Schwerpunktkontrolle im ÖPNV: Rund 5% ohne Ticket unterwegs
Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt

Am Dienstag, 01.09.2026 wurden im Stadtgebiet Solingen gezielte und verstärkte Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Die Kontrollmaßnahmen fanden an ausgewählten Standorten statt und dienten insbesondere der Überprüfung der Fahrausweise sowie der Erhöhung der sichtbaren Präsenz im öffentlichen Nahverkehr. Die Bilanz der Schwerpunktkontrolle unterstreicht die Wirksamkeit: Im Zeitraum von 10:00 Uhr bis 18:45 Uhr kontrollierten die eingesetzten Teams insgesamt 2.128 Fahrgäste. Bei rund 4,8 Prozent der kontrollierten Personen konnte kein gültiger Fahrschein festgestellt werden. In diesen Fällen wurde entsprechend ein erhöhtes Beförderungsentgelt erhoben. In drei Fällen musste die Polizei zur Personalienfeststellung hinzugezogen werden.
Durch die abgestimmte Vorgehensweise der eingesetzten Teams konnten die Kontrollen gezielt und effektiv durchgeführt werden. Neben der Überprüfung der Fahrausweise lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Präsenz vor Ort und dem direkten Austausch mit den Fahrgästen. “Wir haben uns dazu entschieden, die Aktion bewusst nicht im Vorfeld anzukündigen. Man kennt es vom wiederkehrenden angekündigten Blitzermarathon: Auf einmal verhalten sich erstaunlich viele dann völlig regelkonform. Uns ging es vor allem darum, tatsächliches Fehlverhalten auch aufzudecken. Wer schwarzfährt, fährt auf Kosten aller, die mit einem gültigen Ticket unterwegs sind. Somit entstehen uns in der Sparte Mobil jährlich Schäden in Millionenhöhe”, erläutert Matthias Laise, Leiter der Sparte Mobil bei den Stadtwerken Solingen, den Hintergrund der Schwerpunktkontrolle.
Prävention und Bürgerdialog
Neben den eigentlichen Kontrollen standen auch präventive Maßnahmen im Vordergrund. Durch persönliche Gespräche wurden die Fahrgäste über die Bedeutung eines gültigen Fahrausweises sowie über das Verhalten und die gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Nahverkehr informiert.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Maßnahme war die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Fahrgäste. Die sichtbare Präsenz der Kontrollteams sollte dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl im ÖPNV nachhaltig zu stärken und den Bürger*innen eine direkte Ansprechmöglichkeit zu bieten.
Die Gespräche mit den Fahrgästen sowie den Bürger*innen verliefen durchweg positiv und konstruktiv. Die Aktion wurde professionell und reibungslos umgesetzt und verlief insgesamt erfolgreich. Die positive Resonanz der Beteiligten unterstreicht den gelungenen Verlauf der Maßnahme.
Bilanz der Kontrolle
Kontrollstellen
- Haltestelle Graf-Wilhelm Platz => Rathaus
- Haltestelle Rathausplatz => Zentral
- Haltepunkt Solingen HBF
- Haltepunkt Bahnhof Mitte
- Haltestelle Graf-Wilhelm-Platz => Südstadt
Linien und Kontrollen
| Linie | Anzahl Kontrollen | Anzahl EBE-Fälle |
|---|---|---|
| 681 | 565 | 26 |
| 682 | 535 | 20 |
| 683 | 676 | 39 |
| 684 | 156 | 6 |
| 685 | 19 | 2 |
| 686 | 22 | 1 |
| 691 | 12 | 1 |
| 694 | 3 | 0 |
| 695 | 134 | 5 |
| Gesamt | 2.128 | 102 |
Aufteilung
| volljährig 68 | minderjährig 34 |
| männlich 64 | weiblich 38 |
| Wohnsitz Solingen 94 | Wohnsitz außerhalb Solingen 8 |
Fazit
Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßige, abgestimmte Kontrollen in Verbindung mit einer sichtbaren Präsenz im ÖPNV einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Stärkung des Sicherheitsgefühls leisten.
Die Schwerpunktkontrolle am 01.09.2026 verlief insgesamt erfolgreich. Die Kombination aus konsequenter Fahrausweiskontrolle, präventiver Ansprache und direktem Bürgerdialog hat sich als wirkungsvolles Konzept erwiesen. Durch die regelmäßige Durchführung solcher Maßnahmen wird die Präsenz im öffentlichen Nahverkehr erhöht und Sicherheit für die Fahrgäste unmittelbar erlebbar gemacht.
