Corona-Virus

Wasser­qua­lität ist sicher: Trink­was­ser­labor hat Vorsorge getroffen

Michael Esser

Unser Autor:

Ebenso wie alle anderen Bereiche der Stadt­werke haben wir im Trink­was­ser­labor Maßnahmen zur Versor­gungs­si­cherheit getroffen, um unsere Arbeits­fä­higkeit auch in Zeiten von COVID 19 zu gewähr­leisten.

Keine Kontakte zum Wasserwerk und Netzen Solingen

Wir unter­suchten wöchentlich das Rohwasser, die Aufbe­rei­tungs­ef­fi­zienz und das abgegebene Trink­wasser im Wasserwerk Glüder und im Wasserwerk Baumberg. Gleich­zeitig ist es jedoch entscheidend, dass die Kollegen im Wasserwerk einsatz­fähig bleiben. Bis auf weiteres findet daher kein Kontakt meiner Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter mit den Kollegen in Glüder und Baumberg statt.

Das heißt, wir melden uns telefo­nisch zur Proben­ent­nahme an. Dann verlassen die Wasser­werks­kol­legen die Filter­halle und wir können die Halle – durch den Hinter­eingang – betreten. Nach erfolgter Proben­ent­nahme und Verlassen der Halle geben wir wieder eine telefo­nische Rückmeldung. Auf diese Art und Weise sind die Kolle­ginnen und Kollegen auf beiden Seiten vorein­ander geschützt.

Ähnlich funktio­niert die Zusam­men­arbeit mit den Netzen Solingen: Wenn die dortigen Kolle­ginnen und Kollegen ein neues Wasserrohr in Betrieb nehmen, ziehen sie zuvor eine Probe (die Kolle­ginnen und Kollegen sind dafür akkre­di­tiert) und hinter­legen diese Probe neben dem Pfört­ner­häuschen. Dort gibt es einen geschützten Unter­stand.

Wasser­proben in Schulen und Kitas sind derzeit – aufgrund der Schlie­ßungen – nicht nötig. Alten­heime betreten wir nach Rücksprache mit dem Gesund­heitsamt nicht, um die Bewohner nicht unnötig zu gefährden.

Über die Woche verteilt unter­suchen wir die Trink­was­ser­qua­lität in den großen Trink­was­ser­be­hältern wie Krahenhöhe, Lützow­straße und Olgastraße und in dezen­tralen Stellen, wo derzeit niemand angetroffen wird (z. B. in Sport­stättten). So stellen wir sicher, dass das Solinger Trink­wasser weiterhin seine hohe Qualität behält.

Bewegungs­freiheit einge­schränkt

Wir sind im selben Gebäude unter­ge­bracht, wie die Netze Solingen, aller­dings hat man diese Räumlich­keiten jetzt auch baulich getrennt. Der äußere Zugang ist nur noch für die vier aktuell im Labor verblie­benen Mitar­beiter nutzbar. Im Flur verhindert eine Bauwand den gegen­sei­tigen Austausch. Das Treppenhaus ist gesperrt, statt­dessen können wir nur noch per Aufzug in den Keller fahren, wo unser Lager unter­ge­bracht ist und ebenfalls eine Trennwand instal­liert wurde. Diesen Aufzug kann wiederum kein anderer benutzen. Und auch wir benutzen ihn nur als Einzel­person.

Das Selfie zeigt Labormitarbeiterin Thea Tarlarini bei der Auswertung von mikrobiologischen Trinkwasserproben
Das Selfie zeigt Labor­mit­ar­bei­terin Thea Tarlarini bei der Auswertung von mikro­bio­lo­gi­schen Trink­was­ser­proben

Im Labor selbst halten wir räumlichen Abstand und desin­fi­zieren regel­mäßig die Arbeits­plätze. Eine Tätigkeit, die uns aber schon seit Jahren in Fleisch und Blut überge­gangen ist. Die Stimmung unter meinen Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beitern ist trotzdem gut. Alle ziehen mit und verhalten sich auch privat sehr verant­wor­tungsvoll. Uns allen ist klar, wie wichtig unsere Aufgabe für Solingen ist.

Deshalb an dieser Stelle ein ganz dickes Danke­schön an mein engagiertes Team!

Euer Michael

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