom Betreiber der Anlage auf ihrem Dach beziehen, oder einen anderen Stromanbieter frei wählen wollen.

Warum gibt es eine Förderung durch den Gesetzgeber?

Ziel des Gesetzgebers ist es, die Energiewende auch in Städten zu forcieren. Bislang wurden Solaranlagen v.a. von Eigenheimbesitzern installiert. Durch die Förderung werden nun auch Mehrfamilienhäuser an der Energiewende beteiligt.

Welche Alternativen oder zusätzlichen Optionen gibt es zu Solaranlagen?

Eine Alternative oder zusätzlich Option zur Solaranlage sind Blockheizkraftwerke (BHKW) im Gebäude. Mittels eines BHKW wird zwar primär Wärme erzeugt, als "Nebenprodukt" aber auch Strom, der im Haus genutzt werden kann. Eine weitere Option ist die Installation von Stromspeichern, z. B. Batterien, um überschüssige Energie für einen späteren Verbrauch zu speichern.

Welche Leistungen bieten die Stadtwerke Solingen Vermietern an?

Profitieren Sie als Immobilieneigentümer von der Erfahrung und Expertise der Stadtwerke Solingen als Energiespezialist. Lassen Sie sich als Vermieter im Erstgespräch kostenlos über Möglichkeiten beraten, mit Mieterstrom Geld zu verdienen.

Die Stadtwerke Solingen besprechen mit Ihnen z. B. folgende Fragen:

  • Wirtschaftlichkeit: Ist ein Mieterstromprojekt für Sie wirtschaftlich und welche Vergütung können Sie erwarten?
  • Installation: Welche Unternehmen können eine Anlage für Sie installieren?
  • Stromlieferung: An welche Haushalte kann Ihr Mieterstrom geliefert werden?
  • Alternativen oder zusätze Optionen: Haben Sie Alternativen oder zusätzliche Optionen zur Solaranlage um lokal Energie zu erzeugen (z. B. Blockheizkraftwerke)?
  • Wartung und laufender Betrieb: Welcher Aufwand für Wartung und laufenden Betrieb (z. B. Vertrieb, Messwesen und Abrechnung) kommt auf Sie zu und welche Dienstleister gibt es hierfür?
  • Administration: Welche administrativen Tätigkeiten fallen bei Ihnen an (z. B. Registrierung der Anlage bei der Bundesnetzagentur)?

Haben Sie Fragen?

Die Stadtwerke Solingen beraten Sie gerne in Solingen und Umgebung zu den oben genannten Fragen.

Sprechen Sie unser Kunden-Center an!