Ortsschild Klingenstadt Solingen

Klingen­stadt: Tag des Messers (24. August)

Hannah Busch

Unser Autor:


Pünktlich zum Tag des Messers am 24. August, wollen wir euch einmal ein paar der Schneid­wa­ren­her­steller aus Solingen vorstellen. In unserer Klingen­stadt gibt es da einige!

Solinger Unter­nehmen im Fokus

Der Solinger Beiname „Klingen­stadt“ ist seit 2012 offiziell und nicht aus der Luft gegriffen. In Solingen wird auf eine weitrei­chende Messer- und Schneid­wa­ren­tra­dition zurück­ge­blickt. Viele Unter­nehmen waren und sind noch immer in Solingen ansässig. So ist das Sigel „Made in Solingen“ noch immer ein Quali­täts­merkmal, denn damit darf nur ausge­zeichnet werden, was dem Quali­täts­standard entspricht. Der Grund für den Beinamen „Klingen­stadt“ lag also auf der Hand.

Wilkinson Sword

Einer der bekann­testen Schneid­wa­ren­her­steller in Solingen ist Wilkinson Sword. Mit ihrem Sitz in der Innen­stadt sind sie seit 1961 zentral gelegen. Wie das Logo, aus zwei kreuzenden Schwertern verrät, hat das Unter­nehmen über einen langen Zeitraum Schwerter in höchster Qualität und Präzision herge­stellt. Unter dem damaligen Chef Henry Nock gehörte auch gegen Ende des 18 Jahrhun­derts die Pisto­len­pro­duktion zu einem frühen Standbein. 1898 ließ Wilkinson Sword den ersten Sicher­heits­ra­sierer, dessen Klingen aus den Stücken eines Schwertes gefertigt wurden, paten­tieren und startete die Produktion. Benannt wurde dieses innovative Rasier­messer nach der Ferti­gungs­stätte in London „Pall Mall“.

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Durch die Zusam­men­arbeit mit dem Solinger Unter­nehmer Rudolph Osberghaus, konnte Wilkinson Sword Mitte der 1950er Jahre mit der Herstellung rostfreier Rasier­klingen beginnen. Damit gelang dem Unter­nehmen der Durch­bruch. Aus 2% Markt­anteil wurden in kurzer Zeit 50%. 1961 manifes­tierte sich mit dem Kauf der Solinger Firma Osberghaus, die sich auf die Herstellung dieser rostfreier Klingen verstanden, der Sitz in Solingens Innen­stadt. Weitere große Innovation, wie die Einführung der ersten in Kunst­stoff­teilen einge­bet­teten Rasier­klinge in 1971, des revolu­tio­nie­renden Rasier­systems Protector in 1991 oder der ersten vierschnei­digen Klinge in 2003, folgten. Heute ist eine große Bandbreite an Produkten von Wilkinson Sword in jeder Drogerie, in Super­märkten sowie im Inter­net­handel zu finden.

Wilkinson Sword Solingen: Gebäude

Wüsthof

Das an der Kronprin­zen­straße ansässige Unter­nehmen, ist in Famili­enhand. Mittler­weile in der siebten Generation wird es von Harald Wüsthof und Viola Wüsthof geleitete. Die weltweite Anerkennung erhält das Unter­nehmen durch die Qualität ihrer Bandbreite an Produkten, rund um das Schneiden und Schleifen. Gegründet wurde das Famili­en­un­ter­nehmen 1814 als „Fabrik feiner Stahl­waren“. In den ersten drei Genera­tionen befasste sich das Unter­nehmen mit lokalen Aufträgen und wuchs stätig an. Das Jahr 1881, mittler­weile war das Unter­nehmen in der vierten Generation, gilt als Anfang des Export­ge­schäfts, welches heute einen Umsatz von 80%, in 80 Ländern, ausmacht.

Alle Messer in der Produktion des Unter­nehmens werden aus einem einzigen Stück rostfreiem Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl geschmiedet. Das Waren­zeichen von Wüsthof ist bis heute der Dreizack. Die Tatsache, dass Wüsthof offizi­eller Ausrüster vieler Koch-Natio­nal­mann­schaften, u. a. der deutschen und japani­schen Mannschaft, ist, zeigt die Qualität der Schneid­waren. Passend zum Tag des Messers lädt die Firma an der Kronprin­zen­straße zur Eröffnung des Wüsthof Stores. Dort könnt ihr die Messer in Aktion sehen, denn für kulina­rische Genuss­mo­mente ist gesorgt. Der Store wird um 10.00 Uhr offiziell eröffnet. Bis 19.00 Uhr finden Live-Cooking-Aktionen und Gewinn­spiele statt.

Wüesthof: Messer mit Schneidbrett und Essen

Friedrich Hartkopf e.K.

Mit der Firma Friedrich Hartkopf e.K. haben wir ein weiteres Solinger Unter­nehmen in der Innen­stadt. An der Donau­straße ist es seit 1960 ansässig. 1890 wurde die Firma von Friedrich Wilhelm Hartkopf gegründet und versteht sich seitdem auf die Produktion hochwer­tiger Taschen­messer in Handarbeit. Die Einzig­ar­tigkeit liegt bis heute in der Beschalung der Messer. Es werden ausschließlich echte Holzschalen aus Ebenholz, Rotholz, Olivenholz, Schlan­genholz, Büffel- und Hirschhorn verwendet, welches nicht gebeizt wird und so seine indivi­duelle Struktur und Maserung erhält. Die Schalen sollen ihre ursprüng­liche Schönheit behalten. Zugehörige Klingen werden von Hand aus rostfreiem Stahl gefertigt. Nach der Übernahme von Holger Hartkopf 2008, wurde zusätzlich die Stilet-Herstellung aufge­nommen. Bei allen Produkten liegt der Fokus auf Indivi­dua­lität und nicht auf Massen­her­stellung.

Hartkopf Solingen - Messer polieren
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