Mann im Garten mit kaputter Dachziegel

Nach der Winterzeit: Frühjahrscheck fürs Haus

Katrin Gransee

Unser Autor:

Endlich Frühling – draußen grünt es überall und der Winter ist Geschichte. Doch die kalte Jahreszeit geht an Gebäuden leider nicht spurlos vorbei. Um Verschleiß und teure Folge­schäden zu verhindern, ist jetzt ein Frühjahrscheck fürs Haus angesagt.

Richtiges „Auswintern“ beugt Schäden vor

Vor ein paar Wochen fiel meine Heizung plötzlich aus. Draußen war es noch sehr frisch und so wurde es auch innen schnell ungemütlich. Schließlich zog ich einen Heizungs­in­stal­lateur hinzu, der einen Schaden an der Heizung im Keller feststellte. Wasser war aus einem Heizungsrohr heraus­ge­tropft, so dass das Heizungs­system über einen längeren Zeitraum hinweg erheb­liche Wasser­mengen verloren und sich dann automa­tisch abgeschaltet hatte. Eine alte Dichtung, deren Gummiring mit der Zeit hart und porös geworden hatte, war der Grund. Eine ärger­liche, da vermeidbare Sache, denn wer sein Haus regel­mäßig vom Dach bis zum Keller auf Verschleiß, Verun­rei­ni­gungen und sonstige mögliche Schäden unter­sucht, kann langfristig Ärger und Kosten vermeiden. Deshalb empfehle ich besonders jetzt im Frühjahr ein gründ­liches „Auswintern“.

Dienst­leis­tungs-Service spart Kosten

Manche Hausbe­sitzer unter­schätzen die Probleme, die Schnee und Regen­fälle verur­sachen können. Doch selbst milde Winter bringen Frost mit sich, der unter anderem der Fassade und dem Heizungs­system zu schaffen machen kann. Herbst- und Frühjahrs­stürme können Schäden an Dächern und an der Fassade anrichten. Harte Winter mit viel Schnee sind eine Belastung für Dachziegel und Sparren, außerdem kann Herbstlaub die Regen­rinnen verstopfen.

Möchtest du also den Sommer nutzen, um die im Winter entstan­denen Schäden an deinem Gebäude recht­zeitig zu reparieren und so auf Dauer viel Geld für vermeidbare Repara­turen sparen, solltest du jetzt im Frühling aktiv werden. Wichtig: Willst du zum Beispiel dein Hausdach genau in Augen­schein nehmen, bitte nicht gleich selbst hinauf­klettern. Das sollte Dachdecker-Profis vorbe­halten bleiben, die dafür ausge­bildet wurden und Gefahren gut einschätzen können. Du selbst kannst mit Hilfe eines Fernglases von unten, von einer geeig­neten Leiter oder aus einem Dachfenster heraus wesentlich ungefähr­licher prüfen, ob es Hinweise auf verschobene Dachziegel, Moos oder Algen gibt. Hier besonders auf fehlende Vermör­telung an First- und Gratziegeln achten. Neural­gische Punkte sind auch die Ziegel an den Dachrändern oder Anschluss­ziegel an Kaminen, Dachfenstern etc. Klappernde Geräusche können ebenfalls ein Indiz dafür sein, dass das Dach im Winter Schaden genommen hat, zum Beispiel durch starke Windböen.

Mein Tipp: Bei Dachbe­schä­di­gungen, die bei Sturm ab Windstärke 8 entstanden sind und bei denen die die Gefahr besteht, dass durch sie noch weitere Schäden am Gebäude auftreten können, helfen Dienst­leis­tungs-Services wie „Schutz­engel Plus“ der Stadt­werke Solingen. Nach deiner telefo­ni­schen Schadens­meldung im „Schutz­engel Plus“ Service Center organi­siert der Dienst­leister die provi­so­rische Dachsi­cherung durch eine Fachfirma und übernimmt die dadurch entste­henden Kosten inklusive mitge­führter Klein­teile bis maximal 500 Euro je Versi­che­rungsfall.

