Elektro­grill oder Gasgrill: Wie schmeckt’s am besten?

Andreas Hugo

Unser Autor:

Elektro­grill oder Gasgrill? Diese Frage sorgt jetzt zum Start der Grill­saison wieder für viel Gesprächs­stoff in meinem Bekann­ten­kreis. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfährst du hier.

Grillen ohne Gesund­heits­risiko mit Gasgrill oder Elektro­grill

Letztens wurde das Wetter endlich wieder richtig schön. Spontan lud ich Bekannte und Verwandte zum Grill­abend ein und machte mich auf den Weg zum Metzger meines Vertrauens. Nachdem mein Kühlschrank mit leckerem Grill­fleisch gefüllt war und ich Salate und Grill­gemüse vorbe­reitet hatte, standen auch schon die ersten Gäste vor der Tür. Die Steaks brutzelten gerade auf meinem Grill, da war die Diskussion der Fragen aller (Grill-)Fragen auch schon in vollem Gang: Elektro- oder Gasgrill? Wie schmeckt´s am besten?

Meine Freund Tim ist ein erklärter Fan des Elektro­grills, denn beim Grillen entsteht kein Ruß und nur wenig Qualm, der zu den Wohnungs­nachbarn hinüber­ziehen könnte. Außerdem hat er auf seinem Balkon nicht viel Platz, doch sein kleiner Elektro­grill passt gut noch in eine Ecke hinein. Tim grillt mit seiner Frau Petra sogar manchmal mitten im Winter in seiner großen Wohnküche, schließlich braucht er dazu nur eine Steckdose in der Nähe. Von seinem Elektro­grill schraubt er einfach die Stand­beine ab und verwandelt ihn damit ruckzuck in einen Tisch­grill.

Elektro­grill ermög­licht Grillen für jeden

Im Vergleich zum Kohle- oder Gasgrill benötigt Tim für seinen Elektro­grill keinen Brenn­stoff. Er wird nicht müde, zu betonen, wie lästig er ständiges Nachkaufen von Gasfla­schen oder Holzkohle finden würde, außerdem hätte er dafür in seiner Wohnung gar keinen Platz. „Wenn ich sehe, wie lange es bei unseren Nachbarn von gegenüber immer dauert, bis in deren Kohle­grill die Glut endlich mal heiß genug ist, dass sie mit dem Grillen anfangen können“, stöhnte Petra, Tims Frau, „da lobe ich mir erst recht unseren Elektro-Grill. Der ist nach fünf Minuten startklar.“

Stefan, mein alter Schul­freund, war noch nicht überzeugt. „Was ist denn mit dem Energie­ver­brauch und den Strom­kosten?“, hakte er nach. „Kein Problem“, winkte Petra ab. „Wenn wir unseren 2.000 Watt-Elektro­grill eine Stunde lang betreiben, dann liegt der Strom­ver­brauch bei ca. 2 Kilowatt­stunden (kWh)“, rechnete sie Stefan vor. „Bei einem durch­schnitt­lichen Strom­preis von 30 Cent pro kWh sind das Kosten von 60 Cent. Aller­dings benötigt so ein Elektro-Grill auch schon mindestens 2.000 Watt Leistung, damit du optimal grillen kannst“, empfahl sie Stefan. Ihr Mann Tim ergänzte: „Und einen Deckel sollte er auch haben, damit mehr Hitze am Grillgut bleibt, denn im Vergleich zu Holzkohle- und Gasgrill erzeugt ein Elektro­grill weniger Hitze.“

Gasgrill: Erste Wahl bei Grill­profis

„Und was sagst du dazu?“ Die Frage musst ja kommen, dachte ich. Schon vor Jahren hatte ich mich für einen Gasgrill entschieden. Er eignet sich zum Grillen auf Balkonien grund­sätzlich genauso wie für Garten­be­sitzer wie mich, denn beim Grillen mit Gas entsteht wesentlich weniger Rauch als mit einem Holzkoh­le­grill. Der Gasgrill ist im Gegensatz zum Elektro­grill nicht strom­ge­bunden, so dass er dadurch recht frei zu trans­por­tieren ist. „Aber wie soll man denn einen großen und schweren Gasgrill wie deinen von A nach B bekommen?“ fragte Tanja, meine Nachbarin. Natürlich hatte sie recht, denn leider sind viele Gasgrills sehr groß gehalten. Aller­dings bieten einige Hersteller auch kleinere und leichtere Camping-Gasgrills an, die sich gut für den Balkon eignen.

