Verzweifelte Studentin am Laptop

Computer-Festplatte: Festplatten-Crash verhindern

Katrin Gransee

Unser Autor:

Ein Festplatten-Crash ist der Horror jedes Computer-Besitzers: Wichtige Daten, wertvolle Fotos und Passwörter sind mögli­cher­weise unwie­der­bringlich verloren. Doch mit vorbeu­genden Maßnahmen kannst du ein solches Daten-Desaster häufig verhindern.

Festplat­ten­schaden kostet Geld, Zeit und viele Nerven

Vor kurzem wollte meine Freundin ein Bewer­bungs­schreiben online versenden, in das sie viel Mühe inves­tiert hatte. Plötzlich flackerte der Bildschirm kurz auf und das Laptop schaltete sich aus. Alle Versuche, den Computer wieder zum Neustart zu bewegen, schei­terten – das Hochfahren klappte nur noch bis zu einer bestimmten Stelle, dann blieb der Rechner „hängen“. Doch nicht nur die Bewer­bungs­un­ter­lagen meiner Freundin waren unrettbar zerstört, sondern auch die meisten privaten Dateien, die Famili­en­fotos von Jahrzehnten und wichtige Passwörter.

Wenn dir diese Situation bekannt vorkommt, hattest du sicher auch schon einmal einen Festplat­ten­schaden und weißt, wieviel Geld so eine Festplatten-Reparatur oder sogar ein -austausch kosten kann. Ganz abgesehen von der privaten oder beruf­lichen Katastrophe, die so ein PC-GAU mit sich bringen kann. Glück­li­cher­weise kannst du eine Menge tun, um einen Festplatten-Crash zu verhindern und für den Fall der Fälle abgesi­chert zu sein.

Fehler­an­fäl­ligkeit durch rotie­rende Elemente

Jeder Computer hat so ein „Sensi­belchen“, denn ohne mindestens eine Festplatte funktio­niert kein Rechner oder Laptop. Sie dient als zentrales Speicher­medium für alle Dateien, Bilder und Programme. Herkömm­liche Festplatten werden auch als „HDD – Hard Disc Drive“ bezeichnet. Genau wie bei einer Diskette oder einem Ton- oder Videoband benutzen HDDs ein magne­ti­sches Speicher­system. In ihrem Inneren kommen rotie­rende Scheiben zum Einsatz, auf deren Oberfläche die Daten gespei­chert werden. Die magne­tische Oberfläche der Scheiben wird beim Schreiben von Infor­ma­tionen dauerhaft magne­ti­siert.

Zum Lesen der Daten tastet ein Sensor die Magne­ti­sierung der Scheibe berüh­rungslos ab und wandelt die Werte in lesbare Daten um. Da die Software immer anspruchs­voller wird und die Computer parallel dazu gar nicht schnell genug laufen können, bieten auch die Festplatten eine ständig wachsende Leistungs­ka­pa­zität. Sie vereinen immer mehr Speicher­platz auf kleinerem Raum. Somit müssen sich die Magnet­scheiben schneller drehen und auch die Sensor­köpfe bei ihrer Schreib- und Lesetä­tigkeit mit dieser enormen Geschwin­digkeit Schritt halten. Kein Wunder also, dass moderne Festplatten mit ihren rotie­renden Elementen fehler­an­fällig sind.

Außerdem hat die Computer-Festplatte einen mächtigen Feind: Den Computer-Virus. Technisch betrachtet ist ein Compu­ter­virus eine Art von bösar­tigem Code oder Programm – geschrieben, um die Funkti­ons­weise eines Computers zu verändern und sich von Computer zu Computer zu verbreiten. Dabei können einige Viren gravie­rende und schäd­liche Folgen haben, zum Beispiel Daten löschen oder die Festplatte dauerhaft beschä­digen.

