Mann mit Wäsche

Wärme­pum­pen­trockner: Energie­ef­fi­zi­enter Helfer im Haushalt

Kerstin Griese

Unser Autor:

Fluffige Wäsche und ein geringer Strom­ver­brauch: Wärme­pum­pen­trockner erobern die Haushalte – auch meinen. Doch wie funktio­niert diese umwelt­freund­liche Trockner-Technik eigentlich und für wen lohnt sich die Anschaffung eines solchen Geräts?

Modernste Technik für sparsames und umwelt­freund­liches Wäsche­trocknen

Knapp 43 Prozent aller privaten Haushalte in Deutschland benutzen einen Wäsche­trockner – genau wie ich. Denn häufig fehlt der Platz zum Wäsche­trocknen. Leider galten die prakti­schen Helfer über viele Jahre hinweg als echte Energie­fresser. Inzwi­schen zu Unrecht, denn die energie­in­ten­siven Abluft­trockner wurden von modernen Geräten abgelöst – zunächst von den sogenannten Konden­sa­ti­ons­trocknern und dann von den noch energie­ef­fi­zi­en­teren Wärme­pum­pen­trocknern.

Energie­ef­fi­zient dank Wärme-Rückge­winnung

Beim Konden­sa­ti­ons­trockner konden­siert die mit Feuch­tigkeit aus der Wäsche angerei­cherte Luft an einem durch kühle Umgebungsluft gekühlten sogenannten Konden­sator. Das auf diese Weise entstandene Wasser sammelt sich im Konden­sat­be­hälter, der regel­mäßig nach dem Trocknen ausge­leert werden muss.

Als innovative Weiter­ent­wicklung dieser Techno­logie wurden vor wenigen Jahren die ersten Konden­sa­ti­ons­trockner mit einge­bauter Wärme­pumpe auf den Markt gebracht. Die Funkti­ons­weise: Eine Wärme-Pumpe pumpt – einfach gesagt – Energie in Form von Wärme von einem Punkt zum anderen. Sie entzieht die Wärme auf der einen Seite, in diesem Fall der Umgebungsluft, und auf der anderen Seite erwärmt sie die Luft im Trockner. Im Trockner wird diese erwärmte Luft durch einen Lüfter umgewälzt und auf die feuchte Wäsche geblasen. Dabei nimmt sie Feuch­tigkeit auf und wird über einen Wärme­tau­scher gezogen, der die Luft wieder abkühlt.

Auf der kühlen Seite der Wärme­pumpe konden­siert die Feuch­tigkeit, die sich in der vorher warmen Luft befindet. Anschließend wird die Luft über einen zweiten Wärme­tau­scher geführt. Dieser führt der abgekühlten Luft die vorher entzogene Wärme­en­ergie wieder zu. Solch ein System benötigt deutlich weniger Energie zum Trocknen der Wäsche als wenn die Wäsche über eine mit Strom betriebene Luftheizung getrocknet wird, wie sie in sogenannten Konden­sa­ti­ons­trocknern die Wäsche trocknet. Dadurch arbeitet der Wärme­pum­pen­trockner strom­spa­render, energie­ef­fi­zi­enter und umwelt­freund­licher als ein Konden­sa­ti­ons­trockner.

So ist es nur logisch, dass die Wärme­pum­pen­trockner, die es inzwi­schen von vielen verschie­denen Herstellern gibt, auch in die besten Energie­ef­fi­zi­enz­klassen A+, A++ oder A+++ einge­stuft sind. Am besten entscheidest du dich für ein Modell mit einem A+++ -Label. Denn ein Trockner dieser Effizi­enz­klasse ist rund 60 Prozent sparsamer als ein vergleich­bares Gerät aus der Klasse B.

Beim Trockner-Kauf Förder­pro­gramm nutzen

Ich habe meinen alten Konden­sa­ti­ons­trockner vor einiger Zeit gegen einen sparsa­meren und umwelt­freund­li­cheren Wärme­pum­pen­trockner getauscht. Dabei habe ich gemerkt: Der Wärme­pum­pen­trockner benötigt zum Trocknen etwas mehr Zeit und man sollte darauf achten, dass der Wärme­tau­scher gut zu reinigen ist, da er sich gerne mit Flusen und Haaren zusetzt. Der höhere Anschaf­fungs­preis im Vergleich zu reinen Konden­sa­ti­ons­trocknern amorti­siert sich aber über die gesamte Laufzeit eines Trockners (ca. zehn Jahre).

Seit Anfang des Jahres fördern die Stadt­werke Solingen zusätzlich den Kauf von sogenannter weißer Ware im Rahmen des erwei­terten Programms Klingen Plus . Dazu gehören auch Trockner mit dem Energie­ef­fi­zi­enz­label A+++. Damit kannst auch du einmalig von einem 75-Euro-Zuschuss profi­tieren, wenn du deinen alten, energie­fres­senden Konden­sa­ti­ons­trockner durch einen Umwelt- und Geldbeutel-schonenden Wärme­pum­pen­trockner ersetzt.

Das Förder­pro­gramm gilt übrigens auch für die Anschaffung eines Erdgas­herds, eines Erdgas- oder eines Induk­ti­ons­koch­felds. Voraus­setzung ist, dass ihr zwei Jahre den Ökostrom der Stadt­werke Solingen, Ökoplus, bezieht. So kann der Wärme­pum­pen­trockner mit sauberem Ökostrom arbeiten.

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