Energie & Wasser 28.09.2026

Ohligs, Aufderhöhe und Teile von Merscheid werden ab Mittwoch wieder über das Wasserwerk Glüder versorgt

Stadtwerke Solingen machen vorsorgliche Umzonung rückgängig

Wasserspiel am Eingang vom Wasserwerk Glüder.

Die Stadtwerke Solingen führen die Wasserversorgung in Ohligs, Aufderhöhe und Teilen von Merscheid wieder in die reguläre Versorgungsstruktur zurück. Die Bereiche werden ab 30. September wieder über das Wasserwerk Glüder und damit über die Sengbachtalsperre versorgt.

Die Stadtwerke hatten die Versorgung dieser Bereiche am 20. Juli vorsorglich auf das Wasserwerk Baumberg umgestellt. Gleichzeitig wurde auch die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre entsprechend angepasst. Damit sollte die Sengbachtalsperre und auch die Große Dhünn-Talsperre angesichts der sommerlichen Trockenheit gezielt entlastet werden. Die Möglichkeit, die Wasserversorgung innerhalb des Versorgungsnetzes flexibel zu steuern, ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit in Solingen.

Die Entwicklung der Wasserstände zeigt inzwischen, dass die damalige Maßnahme ihre Wirkung erzielt hat. Aktuell liegt der Füllstand der Sengbachtalsperre bei rund 1,66 Millionen m³ beziehungsweise 56,5 Prozent. Die Große Dhünn-Talsperre weist aktuell einen Füllstand von 26,4 Mio. m³ auf.

“Wir haben die Wasserversorgung im Sommer vorsorglich angepasst, um die verfügbaren Wasserressourcen zu schonen. Die Entwicklung der Wasserstände und die aktuelle Situation ermöglichen es uns nun, wieder zur regulären Versorgung zurückzukehren”, erklärt Michael Esser, Hauptabteilungsleiter Wasser bei den Stadtwerken Solingen. “Unsere Wasserversorgung ist auf mehrere Säulen aufgebaut. Das gibt uns die notwendige Flexibilität, die einzelnen Bezugsquellen je nach Situation zu entlasten oder stärker zu nutzen. Genau diese Möglichkeit haben wir in diesem Sommer genutzt.”

Mit der Rückumstellung werden Ohligs, Aufderhöhe und die betroffenen Bereiche von Merscheid wieder über das Wasserwerk Glüder mit Wasser aus der Sengbachtalsperre versorgt. Solingen insgesamt und auch Haan werden damit wieder entsprechend der regulären Versorgungsstruktur über das Wasserwerk Glüder mit dem Wasserbezug aus der Sengbachtalsperre sowie über das Wasserwerk Dabringhausen mit dem Wasserbezug aus der Großen Dhünn-Talsperre versorgt.

Die Stadtwerke beobachten die Füllstände der Talsperren sowie die weitere Wetter- und Niederschlagsentwicklung weiterhin engmaschig. Sollte sich die Situation erneut verändern, können die Bezugs- und Verteilungsmengen jederzeit entsprechend angepasst werden.

“Auch wenn wir jetzt wieder zur regulären Versorgungsstruktur zurückkehren können, bleibt ein bewusster Umgang mit Trinkwasser wichtig. Leitungsgebundenes Wasser ist ein wertvolles und lebensnotwendiges Gut. Gleichzeitig machen sich die Auswirkungen des Klimawandels auch in der Wasserwirtschaft zunehmend bemerkbar – etwa durch veränderte Niederschlagsmuster und längere Trockenphasen. Deshalb behalten wir die Entwicklung der Wasserressourcen weiterhin genau im Blick und steuern unsere Wasserversorgung vorausschauend”, so Esser.