Tipps zur Crash-Vermeidung und Daten­si­cherung

Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle einige Tipps geben, mit denen du deine Festplatte länger am Leben erhalten und deine wichtigen Dateien bei einem techni­schen oder viren­be­dingten Festplatten-Crash schützen kannst:

1. Cloud-Speicher

IT-Experten empfehlen, die Compu­ter­daten nicht nur auf der internen Rechner- oder Laptop-Festplatte zu sichern, sondern zusätzlich moderne Cloud-Dienste routi­ne­mäßig zur externen Daten­spei­cherung zu nutzen. Dropbox, GoogleDrive & Co. bieten dir nicht nur die Möglichkeit, deine Daten passwort­ge­schützt zu sichern, sondern zusätzlich auch den Daten­zu­griff jederzeit und überall von sämtlichen Geräten aus. Damit gehören Zeiten, in denen zum Beispiel die Vortrags-Präsen­tation auf dem Tablet gerade fehlte oder das Foto, dass du auf dem Handy zeigen wolltest, nicht verfügbar war, der Vergan­genheit an.

2. Externe Festplatte

Eine geeignete Möglichkeit zur Daten­si­cherung ist auch, die interne Computer-Festplatte um eine externe Festplatte mit USB-Anschluss zu ergänzen. Auf diese externe Platte solltest du routi­ne­mäßig deine Dateien kopieren, um im Fall der Fälle keinen kompletten Daten­verlust zu erleiden. Ganz auf der sicheren Seite bist du mit zwei externen Festplatten, die du abwech­selnd verwendest.

3. SSD-Festplatte

Eine gute, aber teure Alter­native zu herkömm­lichen HDD-Festplatten sind sogenannte SSD („Solid State Disc“)-Platten. Sie sind deutlich kleiner und vor allem robuster, da auf mecha­nische Bauteile verzichtet wurde. Dadurch verkraften sie in der Regel sogar Stürze, bei denen normale HDDs mit Defekten und Daten­ver­lusten reagieren würden. SSD-Platten verbrauchen außerdem weniger Strom und sind komplett lautlos. Die aktuellsten Modelle arbeiten noch schneller als die konser­va­tiven Festplatten. PCs und Laptops mit einer SSD-Platte können bis zu zweimal schneller starten als solche mit HDD-Festplatten. Doch dieses Mehr an Sicherheit und Komfort hat seinen Preis: Während eine Standard-HDD-Festplatte mit 1 Terrabyte (TB) rund 40 Euro kostet, schlägt eine interne SSD-Platte der gleichen Daten­ka­pa­zität mit etwa 150 Euro zu Buche. Aber Achtung: Auch eine SSD-Platte kann kaputt­gehen. Am besten deshalb ein mehrfaches Backup auf verschie­denen Medien (s.o.) anlegen.

4. Updates und Viren­schutz

Gegen das Eindringen von Compu­ter­viren solltest du unter anderem sicher­stellen, dass alle deine Programme und dein Betriebs­system die neuesten Programm-Updates und damit den aktuellsten Viren­schutz erhalten. Eine bewährte Antivirus-Sicher­heits­software, die dein Compu­ter­system routi­ne­mäßig aktiv scannt, kann deinen Viren­schutz zusätzlich entscheidend verstärken. Außerdem solltest du grund­sätzlich keine E-Mail-Anhänge öffnen, wenn du nicht absolut sicher bist, was der Anhang enthält und dass der Absender die E-Mail bewusst versandt hat.

5. Versi­cherung

Wenn sich trotz aller Vorsichts­maß­nahmen ein Festplatten-Crash nicht vermeiden ließ, helfen Versi­che­rungen wie Schutz­engel Plus der Stadt­werke Solingen. Sie begrenzen den entstan­denen Schaden. Im Fall eines Hardware-Schadens oder bei einem Daten­verlust aufgrund von Schad­pro­grammen sorgt die Versi­cherung dafür, dass sich IT-Profis der Rettung deiner Daten von der defekten Festplatte (2,5 und 3,5 Zoll-Größe) annehmen. Nach einem Anruf im Schutz­engel Plus-Service­center kannst du die defekte Festplatte einschicken. Die Kosten für den Aufwand zur möglichen Wieder­her­stellung der Daten von bis zu 500 Euro pro Versi­che­rungsfall trägt die Versi­cherung.

Der „Schutz­engel Plus“-Service umfasst neben der PC-Daten­rettung beim Festplat­ten­schaden noch viele weitere Pannen­dienst-Leistungen. Er ist in Verbindung mit einem Strom- oder Gas-Sonder­vertrag der Stadt­werke Solingen erhältlich.

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