Energie & Wasser 12.08.2026

Trinkwasserversorgung in Solingen weiterhin sichergestellt

Stadtwerke haben Pegelstände fest im Blick und beruhigen

Glas mit Trinkwasser.

Trockenheit und Hitze prägen die letzten Wochen und Monate. Das macht sich natürlich auch bei den Füllständen der Talsperren bemerkbar. Dass die leitungsgebundene Trinkwasserversorgung Solingens grundsätzlich aber auf mehreren Säulen beruht, ermöglicht es den Stadtwerken Solingen im Bedarfsfall, die Versorgung kurzfristig umstellen zu können. Die Experten beobachten die Wetterentwicklung sowie die Füllstände der Talsperren in der Region sehr engmaschig.

Aus rein präventiven Gründen hatten die Stadtwerke Solingen bereits zum 20. Juli entschieden, die Wasserversorgung von Ohligs, Aufderhöhe und Teilen von Merscheid (etwa bis zur Schwarze Pfähle/Bebelallee) auf eine Versorgung über das Wasserwerk Baumberg umzustellen. So wird die Sengbachtalsperre und gleichzeitig auch die Große Dhünn-Talsperre entlastet. Das zeigt sich bereits jetzt in der Entwicklung des Füllstandes insbesondere der Sengbachtalsperre und bestätigt die Stadtwerke Solingen in ihrer Strategie. Solingen insgesamt und Haan werden regulär sowohl über das Wasserwerk Glüder mit dem Wasserbezug aus der Sengbachtalsperre als auch über das Wasserwerk Dabringhausen (BTV) mit dem Wasserbezug aus der Großen Dhünn-Talsperre versorgt.

Aktuell (Stand 10.08.26) liegt das Volumen der Sengbachtalsperre bei etwa 1,6 Mio. Kubikmetern, das entspricht etwa 55%. Zu Beginn des Juli waren es noch 1,8 Mio. Kubikmeter, etwa 63%. Die Sengbachtalsperre fasst bei Normalpegelstand etwa 2,8 Mio. Kubikmeter. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte relativ ähnlich (1,7 - 1,8 Mio. Kubikmeter). Auch im Vorjahr wurden im Laufe des Juli entsprechende Anpassungsmaßnahmen getroffen.

“In der Zwischenzeit haben wir als eine Maßnahme die oben beschriebene Umzonung vorgenommen und auch die Bezugsmengen aus der Großen Dhünn wurden nachjustiert. Wir beobachten Temperatur- und Wetterentwicklung weiter sehr eng und passen die Wasserversorgung bei Bedarf entsprechend an. Aktuell ist die leitungsgebundene Trinkwasserversorgung von Solingen sichergestellt”, beruhigt Michael Esser, Hauptabteilungsleiter Wasser bei den Stadtwerken Solingen und ergänzt: “Uns erreichen derzeit aufgrund wiederkehrender Berichterstattung in anderen Landesteilen und Bundesländern in verschiedensten Medien vermehrt Nachfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Es besteht kein Anlass zur Besorgnis. Wir sind strukturell gut aufgestellt.”

Natürlich ist ein bewusster Umgang mit leitungsgebundenem und damit eben Trinkwasser immer empfehlenswert. Es ist ein wertvolles und lebensnotwendiges Gut. Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich auch in der Wasserwirtschaft immer stärker bemerkbar – etwa durch veränderte Niederschlagsmuster oder längere Trockenphasen.