Energieberatung

Persönlich, praktisch und mit konkreten Tipps

Sparsam mit Energie und Wasser umgehen ist doppelt gut: es spart Geld und schont die Umwelt. Wir helfen Ihnen gern dabei: persönlich – mit  unseren Energieberatern, praktisch – mit unserem Strommessgeräteverleih, und konkret – mit wertvollen Tipps zum Energie- und Wassersparen.

Persönlich: unsere Energieberater

Unsere Energieberater stehen Ihnen jederzeit gern als kompetente Partner zur Seite. Sie helfen bei konkreten Fragen und geben Auskunft über neue und bewährte Methoden, um sparsam mit Strom, Wasser und Erdgas umzugehen.

Praktisch: unser Strommessgeräteverleih

Vermutlich wissen Sie, wie viel Strom ihr Haushalt pro Jahr verbraucht. Aber wissen Sie auch, welche Geräte Ihre größten Stromfresser sind?
Als Kunde der Stadtwerke Solingen haben Sie die Möglichkeit, sich kostenlos ein Strommessgerät auszuleihen, mit dem Sie den Stromverbrauch einzelner Elektrogeräte messen können. So können Sie ganz einfach die entscheidenden Energieverschwender in Ihrem Haushalt ausfindig machen und wertvolle Einsparpotenziale erschließen.
Das Messgerät ist geeignet zur Überprüfung aller Elektrogeräte mit 230 V Wechselstromanschluss. Sie sollten vom allem Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner testen. Aber auch Fernsehgeräte, Computer und Stereoanlagen können erheblich zur Stromrechnung beitragen – vor allem dann, wenn diese im Stand-by-Modus laufen und somit auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen. Das Strommessgerät schalten Sie einfach zwischen Steckdose und Elektrogerät. Es gibt Ihnen Auskunft über Leistungsaufnahme (Watt) und Stromverbrauch (kWh) Ihres Gerätes.
Anschließend können Sie in unserer Elektrogerätedatenbank nachschauen, durch welche energiesparenden Neugeräte Sie Ihre alten Stromfresser austauschen können. Für den Fall, dass Sie Ihren alten Kühlschrank als Stromfresser identifiziert haben, berät Sie der KühlCheck darüber, ob die Anschaffung eines Neugerätes für Sie wirtschaftlich ist.

Strommessgerät ausleihen

Die Ausleihe ist einfach. Am besten Sie rufen vorher an unter 0800  2345 344 und reservieren sich ein Gerät, da die Nachfrage groß ist. Ausgabestelle ist unser Kunden-Center in der Beethovenstraße. Vor der Aushändigung wird Ihnen die Handhabung des Gerätes erklärt. Die Öffnungszeiten des Kunden-Centers finden Sie hier.

Konkret: unsere Energie- und Wasserspar-Tipps

Ein bewusster Umgang mit Energie und Wasser nutzt nicht nur der Umwelt – er spart auch bares Geld. Häufig führen schon kleine Änderungen bei den täglichen Gewohnheiten zu einer spürbaren Kostensenkung – ohne, dass man deswegen nennenswert auf Komfort verzichten muss.

Warmwasser

Wasser ist nicht nur unser Grundnahrungsmittel, wir brauchen es auch zum Reinigen und für die Körperpflege. Seine Erwärmung ist jedoch teuer und hat nach der Raumheizung den zweitgrößten Anteil am Energieverbrauch im Haushalt. Einfache Tricks helfen beim Sparen, ohne nennenswert einzuschränken.