Regen­rinnen-Check mit Selfie-Stick

Zur Kontrolle deiner Regen­rinnen eignet sich übrigens ein langer Selfie-Stick, den du aus einem nahe gelegenen Fenster heraus­hältst. Den Stick einfach mit deinem Handy verbinden und mit dem Selbst­aus­löser bequem Fotos schießen. So kannst du sehen, ob die Rinnen frei oder verstopft sind. Neben der Außen­kon­trolle solltest du dein Gebäu­dedach aber auch von innen genau inspi­zieren. Gibt es Risse an der Dachver­kleidung oder feuchte Stellen, die anzeigen, dass die Belüftung nicht mehr korrekt funktio­niert? Dann solltest du unter Umständen einen Fachmann beauf­tragen, der die proble­ma­ti­schen Bereiche genauer unter­sucht und reparieren kann. Bei dieser Gelegenheit können vorsorglich auch die Zinkein­de­ckungen, Schnee­fang­gitter sowie Anschlüsse an Kamin und Gauben kontrol­liert werden.

Fassade und Keller­wände genau in Augen­schein nehmen

Neben dem Dach ist auch die Hausfassade den winter­lichen Witte­rungs­ein­flüssen ausge­setzt und verdient deshalb im Frühjahr besondere Beachtung. Abgefal­lener Putz und abgeblät­terte Farbe sind kaum zu übersehen, mögliche Fassa­den­risse sind dagegen oft schwerer zu erkennen. Hausecken und die Bereiche über den Türen und Fenstern sind besonders gefährdete Bereiche. Gab es bereits im Vorjahr feine Risse in der Fassade, die sich jetzt vielleicht vergrößert haben? Durch offene Stellen im Putz kann Feuch­tigkeit eindringen und die Fassa­den­dämmung aufweichen. Deshalb ist es besonders wichtig, solche Mängel schnell besei­tigen zu lassen.

Auch der Balkon sollte nach dem Winter auf Schäden überprüft werden. Risse im Estrich, abgeplatzte Fliesen und bröckelnder Beton können erste Warnzeichen für gravie­rende Schäden sein. Im Frühjahr lohnt sich auch ein Blick auf die Keller­wände: Feuch­tigkeit, Schim­mel­flecken oder salzartige Ausblü­hungen deuten auf nicht ausrei­chend abgedichtete Wände hin. Die Ursachen dafür sollten umgehend beseitigt werden, um recht­zeitig weitere Schäden wie das Abplatzen von Farbe und Putz zu vermeiden.

Heizungs­system im Keller überprüfen

Wie mein Beispiel zeigt, kannst du als Hausbe­sitzer Geld und Zeit sparen, wenn du im Frühjahr das Heizungs­system gründlich überprüfst. Moderne elektro­nische Anlagen sollten durch einen Fachmann gewartet werden, der alles optimal einstellt. So bleibt der Verbrauch niedrig. Tritt an deiner Heizung trotz aller Vorsorge-Maßnahmen doch einmal ein Defekt auf, bist du auch in diesem Fall mit „Schutz­engel Plus“ vor hohen Repara­tur­kosten geschützt. So beauf­tragt das „Schutz­engel Plus“-Servicecenter sofort nach deiner Schadens­meldung einen Heizungs­in­stal­lateur, der die Notfall-Reparatur von Defekten an Heizkörper-Thermo­stat­ven­tilen sowie von undichten oder zu Bruch gegan­genen Heizkörpern schnellst­möglich vornimmt. Über „Schutz­engel Plus“ sind die Kosten für die Behebung des Defekts einschließlich notwen­diger Ersatz­teile bis maximal 500 Euro pro Versi­che­rungsfall abgedeckt. Außerdem werden dir bis zu drei elektrische Leih-Heizgeräte zur Verfügung gestellt, falls während der Heizpe­riode die Heizungs­anlage in der versi­cherten Wohnung ausfällt und eine Abhilfe durch den Heizungs­in­stal­lateur-Service nicht möglich sein sollte. Der „Schutz­engel Plus“-Service umfasst neben dem Notfall-Heizungs­in­stal­lateur- und Sturm­schäden-Service noch viele weitere Pannen­dienst-Leistungen und ist in Verbindung mit einem Strom- oder Gas-Sonder­vertrag erhältlich.

Frühjahrscheck verhindert Folge­schäden

So macht ein Frühjahrscheck zwar insgesamt gesehen einige Mühen und verur­sacht mögli­cher­weise auch Kosten. Doch mit einer solchen regel­mä­ßigen Haus-Inspektion und der Besei­tigung kleinerer Mängel lassen sich große und vor allem teure Repara­turen, vorzei­tiger Verschleiß und unnötige Folge­schäden auf Dauer verhindern.

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