Houssaine Machmour

Unser Stadt­werke-Gesicht: Houssaine Machmour

Kerstin Griese

Unser Autor:

Wer sind eigentlich die Menschen, die auf den Plakaten abgebildet sind, mit denen die Stadt­werke neue Kolle­ginnen und Kollegen suchen? Wir stellen hier in loser Folge die Geschichten hinter den Stadt­werke-Gesichtern vor. Heute: Houssaine Machmour.

Einkauf als Passion

Houssaine Machmour ist im strate­gi­schen Einkauf zuständig für alle Ausschrei­bungen rund um das Thema „Strom­ver­sorgung“ – egal ob es erdver­legte Strom­lei­tungen sind, Trans­for­ma­toren, Strom­zähler, Kompakt­sta­tionen oder die damit verbun­denen Dienst­leis­tungen. Im Rahmen des spezi­ellen Themas Contracting vergibt er zudem den Aufbau von Energie­an­lagen und BHKWs, die Revita­li­sierung von Heizungs­an­langen sowie deren Wartung und Instand­haltung. Houssaine Machmour: „Aufgrund der Vielfalt an Themen und der dazuge­hö­rigen Technik wird es nie langweilig. Es gibt stets spannende Themen und Projekte, die in Zusam­men­arbeit mit der Fachab­teilung verhandelt werden müssen.“ Dazu muss er sich ständig technisch weiter­bilden, um zu verstehen, worum es bei den einzelnen Projekten geht. Deshalb arbeitet er eng mit den Fachab­tei­lungen zusammen. Die techni­schen Rahmen­be­din­gungen (Leistungs­be­schreibung) kommen aus der Fachab­teilung und die entspre­chenden kaufmän­ni­schen Verga­be­richt­linien werden durch Houssaine Machmour ergänzt und mit der techni­schen Leistungs­be­schreibung zusam­men­ge­führt. Ein äußerst wichtiger und für die Ausschreibung essen­ti­eller Schritt. Denn auf dieser Zusam­men­arbeit basiert der Erfolg oder Misserfolg eines jeden Projektes. Zudem muss er beurteilen, wann eine komplexe europa­weite Ausschreibung nötig ist oder wann Vorgaben, wie z. B. Haftungs­an­sprüche, Gewähr­leis­tungs­bürg­schaften, sonstige Verein­ba­rungen erfor­derlich sind.

Eng am Markt

Zusätzlich übernimmt er für die Fachab­tei­lungen die Markt­re­cherchen und -analysen, um für aktuelle und zukünftige Vergaben respektive Ausschrei­bungen und für die strate­gische Entwicklung der Bereiche fachlich und techno­lo­gisch versierte Unter­nehmen in den Liefe­ran­ten­stamm aufzu­nehmen, diese dann weiter­zu­ent­wi­ckeln und für eine gute Zusammenarbeit/Beziehung zu sorgen. Im Augen­blick ist das Liefe­ran­ten­ma­nagement sehr wichtig: „Manche Elektro­bau­teile oder Dienst­leis­tungen sind schwer zu bekommen, da spielt der persön­liche Kontakt zu den Liefe­ranten einen entschei­denden Vorteil bei der Beschaffung“, erläutert er die Situation. Dieser persön­liche Kontakt ist auch in Verhand­lungs­si­tua­tionen von Vorteil: „Das hat sehr viel mit Psycho­logie, Taktik und Menschen­kenntnis zu tun. Manchmal muss ich auch ein Pokerface aufsetzen, wenn wir z. B. nur ein Angebot haben, ich aber trotzdem noch einen Preis­nachlass raushandeln will“, gibt er Einblick in seine Vorge­hens­weise. Derzeit sei der Markt ziemlich stark umkämpft: Allen Netzge­sell­schaften läge es daran, in den Netzausbau zu inves­tieren, daher seien die Liefe­ranten sehr ausge­bucht. Das Ziel sei es, möglichst langfristige Rahmen­ver­träge abzuschließen. „Ich muss heute viel mehr am Markt und Liefe­ranten dran sein, als das früher nötig war“, bringt er die Situation auf den Punkt. „Aber gerade das macht mir Spaß!“

Alles im Blick

Und was hat sich seit seiner Ausbildung bei einem Software­her­steller, Anfang der 2000er Jahre noch geändert? „Der Einkäufer wird immer mehr zum Projekt­ma­nager. Bei uns laufen alle Infor­ma­tionen zusammen. Wir sind sozusagen die Projekt­schnitt­stelle, die das Projekt koordi­niert, Infor­ma­tionen kanali­siert, weiter­leitet und die Verhand­lungen durch­führt. Das finde ich Super! So haben wir auch viel mehr Einfluss darauf, bestimmte kaufmän­nische Ziele, wie z. B. Rabatte zu erreichen“, freut er sich. „Für mich ist der Einkauf zu einer Passion geworden, einfach weil es heute schneller und vielfäl­tiger ist.“ Er muss es wissen: Nach seiner Ausbildung ging er 2007 als IT-Einkäufer zur Postbank. Seit 2013 war er bei den Stadt­werken Solingen, zunächst auch für den strate­gi­schen Einkauf von IT und Marketing zuständig. „Ich habe mich ganz normal auf eine Stellen­aus­schreibung beworben. Die Stadt­werke sind ja für gute Arbeits­be­din­gungen bekannt und das hat sich auch bestätigt“, erinnert sich Houssaine Machmour.

„Hart getaktet, auch neben dem Job“

Der 43-jährige ist verhei­ratet und hat zwei Kinder. Neben der Familie bestimmt der Sport seine Freizeit: Er arbeitet nebenher als Personal Trainer, ist ausge­bildet als Taekwondo-, Kickbox sowie Athletik- und Torwart­trainer für Erwachsene und Kinder. Das letzte seinem Sohn zuliebe, der ein begeis­terter Torhüter ist. Houssaine Machmour hat inzwi­schen alle Sport­arten zusam­men­ge­bracht: Seine neuste Idee nennt sich „Fußball meets Kampf­sport“. Dabei handelt es ich um eine Kondi­tions- und Teambuil­ding­einheit für Fußballer und Fußball­man­schaften auf Basis von Trainings­me­thoden und -technicken aus dem Kampf­sport. Er nennt dieses Konzept: „Dura-Sudo“.

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