Kind drückt Lichtschalter

Einfach erklärt: Energie­sparen für Kinder und Jugend­liche

Andreas Hugo

Unser Autor:

Die Welt hat ständig Hunger – nach Energie. Schät­zungen zufolge soll die globale Nachfrage bis zum Jahr 2035 um weitere 30 % ansteigen. Umso wichtiger ist es, Energie sparsam zu verwenden. Und je jünger man das lernt, desto besser!

Erklären und veran­schau­lichen: Was ist Energie?

Spätestens seit der von der schwe­di­schen Klima­schutz­ak­ti­vistin Greta Thunberg initi­ierten Schüler­streik­be­wegung „Fridays for future“ sind Themen wie Klima­schutz, Nachhal­tigkeit und Ökologie bei vielen Schul­kindern in aller Munde. Dazu gehört auch ein bewusster Umgang mit Energie.

Doch für viele – besonders jüngere – Kinder sind die Dinge, um die es dort geht, erst einmal abstrakte Begriffe. Schließlich kann man Energie nicht direkt anfassen oder sehen. Trotzdem ist sie für unseren Alltag lebens­wichtig.

Erkläre deinem Kind, dass Strom nicht einfach so aus der Steckdose kommt, sondern zuvor erst aus Kohle, Öl, Gas, Wind, Wasser oder Sonnen­wärme erzeugt werden muss. Auch die Heizung wird nur dann heiß, wenn zuvor Wärme erzeugt wird – unter anderem durch das Verbrennen von Kraft- oder Brenn­stoffen. So wird für dein Kind verständlich, warum für uns Menschen Energie nicht unbegrenzt vorhanden und ein sparsamer Umgang damit wichtig ist.

Energie sichtbar machen

Um zu veran­schau­lichen, dass jedes Elektro­gerät Strom verbraucht, aber nicht in derselben Menge, kannst du dir beispiels­weise bei den Stadt­werken Solingen ein Strom­mess­gerät leihen und es zusammen mit deinem Kind an verschiedene Elektro­geräte anschließen. Auf diese Weise wird schnell klar, welche Geräte energie­ef­fi­zient sind und welche nicht.

Auch das gemeinsame Betrachten eures Strom- oder Gaszählers könnte eine inter­es­sante Erfahrung für dein Kind sein. Denn mit eigenen Augen sehen, dass im Haushalt beinahe non-stop Energie verbraucht wird, trägt zum kindlichen Verständnis bei.

Darüber hinaus gibt es für Kinder inzwi­schen viel Literatur rund um das Thema Energie sparen. Auch die Macher des beliebten Klima-Musicals „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem Stück insbe­sondere Kindern unter zehn Jahren das Thema Klima­schutz und ressour­cen­scho­nendes Leben nahe zu bringen.

Handeln mit positiven Folgen: Warum lohnt sich Energie sparen?

Wenn dein Kind versteht, was Energie eigentlich ist, kannst du ihm als nächstes erläutern, warum Energie sparen sinnvoll ist. Denn wer weniger Energie verbraucht, bewirkt damit unter anderem, dass weniger klima­schäd­liche Emissionen in die Erdat­mo­sphäre gelangen und der Klima­wandel damit verlangsamt wird. Denn unser Ziel muss es sein, mit Energie möglichst vernünftig umzugehen, damit unser ökolo­gi­sches Umfeld möglichst intakt bleibt und wir in ihm möglichst lange leben können. Ein gerin­gerer Energie­bedarf bedeutet auch, dass die Ausbeutung natür­licher Ressourcen wie Gas, Öl und Kohle langsamer voran­schreitet. Und last but not least profi­tiert natürlich auch euer Famili­en­budget von energie­spa­rendem Verhalten, da weniger Kosten für Energie anfallen.

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Energiespar-Tipps für Kinder

Hier sind einige Energiespar-Tipps, die Kinder und Jugend­liche selbst umsetzen können:

1. Licht nicht unnötig brennen lassen

Wer das Kinder- oder Wohnzimmer verlässt, schaltet das Licht aus. Bei sehr kleinen Kindern können auch Bewegungs­melder hilfreich sein, die die Beleuchtung automa­tisch regeln. Beim Einsatz von LED-Leucht­mitteln wird per se weniger Energie verbraucht.

2. Kühlschranktür immer richtig schließen

Auch jüngere Kinder können schon verstehen, dass bei nicht richtig geschlos­sener Tür viel Energie aufge­wendet werden muss, um den Tempe­ra­tur­un­ter­schied auszu­gleichen.

3. Stand-by-Betrieb vermeiden

Besonders Jugend­liche, die schon über Computer, Drucker, Handy & Co. verfügen, sind hier gefragt: Steckt das Handy nicht im Ladegerät oder werden Computer und Drucker nicht genutzt, sollten diese Geräte vom Netz getrennt werden. Praktisch für alle Elektro-Geräte sind Leisten mit Kippschalter, damit nicht mehr jedes Gerät einzeln aus der Steckdose gezogen werden muss.

4. Bei Schul­heften oder Zeichen­papier Umwelt­schutz­papier verwenden

Das spart Energie und schützt außerdem vor unnötiger Baum-Abholzung. Bäume tragen wiederum zum Klima­schutz bei, indem sie Kohlen­dioxid aus der Luft aufnehmen.

5. Lieber warm anziehen statt Heizung aufdrehen

Lieber eine dünne Jacke oder Pullover über das T-Shirt ziehen, wenn es im Kinder­zimmer etwas kühler wird. Die ideale Raumtem­pe­ratur liegt übrigens bei 18 bis 21 Grad Celsius.

6. Besser Stoßlüften statt Fenster gekippt halten

Auf diese Weise kühlen Räume nicht so schnell aus und die verbrauchte Luft wird schneller mit frischer Luft ausge­tauscht.

7. Heimische Produkte bevor­zugen

Besser Äpfel oder Birnen aus regio­nalem Anbau essen als Kiwi oder Granat­ap­fel­kerne aus Übersee. Das spart lange und energie­auf­wändige Trans­portwege.

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