  • Überlegen Sie, ob wirklich jedes Vollbad nötig ist. Ein Wannenbad verbraucht 150 Liter Wasser, ein Duschbad nur 50 Liter.
  • Je länger die Anmischzeit, desto größer ist der Wärmeverlust. Sparsam sind Einhebelmischer oder thermostatgesteuerte Mischbatterien.
  • Ein Sparduschkopf reduziert den Warmwasserverbrauch und damit zugleich den Energieverbrauch um 50%.
  • Stellen Sie beim Einseifen die Dusche ab.
  • Zähneputzen bei laufendem Wasser kostet bares Geld. Machen Sie es Ihren Kindern richtig vor.
  • Vermeiden Sie auch Geschirrspülen von Hand bei fließendem Wasser.
  • Abwasch, der in die Spülmaschine kommt, muss nicht heiß vorgespült werden. Entfernen Sie nur die groben Essensreste. Nicht immer muss Wasser warm sein.
  • Schalten Sie auch bei einem Kurzurlaub Ihre Warmwassertherme ab.
  • Thermische Solaranlagen helfen bei der Erwärmung des Wassers. Erkundigen Sie sich nach Fördergeldern.

Die Broschüre "Wertvolles Wasser" können Sie sich als PDF in der Download-App auf der rechten Seite herunterladen.

Waschen und Trocknen

Saubere Wäsche schlägt sich auf der Stromrechnung mit rund einem Drittel der Kosten nieder. Es lohnt sich also, die eigenen Waschgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Manchmal genügt ein einziger Tastendruck, um Energie zu sparen – die moderne Waschmittelindustrie arbeitet Ihnen dabei zu.

  • Waschmittel haben heute mehr Waschkraft als früher. Sie können daher die Waschtemperaturen beruhigt senken.
  • Eine Vorwäsche brauchen Sie nur, wenn die Wäsche extrem verschmutzt ist.
  • Hygienisch rein nur mit Kochwäsche? Die meisten Krankheitserreger überleben auch eine Wäsche bei 60°C nicht.
  • Ein Kochwaschgang kostet rund doppelt so viel Strom wie eine 60°C-Wäsche und strapaziert zudem die Kleidungsstücke.
  • Nutzen Sie die Waschtrommel richtig aus. Die Maschine setzt für kleine Mengen Wäsche genauso viel Strom und Wasser ein wie für eine volle Ladung.
  • Hat Ihre Maschine eine Spartaste für halbe Füllungen? Prima. So sparen Sie ein Drittel an Energie.
  • Wäschetrockner gehören im Haushalt zu den großen Stromfressern. Ablufttrockner verbrauchen weniger Energie als Kondensationstrockner.
  • Helfen Sie Ihrem Trockner. Wäsche, die mit 1200 Umdrehungen pro Minute anstelle 800 schleudert, kostet beim Trocknen nur zwei Drittel der Energie.
  • Erst trocknen, dann bügeln? Drücken Sie am Trockner die „Bügelfeucht“-Taste.
  • Reinlichkeit spart Geld. Halten Sie das Flusensieb im Luftfilter des Trockners sauber und leeren Sie, falls vorhanden, den Kondenswasserbehälter.

Informationen zur Wasserhärte sowie eine Waschmitteldosierempfehlung finden Sie hier.

Die Broschüre "Energiesparen im Haushalt" können Sie sich als PDF in der Download-App auf der rechten Seite herunterladen.

Heizen

Wärme ist wichtig für unser Wohlbefinden. Der richtige Umgang mit der Heizung sichert aber nicht nur warme Füße, sondern spart auch Geld. Wer den Energiebedarf drosselt, entlastet zudem sein persönliches Klimakonto.