„Diese Spare Ribs, einfach köstlich“, unter­brach Tanjas Freund Martin unsere Unter­haltung. Sein Lob freute mich, denn er war passio­nierter Hobby-Koch und kannte sich bestens aus. „Beim Geschmack sind Gasgrills einfach unschlagbar“, meinte Martin und erklärte meiner Freundin Steffi, dass – ähnlich wie der Elektro­grill – ein Gasgrill deutlich schneller erhitzt als ein Holzkoh­le­grill und sich die Hitze außerdem optimal regulieren lässt. „Die meisten Grill­profis haben deshalb einen Gasgrill“, betonte Martin und erzählte, wie er bei seiner letzten Grill­party noch zwei Stunden nach dem Angrillen problemlos ein frisches Steak für seinen Schwie­ger­vater und Ananas­ringe für die Nachbars­kinder gegrillt hatte. „Mit einer guten Hitze­re­gu­lierung kannst du das Grillen über mehrere Stunden hinziehen“, erzählte er

„Aber es gibt doch so viele Gasgrills, was ist denn da eigentlich wichtig, wenn ich mir einen kaufen will?“, fragte Steffi. „Das kommt auch darauf an, wie du wohnst“, meinte Martin. „Du hast die Wahl zwischen diversen Varianten von größeren Garten-Modellen bis hin zu kleinen Camping-Ausfüh­rungen. Aber ein Gasgrill ist je nach Modell in der Regel teurer als ein einfacher Holzkoh­le­grill und auch als so mancher Elektro­grill. Doch es lohnt sich, auf Qualität zu setzen.“

Alles Geschmack­sache

„Ein guter Gasgrill sollte einen soliden Grillrost besitzen, der kein dünnes Draht­gitter ist“, ergänzte ich Martin. Mein Grillrost war nämlich tatsächlich aus Gusseisen, das sehr schnell aufheizt. Nach Gebrauch muss der Rost aller­dings immer sehr sorgfältig gereinigt werden, was am besten durch sehr große Hitze geschieht. Idealer­weise sollte der Rost auch noch etwas eingeölt werden. Da das Grillgut an einem gussei­sernen Rost schneller festklebt, benötigt der Rost vor der aller­ersten Benutzung des Gasgrills außerdem noch eine besondere Pflege: Er muss mit Öl oder Fett einge­rieben und dann stark erhitzt, also „einge­brannt“ werden.

Inzwi­schen hörte auch mein Cousin Michael aufmerksam unserem Gespräch zu. „Dein Essen vom Gasgrill hier schmeckt extrem lecker“, meinte er, „aber du solltest bei einem Gasgrill vor jeder Benutzung die Schläuche und Anschlüsse überprüfen, denn ein Gasleck kann gefährlich sein.“ „Natürlich“, nickten Martin und ich gleich­zeitig, denn in puncto Sicherheit nehmen wir beide es immer sehr genau.

Mein Fazit dieses schönen Grill­abends zur Frage „Elektro­grill oder Gasgrill?“: Die beste Grill-Methode gibt es nicht. Entscheidend ist vor allem der persön­liche Geschmack, das vorhandene Platz­an­gebot und die bevor­zugte Energieform.

Den Gasgrill an die Erdgas­leitung anschließen

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn du in deinem Zuhause mit Erdgas heizt oder kochst, kannst du auch deinen Gasgrill an die Gasleitung anschließen. Dazu brauchst du aber einen Gasan­schluss im Garten. Es gibt spezielle Gasgrills für den Anschluss an eine Gasleitung, schon vorhandene Gasgrills lassen sich z. B. mit einem Kit mit den notwen­digen Teilen aus dem Fachhandel ausrüsten. Die Instal­lation des Grill-Gasan­schlusses im Garten durch einen Fachmann kostet natürlich etwas, erspart dir aber zukünftig den Kauf und die Lagerung von Gasfla­schen.

Heizt du dein Zuhause mit Gas und hast dadurch einen entspre­chenden Gasver­brauch, ist das Erdgas aus der Gasleitung im Vergleich zum Flaschengas außerdem im Verhältnis günstiger. Bei Fragen rund um den Erdgas­an­schluss helfen meine Kollege Hr. Stromberg und ich von der Energie­be­ratung dir gerne weiter.

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