Mann mit Handy in der Hand

Solar­strom speichern und selbst verbrauchen

Stefan Stüllein

Unser Autor:

Batterien verändern die Welt: Was habe ich mich früher als Student geärgert, wenn mein Handy wieder schlapp gemacht hat. Alles Geschichte – heute kann ich sogar meinen selbst erzeugten Solar­strom speichern, indem ich einen Solar­strom-Batte­rie­speicher nutze.

Nachfrage nach Solar­strom­spei­chern steigt

Wer mit einer umwelt­freund­lichen Photo­vol­ta­ik­anlage (kurz: PV-Anlage) auf dem eigenen Hausdach Solar­strom erzeugt, für den ist es inzwi­schen günstiger, den Solar­strom selbst zu verbrauchen, als ihn in das öffent­liche Stromnetz einzu­speisen. Die Einspei­se­ver­gütung, die einmal bei etwa 30 Cent pro kWh lag, beträgt derzeit für kleinere PV-Anlagen, wie sie auf Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern üblich sind, in Abhän­gigkeit von der Größe der Anlage bis zu 12,20 Cent pro kWh für eine Dauer von 20 Jahren (aktuelle EEG-Regis­ter­daten und EEG-Förder­sätze). Deshalb ist die Nachfrage nach Strom-Speicher­mög­lich­keiten in der letzten Zeit deutlich gestiegen.

Batte­rie­speicher machen die Nutzung von Solar­strom flexibel

PV-Anlagen ohne Speicher produ­zieren Solar­strom, der sofort genutzt werden muss. Da der Strom vor allem am Tag erzeugt wird, wenn der Strom­bedarf der meisten Haushalte gering ist, ist das oft nicht effektiv. In der Regel steigt der Bedarf in den Abend­stunden deutlich an. Mit einem Solar­speicher kannst du nicht benötigten Solar­strom speichern und dann nutzen, wenn du ihn wirklich brauchst.

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Solar­strom speichern – so funktioniert’s

Eine Steue­rungs­einheit im Solar­strom­speicher regelt den Strom­fluss zwischen der PV-Anlage, dem Haushalt, dem Speicher und der Einspeisung ins öffent­liche Stromnetz. Die Speicher-Steuerung ermittelt, ob der erzeugte Strom momentan im Haushalt verbraucht werden kann, z. B. für die Wasch­ma­schine. Übersteigt die Strom­pro­duktion den aktuellen Verbrauch, wird der Solar­strom­speicher aufge­laden. Ist der Speicher voll und die PV-Anlage produ­ziert noch immer mehr Strom als im Haushalt benötigt wird, erfolgt die Einspeisung des überschüs­sigen Stroms ins öffent­liche Stromnetz. Wenn du über die Instal­lation einer neuen PV-Anlage auf deinem Hausdach nachdenkst, kann es also sinnvoll sein, einen Strom­speicher direkt in die Planung mit einzu­be­ziehen. Du kannst den Speicher direkt zur Anlage dazu kaufen oder erst einige Zeit später ergänzen.

Lohnen sich Solar­strom­speicher?

Inves­ti­tionen

Beim Kauf eines Solar­strom­spei­chers ist es wichtig, nicht nur die Anfangs­in­ves­tition zu sehen, sondern auch die Einsparung auf die Dauer der Nutzung zu berück­sich­tigen. Solar­strom zu speichern macht ökolo­gisch auf jeden Fall Sinn, weil die gewonnene erneu­erbare Energie direkt am Entste­hungsort genutzt wird. Wirtschaftlich handelt es sich heute in vielen Fällen noch um ein Zuschuss­ge­schäft aufgrund der aktuellen Speicher­preise. Aber bei einem hohen Verbrauch und geringer Dachfläche ist auch heute schon eine wirtschaft­liche Darstellung denkbar. Zudem sinken die Preise für Speicher­module seit Jahren und werden weiter sinken.

Steuern und Förder­mittel

Neben der Instal­lation und den Anschaf­fungs­kosten spielen auch die steuer­lichen Rahmen­be­din­gungen und die erhält­lichen Förder­mittel für Erneu­erbare Energien bei der Frage nach der Renta­bi­lität eine Rolle. So fördert zum Beispiel die KfW-Bank noch bis Jahresende die Anschaffung eines Solar­strom­spei­chers mit einem zinsgüns­tigen Kredit mit Tilgungs­zu­schuss. Die Landes­re­gierung unter­stützt im Rahmen des Förder­pro­gramms „progres.nrw“ mit einem Direkt­zu­schuss (Achtung: Antrags­an­nahme bis zum 20. November 2018 möglich).

Fazit

In der Regel raten wir Kunden heute, alle techni­schen Voraus­set­zungen für einen Speicher gemeinsam mit der PV-Anlage instal­lieren zu lassen und diesen dann später nachzu­rüsten. Wer unser Produkt Hausge­macht nutzt, ist dabei auf der sicheren Seite. Wir schauen uns nämlich regel­mäßig die Entwick­lungen auf dem Speicher­markt an und infor­mieren den einzelnen Kunden aktiv, wenn sich der Zubau für ihn persönlich lohnt.

Insgesamt betrachtet lässt sich die Frage „Lohnt sich ein Speicher?“ daher nicht pauschal, sondern jeweils nur im Einzelfall beant­worten. Aber genau für diese Fragen sind wir vom Hausge­macht-Team der Stadt­werke Solingen ja da! Wenn du deinen Solar­strom speichern und produ­zieren möchtest, schau dir doch mal unser Rundum-Sorglos-Paket Hausge­macht an.

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