Mann am Laptop

Smart­phone, Tablet & Co.: Akkus schonend und sicher laden

Marc Nunkesser

Unser Autor:

Die Corona-Pandemie sorgt immer noch für leere Büros in Deutschland. Umso wichtiger, dass die Akkus von Smart­phones, Tablets und Laptops im heimi­schen Homeoffice lange durch­halten. Wie richtiges, effizi­entes Aufladen funktio­niert, erfahrt ihr hier.

Sorgsamer Umgang mit Akkus verlängert ihre Lebens­dauer und schont die Umwelt

Kennt ihr das auch? Schon wieder ist der Smart­phone-Akku leer und das Ladegerät ist gerade nicht greifbar. Dabei kommt es gar nicht gut an, wenn man sich mitten in der Video­kon­ferenz verab­schieden muss, weil zum Beispiel der Tablet-Akku gerade seinen Geist aufgibt. Kein Wunder also, dass sich viele meiner Kolle­ginnen und Kollegen – und ihr euch vielleicht auch – derzeit Gedanken darüber machen, wie sie ihre mobilen Begleiter zugunsten einer möglichst hohen Akkuka­pa­zität richtig und schonend aufladen können. Schließlich verlängert der sorgsame Umgang mit dem Akku dessen Lebens­dauer und schützt so auch die Umwelt. Nach Angaben des Öko-Instituts werden in Europa jedes Jahr rund 35 000 Tonnen leere oder defekte Batterien trotz der 2006 in Kraft getre­tenen EU-Batte­rie­richt­linie nicht recycelt, sondern einfach im Hausmüll entsorgt. Wenn ihr ein paar Dinge beherzigt und beliebte Ladefehler vermeidet, könnt ihr euren Geräte-Akku ein langes Leben verschaffen:

1. Beim Akku-Laden nie 100 Prozent geben

Haltet den Ladestand eurer Akkus von Smart­phones, Laptops etc. am besten immer zwischen 80 und 20 Prozent. Denn im Gegensatz zu früher, als noch Nickel-Cadmium-Ionen-Akkus im Einsatz waren, sollten die heute einge­setzten Lithium-Ionen-Akkus möglichst nicht mehr vollständig auf- oder entladen werden. Die Elektroden dieser Akkus werden sonst zu stark belastet. Die Folge: Die Akku-Lebens­dauer sinkt deutlich ab. Fällt euer Ladestand auf 20 bis 30 Prozent, ist also Aufladen angesagt – aber eben nur bis auf ungefähr 80 Prozent. Außerdem solltet ihr darauf verzichten, Akkus bei einem niedrigen Ladestand nur für kurze Zeit ans Ladekabel zu hängen oder bei fast voller Kapazität noch nachzu­laden.

2. Über Nacht aufladen: Bequem, aber schlecht für den Akku

Aus den schon genannten Gründen sollten Smart­phone, Tablets & Co. nicht dauerhaft die ganze Nacht über ans Ladegerät angeschlossen sein. Selbst wenn euer Smart­phone nach der vollstän­digen Aufladung in den Netzbe­trieb schaltet – sobald der Akkustand wieder um wenige Prozent fällt, springt der Ladevorgang erneut an. Diese „Mini-Aufla­dungen“ können dem Akku dauerhaft schaden. Besser: Das Handy abends ausschalten und morgens bewusst aufladen.

3. Sommer, Sonne, Sonnen­schein: Lasst Geräte niemals im heißen Auto allein

Die optimale Akku-Betriebs­tem­pe­ratur liegt in der Regel zwischen 10 und 35 Grad Celsius. Wollt ihr also eure Akkuleistung dauerhaft erhalten und die Akkus nicht schädigen, solltet ihr eure Smart­phones, Tablets etc. nicht bei Hitze oder im Winter bei extremer Kälte im Auto liegen lassen (von der Diebstahl-Gefahr einmal ganz zu schweigen …).

4. WLAN, GPS oder Sprach­dienste: Nur einschalten, was benötigt wird

Um Energie zu sparen und die Akkulaufzeit zu erhöhen, solltet ihr GPS-Ortung, Sprach­dienste, WLAN und Bluetooth wenn möglich nur bei Gebrauch einschalten und die Bildschirm­hel­ligkeit reduzieren.

5. Augen auf beim Kabelkauf: Bei Ladege­räten und -kabeln auf Qualität setzen

Bei Ladege­räten und -kabeln muss es nicht immer das Original vom Laptop- oder Tablet-Hersteller sein. Doch mit falschen oder quali­tativ schlechten Geräten oder Kabeln könnt ihr euren mobilen Begleitern erheblich schaden. Deshalb nicht am falschen Ende sparen und besser höher­wertige, technisch einwand­freie Geräte und Kabel verwenden.

6. Ersatzakku nur echt vom Hersteller

Hat der alte Akku seine Lebens­grenze erreicht und ihr möchtet einen neuen Akku haben, achtet beim Neukauf auf Qualität. Die billige Ware bei Ebay wird funktio­nieren, aber weder Leistung noch Sicherheit passen da. Hier gilt: lieber 20 bis 30 € mehr ausgeben und dafür erstklassige Qualität in die Hardware bauen. Oder fahrt ihr euren Porsche auch mit runderneu­erten Sommer­reifen aus China?

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