  • Nachts schlafen Sie bei kühleren Temperaturen besser. Fahren Sie die Heizung zwei Stunden vor dem Zubettgehen herunter.
  • Für ein gesundes Wohnklima brauchen Sie im Schlafzimmer 16°C, im Wohn-, Ess-, und Kinderzimmer 18°C bis 21°C. Im Bad reicht Wärme morgens und abends vollkommen aus.
  • Auch kühle Räume, die nicht immer in Gebrauch sind, brauchen ab und zu einen Schwung Wärme. Sonst werden sie feucht und es droht Schimmel.
  • Reduzieren Sie Ihre Raumtemperatur um 1°C und Sie sparen 6 % Heizenergie.
  • Ständig gekippte Fenster vergeuden Wärme. So lüften Sie richtig: Die Fenster alle zwei Stunden für drei Minuten weit öffnen und währenddessen Thermostatventile schließen.
  • Dichten Sie Fugen an Fenstern und Türen nachträglich ab und Sie sparen bis zu 15 % des jährlichen Heizenergiebedarfs.
  • Gehen Sie mit einer Kerzenflamme auf die Suche nach Wärmelecks. Selbstklebende Dichtungsbänder schaffen Abhilfe.
  • Sind die Rolladenkästen gut gedämmt? Sonst geht Wärme verloren.
  • Vorhänge und Möbel vor einer Heizung machen den Thermostaten die Arbeit schwer. Die warme Luft muss zirkulieren.
  • Schwachpunkt Heizkörpernische: Die Außenwand ist hier dünner und die Temperatur höher. Kleben Sie hinter der Heizung eine Dämmschicht an die Wand.
  • Nutzen Sie neue Technologien: Elektronische Heizkörperregler steuern tageszeitunabhängig die Temperatur pro Raum und sind einfach nachzurüsten. Intelligente Heizkörperregler sorgen für ein gutes Raumklima.

Küche

Die Küche ist nicht nur Arbeitsplatz, sondern oft auch Mittelpunkt des Familienlebens. Elektrogeräte erleichtern hier den Alltag, verbrauchen aber auch viel Energie. Wussten Sie, dass ein alter Kühlschrank ein wahrer Stromfresser sein kann?
Mit ein paar Kniffen kommen Sie sparsamer über die Runden.

  • Spülen mit der Geschirrspülmaschine verursacht im Haushalt rund 5% des gesamten Stromverbrauchs. Stellen Sie das Gerät nur an, wenn es voll ist.
  • Sparprogramme reichen meist auch: Sie erhitzen das Wasser auf ca. 50°C und verbrauchen bis zu 30% weniger Energie.
  • Tauschen Sie alte Geschirrspüler aus. Die neuen Geräte verbrauchen nur 12 Liter Wasser.
  • Ihr Kühlschrank liebt ein kühles Ambiente. Steht er neben heizenden Nachbarn wie Herd, Spülmaschine oder Heizung, verbraucht er mehr Strom, um die Kühltemperatur zu halten.
  • Wer heiße Speisen in den Kühlschrank stellt oder einfriert, fördert die Eisbildung und treibt den Stromverbrauch nach oben. Also erst abkühlen lassen.
  • Setzen Sie beim Kochen regelmäßig den Deckel auf den Topf und Sie sparen ein Viertel der Energie.
  • Eier werden auch im Wasserdampf gar. Eine fingerdicke Menge Wasser auf dem Topfboden reicht aus. Das funktioniert auch bei Gemüse und schont obendrein die Vitamine.
  • Wenn Topf und Heizplatte im Durchmesser übereinstimmen, wird die Wärme optimal genutzt.
  • Übertreiben Sie das Kühlen nicht. Bei einer Temperatur von 7°C bleiben Lebensmittel problemlos frisch. Ein Thermometer hilft bei der Einstellung der Kühlstufe.
  • Für das Einfrieren reicht eine Temperatur von -18°C. Haben Sie einen Gefrierschrank, können Sie beim Neukauf eines Kühlschranks auf das Eisfach verzichten.
  • Undichte Kühlschränke sind Stromfresser. Machen Sie den Lichttest: Legen Sie eine angeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank und schließen die Tür. Ersatzdichtungen gibt es im Fachhandel.
  • Je dicker die Eisschicht im Kühlschrank, desto höher ist der Stromverbrauch. Tauen Sie das Gerät zwischendurch mal ab.

Zur Veranschaulichung stehen Ihnen auf der rechten Seite Kurzfilme zum Download bereit.

