Wasserverteilung

Bereitstellung

Das Wasserwerk Glüder speist zwischen 5,5 und 6 Millionen m³ in das Leitungsnetz ein, von der großen Dhünn-Talsperre kommen über das Wasserwerk Dabringhausen weitere 6 Millionen m³ hinzu.

Verbrauch

Pro Tag werden in Solingen ca. 14.500 cm³ Wasser aus dem Wasserwerk Glüder benötigt. Das Trinkwasser wird nach der Aufbereitung durch Pumpen beschleunigt und auf den Weg zum Verbraucher gebracht. Von vier gewaltigen Pumpen (Vordruck 5 bar und Ausgangsdruck 16 bar, max. Leistung zwischen 150 und 860 kW, Fördermenge zwischen 350 und 1650 m³/h) wird das Wasser durch den Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen im Solinger Stadtgebiet verteilt. Dort befinden sich drei Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 42.000 m³, die einen Tagesbedarf der Solinger decken.

Von hier aus erfolgt die Weiterverteilung über das Rohrnetz in die Haushalte.

Wasserkraft

Schon seit 1903 nutzt man im Wasserwerk Glüder Wasser aus der Wupper zur Erzeugung von sauberer Energie. Jährlich produzieren die Stadtwerke Solingen hier rund zwei Millionen kWh Strom – das entspricht dem ungefähren Jahresverbrauch von 500 Dreipersonen-Haushalten.

Das Wasserkraftwerk Glüder verfügt über insgesamt drei Wasserkraftanlagen. Zwei davon werden über die Wupper gespeist, die dritte kommt nur dann zum Einsatz, wenn an der Sengbachtalsperre überschüssige Wassermengen anfallen. Das ist ein Mal jährlich - ca. ab Januar - der Fall. Die Wasserversorgung der Anlagen eins und zwei erfolgt durch den rund ein Kilometer langen, künstlich angelegten Obergraben. Durch die Wehranlage wird der Wasserzufluss der Wupper relativ konstant gehalten. Auch ergibt sich so ein Gefälle zwischen der Wehranlage und dem Turbinenhaus von immerhin fünf Metern. Dies ist nicht viel, reicht jedoch für den Betrieb der Francisturbinen aus – dem Herzstück des Turbinenhauses.

Eine sieben Meter lange Maschinenwelle überträgt die Kraft von der Turbine zu einem Winkelgetriebe und von dort aus zum Generator. Beide Generatoren speisen den erzeugten Strom über Transformatoren in das 10.000 Volt-Netz der Stadtwerke Solingen ein.

2010 wurde die Wasserkraftanlage auf den neuesten Stand gebracht – und somit auch die Leistung der Anlage zwei um 15 bis 20% gesteigert. Auch kann die Wasserkraftanlage, die nun auch als Notstromaggregat dient, neuerdings automatisch an- und abgefahren werden. Gleichzeitig wird das Wassermanagement sowohl der Wupper als auch des Wasserkraftwerkes verbessert.