Beleuchtung

Gut drei Viertel aller Informationen aus der Umwelt nimmt der Mensch über die Augen wahr. Licht beeinflusst aber auch unser Gefühlsleben.

Beim Energieverbrauch im Haushalt rangiert die Beleuchtung auf Platz Vier. Mit der Wahl der richtigen Lampe sorgen Sie für günstiges Licht.   

  • Drehen Sie alten Glühbirnen den Saft ab. 90 % ihrer Energie verpufft als Wärme. Meist gibt es sparsamere Alternativen.
  • Herkömmliche Glühlampen machen nur dort Sinn, wo das Licht nur kurz brennt und oft an und ausgeschaltet wird, etwa in Bad, WC und Keller.   
  • Effektiver als Glühlampen sind Energiesparlampen. Sie verbrauchen rund 80 % weniger Strom und haben eine zehnmal höhere Lebensdauer.   
  • Energiesparlampen sind hässlich? Falsch. Mittlerweile sind die sparsamen Leuchtmittel auch in warmen Lichtfarben, verschiedenen Bauformen und Sockelgrößen erhältlich. 
  • Leuchtstoffröhren sind Energiesparlampen im XXL-Format. Sie eignen sich für viel genutzte Arbeitsbereiche.   
  • Vermeiden Sie es, einen großen Raum nur durch eine einzige starke Lichtquelle zu beleuchten. Gestalten Sie die Beleuchtung mit mehreren Leuchten flexibel.   
  • Halogenlampen und Niedervoltlampen sind keine Energiesparlampen. Lässt sich der Trafo nicht mit dem Lichtschalter ausschalten, verbraucht er weiterhin Strom.   
  • Denken Sie um die Ecke: Helle Wände reflektieren mehr Licht als dunkle. Beim Renovieren können Sie also den Lichtbedarf schon vorab beeinflussen.

Zur Veranschaulichung steht Ihnen auf der rechten Seite ein Kurzfilm zum Download bereit:

  • Film "Licht"

Heimliche Stromverbraucher

Wenn Sie Ihren Fernseher ausschalten, leuchtet meist eine kleine Lampe weiter, die signalisiert: Ich lasse mich schnell wieder anschalten.
Pro Jahr werden in Deutschland durch einen solchen Standby-Modus 14 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 5,5 Millionen Haushalten.    

  • Versorgen Sie stille Stromverbraucher wie Fernseher, Computer oder HiFi-Geräte über eine schaltbare Steckdosenleiste mit Strom. So bedeutet „aus“ wirklich „aus“.
  • 70 % der Energie schluckt ein Computer auch dann, wenn Sie nicht daran arbeiten. Ausschalten lohnt sich auch bei kürzeren Arbeitspausen.
  • Schalten Sie Geräte nur ein, wenn Sie sie wirklich brauchen. Drucker oder Scanner werden oft nur der Vollständigkeit halber eingeschaltet.
  • Verbannen Sie knallige Bildschirmschoner von Ihrem Rechner. Die dunklen schlucken weniger Energie. 
  • Hochgerüstete Computer sind wahre Stromfresser. Flachbildschirme arbeiten sparsamer als Bildröhren.
  • Ziehen Sie die Ladegeräte für Handys und Akkus nach der Benutzung aus der Steckdose, sie verbrauchen ständig Strom.
  • Heimliche Stromverbraucher gesucht? Einige verraten sich durch ihren Transformator, der nach dem Abschalten des Geräts warm bleibt oder brummt.

Zur Veranschaulichung stehen Ihnen auf der rechten Seite nachfolgende Kurzfilme zum Download bereit.

  • Film "Stand-by"
  • Film "Home Office"

Unsere Energiespartipps haben wir auch in einer Broschüre zusammengefasst, die wir Ihnen in der Download-App auf der rechten Seite zur Verfügung stellen.